Neuer österreichischer Rekord im Gleitschirm-Fliegen!

Brasil 2016 - Lex im Endanflug über dem 440km entfernten Miguel Alves

Brasil 2016 – Lex im Endanflug über dem 440km entfernten Miguel Alves

Während es bis zum PWC-Superfinal in Governador Valadares aktuell etwas ruhiger in der Wettbewerbsszene zu geht, gibt es tolle Leistungen von unserer Streckenflug-Fraktion zu berichten.

Joe Edlinger, Robert Haider und Lex Robé lösten Mitte Oktober ihre Tickets für Brasilien, um dort einen 3- bzw. 2-wöchigen Weitenjagd-Urlaub zu verbringen. Trotz mangelnder Flachland-Erfahrung kamen sie mit jeweils persönlichen Bestleistungen bzw. Rekorden im Gepäck zurück.

Die Flachlandfliegerei war für die gelernten Bergflieger insofern eine große Umstellung, da die gewohnten Thermikentstehungs-Muster im Flachland schlichtweg nicht vorhanden sind. Aus Lex’ Blog: „Anfangs klammerte ich mich förmlich an den Gedanken, dass ich nur bei Bergen und Hügeln zuverlässig Thermik finde. Ein Konzept, das mich die ersten Tag nur vorzeitig auf den Boden holte…“.

Doch die drei gaben nicht auf und bereits nach einer Woche gelangen ihnen die ersten Flügen an bzw. über die 300km-Marke. Der Bann war gebrochen und unsere Bergadler waren in der Lage, sich immer besser auf die Flachland-Gegebenheiten einzustellen und konnten an den letzten Tagen ihres Aufenthalts sogar über die 400km-Marke fliegen. Robert Haider konnte sein PersonalBest auf 325km schrauben. Joe Edlinger stellte am 1.11. mit 435km einen neuen Low-EN-B Rekord auf. Lex Robé konnte am selben Tag seinen Landepunkt 461km entfernt vom Startplatz in Quixadá setzen. Diese Weite bedeutet neuen österreichischen Streckenflug-Rekord im Gleitschirmfliegen, denn er konnte mit dieser Leistung die bisherige Bestmarke des Steirers Bernhard Peßl von 377km um über 80km verbessern.

Joe und Lex rangieren derzeit auf Platz 7 bzw. 4 der Gesamt-XC-Weltrangliste. Eine gute Ausgangslage für die noch junge Saison 2016/17. Und wie wir alle wissen: Die Alpensaison geht bei uns ja im Frühjahr erst so richtig los – und da bewegen sich unsere Mannen wieder auf gewohnterem Terrain!

Weitere Foto- und Video-Berichte gibt es in Lex’ Fotoberichts-Übersicht – und wer sich für das Flachlandfliegen an diesem Brasilianischen HotSpot interessiert, kann sich seine aufschlussreichen Interviews hier (lu-glidz) und hier (FlyWithAndy) bei Glühwein und Weihnachtskeks zu Gemüte führen.

Ergebnislisten, Bericht und Fotos von der Österr. Meisterschaft der Vereine

Hier die Bewerbsergebnisse (besten Dank an Bernd Humpl!) und ein kleiner Rückblick auf das schöne Saisonabschlussfest bei den Ennstalern:

Einzelwertung T1, Einzelwertung T2, Einzelwertung OVERALL, Team-Gesamtwertung OVERALL


3Vergangenes Wochenende schien die Sonne ganz besonders auf die Paragleiterszene in Österreich. Zum großen Saisonabschluss-Bewerb fanden sich 83 der besten Gleitschirmpiloten Österreichs am Fuße des Stoderzinken/Gröbming ein, um die Krone des Gleitschirmsports für ihren Verein zu erobern.
Zwei Tage bestes Flugwetter bedeuteten für die Piloten, dass zwei anspruchsvolle Durchgänge in der Region Ramsau-Dachstein geflogen werden konnten. Dabei galt es, die günstigsten Aufwinde und effizientesten Linien zu finden, um so die vorgegebenen Strecken in kürzest-möglicher Zeit absolvieren zu können.
Neben den in der Szene bekannten Cracks fanden sich auch Neulinge in der Wettbewerbsszene ein. Das war so gewollt und wurde durch den speziellen Wertungsmodus begünstigt: Von jedem Team zählten nur die Punkte des zweit- und drittplatzierten. Wer am besten flog sollte seinen TeamkollegInnen nicht davonfliegen, sondern in ihrer Nähe bleiben und ihnen eine günstige Routenwahl vorzeigen, ihnen zeigen wo die beste Thermik und die effizienteste Flugspur zu finden war.

2An beiden Veranstaltungstagen herrschte wahrlich Kaiserwetter. Außerdem – was für diese Jahreszeit absolut nicht selbstverständlich ist – ging es in der Thermik ordentlich nach oben. Am Samstag waren die Bedingungen durchaus “sportlich”, das heißt turbulent. Solche Bedingungen verlangen den PilotInnen viel Geschick und gutes Reaktionsvermögen ab, vor allem aber auch verantwortliches Handeln und entsprechende Vorsicht.

Am Abend wurden beim Tunzendorfer Wirt die Sieger der verschiedenen über das Jahr gelaufenen Gleitschirm-Wertungen geehrt. Anschließend Party in der Disco – und am nächsten Tag sollte man trotzdem fit sein für den zweiten Task.

Der Sonntag überraschte mit einer zunächst sehr uneindeutigen Windsituation. Das Tasksetter-Komitee, das die zu fliegende Strecke festlegt, wurde auf eine harte Probe gestellt: So hieß es erst einmal abwarten wie sich der Wind entwickeln würde. Die Geduld der TeilnehmerInnen wurde belohnt. Der Flug, zu dem sich wohl die meisten mit gemischten Gefühlen in die Luft begeben hatten, entpuppte sich als wahrer Genussflug. Wenn auch die Querung des Ennstals dann doch für etliche das vorzeitige Ende des Fluges bedeutete.
Wer es nicht ins Ziel schafft ist trotzdem nicht umsonst geflogen, sondern bekommt Punkte für die Kilometer die er zurückgelegt hat. Nicht im Ziel gelandete Piloten wurden mit eigens organisierten Rückholer-Bussen zügig wieder zurück nach Moosheim zum Veranstaltungsgelände der Flugschule gebracht.

Die geflogene Strecke und auch die Zeit werden mit GPS-Geräten aufgezeichnet. Die anschließende Auswertung sollte heutzutage online funktionieren und auf Knopfdruck erledigt sein. Da hinkt die Technik leider den Erwartungen hinterher und so gab es wieder einmal viel Mühe und Kopfzerbrechen für die Auswerter rund um Dr. Bernd Humpl.

Nach insgesamt 70km in den Lüften des oberen Ennstals standen die Sieger fest:
Den 1. Platz sicherte sich die Mannschaft von Ikarus Abtenau, gefolgt von den Golden Eagles Zillertal auf Platz 2. Das Podium komplett machten schließlich die Wildkogelfalken.
1
Neben den Stockerlplätzen warteten auch Sachpreise auf die bei der Siegerehrung anwesenden TeilnehmerInnen.

Einen solchen Großbewerb erfolgreich auszurichten war nur durch die gemeinsame Anstrengung der drei befreundeten Ennstaler Gleitschirm-Vereine Skyclub-Austria (Flug- und Bewerbsgelände), Mojo (Organisation und Auswertung) sowie Stoderspatzerl (Verpflegung und Rahmenprogramm) möglich.

Fotos der Meisterschaft der Vereine und der Siegerehrung Liga und XContest

Österreichische Meisterschaft der Vereine wird am 24./25.9. ausgetragen!

Schönsten Sonnenschein mit guter Aussicht auf frühherbstliche Thermik sollte uns das kommende Wochenende im Ennstal bescheren. Mit unseren ausgeschriebenen Startplätzen haben wir auch gute Alternativen, falls der Nordwind am Stoderzinken für eine sichere Bewerbsfliegerei zu stark werden sollte.
Somit können wir freudig verkünden: Die ÖMdV findet am 24. & 25.9.16 statt! Treffpunkt ist im Race-Office bei der Flugschule Skyclub Austria in Moosheim.
Infos, Teilnahmebedingungen und Registrierung siehe: http://www.livetrack24.com/events/omdv2016/de

ÖMdV 1026

Hinweis: Wer das Nenngeld bis gestern noch nicht überwiesen hat, soll dieses einfach bei der Vorort-Registrierung in bar bezahlen. Online-Banking braucht halt mind. 1 Werktag…
Bestätigungen werden natürlich ausgegeben.

Wir freuen uns auf einen fantastischen Saisonabschluss mit euch!

ÖMdV 2016: Erinnerung zu Lizenzen und Polizzen

Deutsch? -> unten!
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Dear International Pilots!

The weather forecast seems to allow our final paragliding comp this year in the beautiful Enns valley.
Please be reminded that you will have to bring proof of the following licences & waivers on local pilots registration:
valid
– fyling license
– liability insurance
– rescue insurance for salvage costs INCLUDING HELICOPTER TRANSPORT
where your name is clearly visible – either the ORIGINAL Document or by PHOTO of it.

Pilots not showing all these 3 proofs will NOT be allowed to the competition!
Austrian paragliding comp rules apply.

Also: If not yet done, please download the livetrack24 app and register there. It’s free! We need it for comp scoring…

The final decision for holding the event will be made as usual on Friday noon.
Don’t forget: no matter which weather, you can cheer your fellow Austrian Champions of the whole Paragliding-Season on Saturday’s prize-giving ceremony and big party!

Looking forward to welcoming you this weekend at the foot mighty Stoderzinken,

Lex Robé
(for the Comp-Organization)

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Hallo PilotInnen!

Die Wettervorhersage für das kommende Wochenende scheint sich zu stabilisieren und wir schauen sehr optimistisch der Austragung unseres Saison-Abschlussbewerbs entgegen!
Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass bei der Vorort-Registrierung folgende Nachweise im Original oder als Foto nachzuweisen sind:
gültige:
– Fluglizenz
– Haftpflichtversicherungsnachweis
– Bergekostenversicherungsnachweis

Für Listung in der Wertungskategorie “österr. Vereinsmeister” zusätzlich:
– FAI Sportlizenz (Aeroclub)

Teilnahmewillige ohne Nachweis werden NICHT zum Bewerb zugelassen! Im Übrigen gilt die Wettbewerbsordnung der österr. Gleitschirm-Liga.

Falls noch nicht geschehen, bitte ebenfalls im Vorfeld die App LIVETRACK24 auf eure GPS-Smartphones laden und einen Account anlegen. Ist gratis!
Die finale Entscheidung über Durchführung erfolgt wie immer Freitag Mittag. Egal wie: die Siegerehrung der Liga- und XC-Gewinner findet in jedem Fall am Samsag statt!

Auf einen grandiosen Saisonabschluss im Ennstal!

Lex Robé
(für die ÖMdV-Organisation 2016)

Österreichische Meisterschaft der Vereine am 24./25.9.

UPDATE: Meisterschaft der Vereine und Siegerehrung (Liga, Newcomer Klasse, XContest Austria) auf 24. u. 25. September verschoben!!!

Für kommendes Wochenende steht mit der Österr. Meisterschaft der Vereine der fulminante Schlusspunkt der Bewerbssaison 2016 ins Haus.
Von 24.-25.9.16 laden die Gleitschirm-Vereine Skyclub, Mojo und Stoderspatzerl erstmals zum Stoderzinken im schönen Ennstal ein, um dort die beste Gleitschirm-Mannschaft Österreichs zu küren.
Bei diesem geselligen Bewerbsformat steht noch mehr als sonst der Spaß im Vordergrund: So lassen wir den Bestplatzierten eines Teams gleich mal unberücksichtigt – es zählen nur die Punkte des Zweit- und Drittplatzierten! Teamwork ist also angesagt, um seine Vereinsmates ebenso schnell ins Ziel zu bringen!
OEMdV

Novum 2016:
Für alljene, die in ihrem Verein nicht genug Anhänger finden um eine Mannschaft zu stellen, gibt’s diesmal eine Premiere: Es kann sich auch jeder Solo-Flieger anmelden – egal, ob in einem Verein oder gar aus dem Ausland. Diese Piloten werden dann vorort zu “Allstar-Teams” zusammengelost. Diese Teams können sogar den Bewerb und Pokale gewinnen (Overall-Klasse). Der Titel “Österr. Vereinsmeister” – und damit die heißbegehrten Meisterschafts-Medaillen – kann aber nur von “echten” Aeroclub-Vereinen erobert werden…

Im Zuge des Bewerbes wird am Samstag-Abend das Liga-Gremium zusammentreffen, um im Anschluss an die JHV die Gesamtsieger der Wettbewerbs- und Streckenfliegerei zu krönen. Für die alljährlich legendäre Party im Anschluss haben wir gleich den gesamten Discobereich des Tunzendorfer Wirts zur Verfügung!

Weitere Bewerbsinfos und Anmeldung unter http://www.livetrack24.com/events/omdv2016/de
Ersatztermin bei Schlechtwetter ist 24.-25.9.16. Die Durchführungsentscheidung wird spätestens am Freitag 16.9 um 12 Uhr hier bzw. auf Facebook, Livetrack24.com und per Mail an alle Angemeldeten bekanntgegeben.

Wir ersuchen dringend, euch im Vorfeld online anzumelden, sofern ihr plant bei Flugwetter tatsächlich teilzunehmen bzw. euch wieder abzumelden, falls es sich doch nicht ausgehen sollte – eMail genügt…
Dies ist bei uns deshalb besonders erforderlich, da wir den Auftransport per Bus organiseren müssen und euch Unannehmlichkeiten (Auffahrt mit Eigen-PKW) ersparen wollen.
Die Anmeldung ist kostenlos!

Bericht vom PWC in Frankreich 

Resultate

Livetracking

BERICHT 5
Von wegen Schluss am Freitag. Tatsächlich tat sich am heutigen Samstag in den Vormittags- und frühen Nachmittagsstunden ein fliegbares Fenster auf, das der Veranstalter denn auch flott nutzte: Rauf auf den Berg und 59 Kilometer angesetzt. Leider war das Fenster dann nicht ganz soooo weit offen, wie erhofft. Die Piloten waren vielleicht eine halbe Stunde unterwegs, da baute es rundherum bereits ordentlich auf. Letztlich machte der Regen der Sache dann vorzeitig ein Ende: Task gecancelt.

Alex schließt diesen PWC mit Rang 18 ab. Dass er sich eine bessere Platzierung gewünscht hätte, wird jetzt wohl keinen überraschen, sein Resümee fällt dennoch positiv aus: „Wir hatten schöne Flüge und jeden Tag sonniges Wetter in einem tollen Gebiet. Was will man mehr?“

Gewonnen hat den Weltcup übrigens der Franzose Maxime Pinot, gefolgt von Felix Rodriguez Fernandez. Und wer jetzt noch wissen möchte, was Ozons jüngstes Baby Zenon wirklich kann, der möge sich die Ergebnisliste mit der Platzierung von Luc Armand anschauen. Halleluja, das Teil fliegt!

Damit verabschieden wir uns aus St. André.
Elisabeth und Alex

BERICHT 4
Und weiter geht’s mit Task 4 beim PWC in St. André:
Der Tag begann mit lautem Krach über (nicht: in) unserem Quartier. Zwei Kampfflugzeuge waren im Tiefflug über St. André hinweggedonnert, dass es nur so gescheppert hat. Wobei „Tiefflug“ fast eine Untertreibung war, glaubt man jenen, die das Spektakel am Landeplatz beobachtet haben. Ich gebe das Berichtete mal so wieder: Die Wahrscheinlichkeit, als Paragleiter den Downwash einer Mirage (oder fliegen die jetzt auch Eurofighter?) abzukriegen, war anscheinend gering, weil man die Dinger ohnehin unter sich hatte. Angeblich sind die Teile nämlich höchstens 100 Meter über dem Boden dahingekracht.

Jetzt aber zum dritten und wie es wetterbedingt aussieht auch letzten Task. Wie ihr am livetracking sicher gesehen habt, waren 102 Kilometer zu fliegen. Die Bedingungen des heutigen Tages dürften die angenehmsten der Woche gewesen sein, zumindest was die Turbulenzen angeht. Für Alex lief es am Anfang recht gut, er war vorn dabei und konnte sich in seinem Pulk auch bis ins Goal gut positionieren. Blöderweise hat sich ein zweiter Pulk von hinten über eine andere Routenwahl vorbeigeschlichen, um dann heimlich vor Alex und seinen Kollegen ins Ziel zu fliegen. Für den heutigen Task bedeutet das für Alex – vorerst – Platz 32.

Mal schauen, ob morgen noch was drin ist. Angeblich soll Regen kommen.
Elisabeth

BERICHT 3
Erst mal noch was zu gestern: Den Fight des Tages lieferte der norwegische Pilot Marius Teie. Er kämpfte bis zur Task-Deadline um 19.00 Uhr und hat damit rund sieben Stunden lang alles gegeben, um ins Ziel zu kommen. Die kürzeste Distanz zur Speed-Section betrug 225 Meter! Hut ab. Finde, der hätte sich das Goal schon allein für diesen Kampfgeist verdient.
Jetzt aber zum heutigen Tag: Der Windsack flatterte am Startplatz schon 10.00Uhr morgens ziemlich bewegt herum. Und wer St. Andre kennt, weiß: Besser wird das nimmer! Um nicht in die Superstarkwind- oder Garnichtstart-Phase zu kommen, bin ich deshalb ausnahmsweise vor den Wettkampfpiloten raus. Die hatten einen 70-km-Task als Aufgabe mit „Landeplatz 07“, also einem Landeplatz weit, weit weg von dem Konfetti-Dings in St. André, was ja auch schon einiges über die Bedingungen aussagt, mit welchen die Tasksetter rechneten.
So kam’s dann auch. Was meinen Flug angeht: Viel Vorwärtsfahrt war zumindest für mich an einigen Stellen nicht mehr drin. Bei den PWC-Piloten (wenn man Weltcup-Pilot abkürzt, schaut das voll doof aus, komm ich grad drauf, deshalb: PWC) schaute es zwar etwas besser aus, aber doch nicht so gut, dass man von einem sicheren Durchgang hätte reden können. Weshalb der Task dann gecancelt wurde, ehe überhaupt das Startfenster aufgegangen war.
So und für alle, die bis hierher so brav mein Geschreibsel gelesen haben, kommt jetzt die wirklich relevante Information. Wie gut geht der Zeno? Also: 1 km/h schneller als Enzo 2, stabiler und dazu mit besserem Gleiten bei V-max, weil weniger Leinenmeter. Bei St.-André-Bedingungen ideal, möglicherweise bei schwachen Bedingungen im Flachland nicht ganz beim Enzo 2 dabei. (Quelle: Luc Armand).
Das wär’s für heute.
Elisabeth

BERICHT 2
Das wahre Ausmaß der gestrigen Turbulenzen bekam man ja erst heute am Startplatz so richtig mit. Selbst unter Berücksichtigung dessen, dass die G’schichteln nicht weniger dramatisch werden, bloß weil der Erzähler einmal drüber geschlafen hat, bleibt noch genügend übrig. Ein Pilot zum Beispiel konnte seinen Spiralsturz nur stoppen, indem er die Bremse so oft um die Hand gewickelt und so massiv an der Steuerleine gezogen hat, dass die Hand am nächsten Tag voll angeschwollen war! Krass, oder?
Aber das war gestern. Heute war’s gut. So nach zwei Stunden machten sich zwar ziemlich deftige Abschattungen breit, dennoch war es labil genug für gute Thermik. Alles in allem war’s bei diesem Task – abgesehen von zwei, drei knackigen Stellen – immerhin so safe, dass auch für die Landung der offizielle Landeplatz direkt in St. André benutzt wurde. Also der Landeplatz, der gestern nicht angeflogen wurde, weil da mehrere lokale Windsysteme gerne miteinander Party machen und Gleitschirmfliegern dann bei starkwindigen Bedingungen nur noch die Rolle des Konfettis zukommt. Doch wie gesagt: Das war gestern. Heute schöner Flug und sichere Landungen.
Für Alex lief es bei dem 115-k-Task ganz gut, er kam mit dem ersten Hauptfeld auf Platz 16 ins Ziel. Danke fürs Daumendrücken und bitte weitermachen.
Was vielleicht den einen oder anderen wettkampfinteressierten Piloten interessiert: Luc Armand fliegt in diesem PWC einen Zeno und führt damit immer wieder den Spitzenpulk an!
Bis dann.
Elisabeth

 

BERICHT 1
Nachdem zwei Tage lang mistral-bedingt an Wettkampffliegen nicht zu denken war, ging es heute endlich mit dem ersten Durchgang los. St. Andre les alpes – das weckt natürlich Erinnerungen an 2012, als das österreichische Team den EM-Titel holte. Tja, die Teamwertung können wir bei diesem Bewerb schon mal abhaken. Weil Team Austria nämlich nur aus einem Piloten besteht: Alex Schalber. Der flog beim heutigen 80-Kilometer-Task als 15. ins Ziel, aber das habt ihr auf livetracking.com wahrscheinlich eh schon gesehen. Nicht gesehen habt ihr dort freilich die Start- und Landebedingungen. Also erstere waren provence-typisch starkwindig, am Startplatz ging’s ordentlich zur Sache, manche schossen wie die Sektkorken senkrecht nach oben. Noch ärger war’s am Landeplatz. Starke Thermik und kräftige Windböen sorgten für ziemlich turbulente Landeanflüge, so mancher Pilot kam rückwarts fliegend am Boden an. Und der Flug dazwischen? Da reichten die Bewertungen von “schön” über “echt unangenehm” bis zu “eigentlich schon über der Grenze”. Wobei die positiven Bewertungen in der Minderheit waren (ich hab eigentlich nur einen Piloten gehört, der die Bedingungen gut fand).
So, das war’s. Bitte in den nächsten Tagen Daumen drücken für “Team Austria”!

Elisabeth (die bei diesem Bewerbung frech die Berichterstattung an sich gerissen hat)

PS: Foto gibt’s heute keines, ich hatte alle Hände voll zu tun, zig Piloten Starthilfe zu geben… Daher hier ein altes Foto.

Berichte von Europameisterschaft Mazedonien 2016

Unsere Jungs waren Mitte August für 12 Tage in Mazedonien – genauer gesagt in Krushevo – und kämpften um den Europameistertitel.

Viele von uns haben ihre Facebook-Nachrichten laufend verfolgt und auch über Livetracking den einen oder anderen Task mitverfolgt. Leider hat die Zeit bis dato noch nicht gereicht, das wir auch einen ausführlichen Bericht zu lesen bekommen, der wird sicherlich mit der nächsten Skyrevue nachgereicht.

Das Nationalteam stellte sich wie folgt zusammen:

  • Alex Schalber
  • Armin Eder
  • Christoph Eder
  • Simon Arnold
  • Thomas Berger
  • Thomas Brandlehner
  • Teamleader: Peter Brandlehner

Das Fluggebiet in Mazedonien kannten viele unserer Jungs schon vom Weltcup. Eine Kombination aus Bergen und Flachland, fliegerisch äußerst anspruchsvoll. Nicht unbedingt von den Flugbedingungen, sonder eher von den vielen taktischen Entscheidungen, die zu treffen sind.

In Summe konnten 9 von 10 möglichen Tasks geflogen werden (!). Das Teilnehmerfeld war enorm stark, jeder noch so kleine Fehler wurde sofort bestraft. Die Leistungsdichte liegt enorm eng beisammen, dass war in den vielen knappen Zieleinläufen immer wieder zu sehen. Meist kamen 30-50 Piloten innerhalb von 1-3 Minuten ins Ziel.

Leider haben die Österreicher gleich beim Ersten Task ordentlich ausgelassen, mit Alex Schalber erreichte nur ein Österreicher das Ziel. Da immer die zwei besten Piloten gewertet werden und jeden Tag rund die Hälfte des Felds ins Ziel kam, war dieser Rückstand nicht mehr aufzuholen. Am Ende erreichte Österreich den 9. Rang. Der Sieg ging an Frankreich, gefolgt von Deutschland und Italien.

Auch in der Einzelwertung räumten die Franzosen ab. Den Sieg holte sich sehr überlegen Honorin Hamard. Neben ihm standen Joachim Oberhauser (2. Italien) und Xevi Bonet (3. Spanien) am Podest. Bester Österreicher wurde Alex Schalber auf Platz 10.

Bei den Damen waren überhaupt gleich zwei Französinnen an vorderster Stelle: Den Sieg holte sich Seiko Fukuoka vor Laurie Genovese und Klaudia Bulgakow (3. Polen).

Ergebnisse