PWC Gemona 2018

Vom 23.-30. Juni findet in Gemona der PWC Italien statt. Österreich wird mit 7 Piloten vertreten sein, in diesem Blog wird jeden Tag von ihren Erlebnissen berichtet!

Auf folgenden Seiten findet Ihr viele Infos, Fotos, Videos, Ergebnisse usw.:
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4. Durchgang Samstag 30.06.

Nach den 3 Rasttagen frohlockte der Samstag die bestens ausgeruhten Gemüter endlich wieder mit anständigem Flugwetter – und wie! Bei leichtem SSW-Wind herrschten an der Grenze zwischen Berg- und Flachland optimale Bedingungen für ein schnelles Rennen. 95km galt es zur Hälfte entlang der Berge, sowie im Flachland zu absolvieren. Eigentlich Top-Bedingungen für unseren Simon, der jedoch an diesem Rennen aufgrund privater Verpflichtungen nicht teilnehmen konnte. So lag es an den verbliebenen Österreichern Alex, Armin, Chris, Heli, Tom und Lex die Ehre der Österreicher hoch zu halten.
Diesmal war es besonders wichtig, gleich von Beginn an ganz vorne zu sein, denn die ersten 25km wurde kein einziges Mal gekurbelt! Nur Vollgas von Start bis zur Talquerung über den Tagliamento. Wer das Beschleunigerbegrenzungsband nicht permanent auf Überdehnung hielt, wurde sofort nach hinten durchgereicht – und bekam somit weniger Leading Points, ohne Chance diese wieder aufzuholen. Dieser Flugstil forderte bereits die ersten prominenten Punkteopfer. Ein Spiel, das unsere slowenischen Nachbarn auf “ihrer” Ridge perfekt beherrschten. So zeigte allen voran Tilen Ceglar auf seinem 777 RFC, was Effizienz bedeutet, dicht gefolgt von seinem Landsmann Primoz Susa und natürlich den üblichen Verdächtigen wie z.B. Honorin Hamard, Luc Armant & Steph Morgenthaler.
Erst vor der Querung über den Tagliamento wurde der Grat bekurbelt und etwas überhöht, bevor es südwestlich von Gemona eine ebenfalls thermisch hochaktive Ridge entlang zum westlichsten Wendepunkt ging.
Lex hatte bis dorthin wieder halbwegs Anschluss gefunden, flog zwar lang ohne zu kurbeln, nahm dadurch aber leider einen Umweg in Kauf, sodass er sich beim Retourfliegenen erst wieder im Hauptpulk befand.
Bis zur Retourquerung über den Tagliamento hatte sich auch Armin wieder gut vorgearbeitet. So konnten wir alle ungefähr zur selben Zeit mit ähnlicher Höhe den Abstecher raus ins Flache wagen. Einzig Heli bevorzugte mit Jost Napret die Linie über die Berge, die letztendlich aber die langsamere war. Verleitet durch den fehlenden – weil offensichtlich bereits im Wochenende befindlichen – Fabriksbart traute er den noch stabil anmutenden Bedingungen im Flachland nicht. Aber nach dem ersten noch schwächeren Bart weiter östlich der Fabrik begannen die Bärte mit 2-4m/s integriert zu ziehen – ausreichend stark für die direkte Linie.
Im Flachen wurden trotz guter Höhen teils beachtliche Umwege in Kauf genommen, um nur ja entlang von tragenden Linien zu bleiben und keinesfalls in blauen Löchern Richtung Boden zu fallen.
Der Endanflug selbst wurde nur von Tom & Armin super getimt: Beide haben darauf vertraut, den EndOfSpeed-Sektor mit geringer Höhe zu nehmen, um dann nochmal aufzudrehen und sicher ins Ziel zu fliegen. Die Rechnung ging auf und so konnte Tom als schnellster Österreicher den Task beenden. Aufgrund höherer Leading Points war Lex mit Platz 36 jedoch bester Österreicher.

Ein GRANDIOSER Abschlusstask des hochkarätigsten Weltcup-Bewerbs des Jahres!

ERGEBNISSE

Fotos von Lex: LINK

Fotos vom PWC: LINK

Video von Volo Libero Friuli:

 


4-6 Tag, also Mittwoch bis Freitag wegen starkem Nordwind bzw. Regen cancelled

Videos von Philippe:


3. Durchgang Dienstag 26.06.

Eine leichte Nordlage hat den Veranstalter dazu veranlasst, den Startplatz Meduno zu wählen. Oben angekommen, wurden wir von der österreichischen Prominenz begrüßt – unser Staatsmeister Michael Sommerauer kam nach Meduno, um mit uns den Durchgang zu fliegen. Über 100 km waren heute zu absolvieren. Mit hoher Basis im Flachland sowie an den Hügeln war ein schnelles Vorankommen so manchen am Anfang möglich. So mancher von uns hatte heute die falsche Taktik gewählt. Simons Taktik, schnell und tief zu fliegen, wurde ihm wieder einmal zum Verhängnis – er musste frühzeitig landen gehen. Trotzdem war es wieder einmal ein Genuss, in diesem schönen Gebiet mit unseren Rennmaschinen herumzuheizen.

ERGEBNISSE

Fotos von Lex: LINK

Fotos vom PWC: LINK

Videos von Philippe:
Teil 1 mit charmantem Interviewpartner ab 3:10 Min 😉

Teil 2:

Video von Volo Libero Friuli:

 


2. Durchgang Montag 25.06.

Da es heute in der früh noch etwas geregnet hatte, kutschierten uns die Busse etwas später auf den Start. Nach langem Warten am nebelverhangenem Startplatz, durften wir einen Durchgang von etwas über 50 km fliegen. Die Aufgabe war wie gestern im Flachland gesetzt. Gleich wie am ersten Tag klebte das gesamte Teilnehmerfeld vom Start weg in jeder Thermik zusammen. Kein Platz für Fehler waren erlaubt – nur wer die Aufwinde bestens zentrierte, und die beste Spur erwischte, konnte sich wieder am  Ende bei den Ersten in der Ergebnisliste finden-eigentlich alles wie immer.

Die österreichischen Piloten wären heute ganz vorne dabei gewesen, jedoch hatte jeder so seine Tücken. Alex zum Beispiel riss sich beim Start eine Bremsgalerie aus, wäre das nicht passiert, hätte er laut eigenen Angaben den Durchgang sicher gewonnen.

ERGEBNISSE

Fotos von Lex: LINK

Fotos vom PWC: LINK

Video von Philippe Broers:

Video von Volo Libero Friuli:

 


1. Durchgang Sonntag 24.06.

Morgens wurden wir nicht durch Sonnenstrahlen geweckt, sondern von den Güterzügen, die an unserem Campingplatz vorbeidonnerten. Nichts desto trotz waren wir froh, früh munter zu sein, denn die Organisation hatte bereits um 8 Uhr Früh die Auffahrt geplant, um uns recht zügig auf den Startberg zu transportieren. Von dort konnte beobachtet werden, wie sich die Wolken nach und nach lichteten und dann die Sonne hervorkam. Während die Freiflieger erste Thermiken am Hang genossen, tippten wir eine Aufgabe von etwa 60 km in unsere Fluginstrumente ein. Vorgegeben war eine Zick Zack Route im friaulischen Flachland etwas südlich von Gemona. Bereits beim Start bemerkte man die hohe Pilotenqualität, denn (fast) alle Teilnehmer zwängten sich einige Minuten vor dem Luftstart auf engstem Raum zusammen an die Wolkenuntergrenze, um sich bestens zu positionieren. Der gesamte Pulk klebte bis zum Erreichen der “End of Speed” Flügel an Flügel zusammen. Innerhalb weniger Minuten trudelte ein Spitzenpulk von 50 Leuten ein.

Leider hatten wir heute kein Livetracking für unsere Zuschauer zu Hause. Hoffentlich funktioniert es morgen.

Das österreichische Team: v.l. Christian Amon, Alexander Schalber, (Stefan Bernhard – GER), Thomas Brandlehner, Lex Robé, Heli Eichholzer, Armin Eder, Simon Arnold

ERGEBNISSE

Fotos von Lex: LINK

Fotos von PWC: LINK

Video von Lex von Task 1:

Videos von Philippe Broers:

 

Video von Volo Libero Friuli von Task 1:

 

Bericht vom Alpen Cup in Slowenien 17.-20.05.2018

Samstag, 19.05. Siegerehrung

Der Veranstalter entschied den Sonntag auf Grund des prognostizierten Bora mit 50km/h in 1500m vorzeitig zu cancellen. So konnte auch gleich die Siegerehrung stattfinden – mit großen Erfolg für uns Österreicher 🙂 Gratulation Euch allen!

Overall:

  1. Joachim Oberhauser (ITA)
  2. Helmut Eichholzer (AUT)
  3. Jonas Böttcher (GER)

Ergebnisliste Overall

 

 

Damen:

  1. Yvonne Dathe (GER)
  2. Ewa Korneluk (GER)
  3. Eli Egger (AUT)

Ergebnisliste Damen

 

 

 

 

Sport: (bis EN-C)

  1. Michael Miserok (GER)
  2. Timotej Majdič (SLO)
  3. Gerald Gold (AUT)

Ergebnisliste Sport

 

 

Am Abend gab es noch Polenta, Pivo und Slibowitz, manch einer feierte sogar bis in die frühen Morgenstunden 😉 Somit war der 5e Alpen Cup ein Bewerb mit nur leider einem geflogenen Task, aber vielen genialen Leuten, neuen Freundschaften und jede Menge Spaß! Wir freuen uns jedenfalls wieder einmal bei einem Bewerb in Slowenien teilzunehmen, beim nächsten Mal aber bitte mit Hammerwetter 😉


Samstag, 19.05. 41,9km cancelled vor Start wegen Regen

Am Samstag starteten wir voller Hoffnung früh morgens auf den Kobala, bis wir alle oben waren dauerte es jedoch ca. bis 11 Uhr. Der geplante Task sollte uns vom Kobala Richtung Nova Gorica, Lijak und das Flachland führen um direkt zur Landewiese vom Lijak ins Goal zu fliegen. Beim Briefing schien das Wetter noch durchzuhalten, darum machten wir uns alle startbereit. Während die ersten schon in der Luft waren fing es jedoch wieder leicht zu nieseln an. Das Safety Komitee beschloss anschließend gleich den Task zu cancellen – sehr schade, am Lijak sah es zu dem Zeitpunkt perfekt fliegbar aus – tja wieder zu spät dran. Viele machten jedoch trotzdem noch einen kleinen Flug nach Tolmin mit ein wenig Talwindsoaren am lokalen Hügel. Fotos vom Adrenalin Paragliding Team.


Freitag, 18.05. 51,9km cancelled vor Start wegen Regen

Schon am Vortag entschied sich der Veranstalter es wieder am Lijak zu versuchen. Die Prognosen schauten vielversprechend aus. Ausgeschrieben wurden gute 50km quer durch das Flachland bzw. der vorgelagerten Ridge nahe dem Meer. Leider machte uns an dem Tag wieder der Regen einen Strich durch die Rechnung, so hieß es schon sehr bald “Window Closed”. Leider änderte sich nichts und wir mussten allesamt wieder ins Tal runterfahren. Kurz nachdem die letzten vom Berg runterkamen riss jedoch der Himmel wieder auf und der Veranstalter entschied sich uns wieder zum Startplatz zu kutschieren, eine etwas merkwürdige Entscheidung. Naja – wie sich am Startplatz herausstellte war dieses Wetterfenster auch wieder zu kurz und wir standen schon wieder im Regen. Das Taskboard wurde gleich mal zum Regenschirm umfunktioniert, zum Glück hatten einige in weiser Voraussicht schon das Landebier mitgenommen.. Abends gingen viele in die lokale Pizzeria um danach zum Camp Gabrje bei Tolmin zu fahren – schließlich werden wir morgen unser Glück am Kobala versuchen.


Donnerstag, 17.05. 41,5km gestoppt wegen Regen

Die Wetterprognosen veranlassten den Veranstalter dazu den ersten Bewerbstag rund um den Startberg Lijak zu veranstalten. Viele Piloten reisten deshalb am Vortag ins Zielgelände vom Lijak. Bereits in der Nacht zum Donnerstag gingen starke Regenschauer nieder, die bis in den späten Vormittag anhielten. Der Veranstalter ließ sich nicht davon abhalten das geplante Programm durchzuführen. Am Startplatz warteten wir dann, bis sich die hohe Schichtbewölkung verzog, bis es dann endlich immer sonniger wurde. Eine Aufgabe von etwas über 40 km stand auf dem Tagesprogramm. Perfekt. In der Früh glaubte niemand an einen Flug – der Veranstalter hatte Recht. Gleich nach dem Start wurden die Piloten mit starken Steigwerten an die Basis katapultiert. Die Startboje war im Flachland gesetzt. Zwei Optionen standen zu Verfügung: 1. Warten im Flachland bei schwachen Bedingungen, 2. Warten an der Ridge und dann zur Boje rausgleiten. Im Nachhinein wäre die zweite Option besser gewesen, da die Arbeitshöhe an der Ridge wesentlich höher und zuverlässiger gewesen wäre. Fast alle Piloten entschieden sich für die 1. Option was so manchem Piloten bei den ersten Kilometern zum Verhängnis wurde – Landung. Mit einem “Low-Safe” konnte sich der Spitzenpulk retten. Wer an dieser Stelle den Anschluss fand, konnte dann dem weiteren Streckenverlauf im Flachland folgen. So Mancher musste damit kämpfen nicht in die Wolken gezogen zu werden. Als dann die Ersten im Ziel waren, hat es zu regnen begonnen – “Task stopped”. Fazit: Österreicher – Vorne dabei!

Kommentare der österreichischen Spitzenpiloten:

Heli – “Ich bin nicht besonders gut geflogen, die Anderen waren jedoch schlechter”
Steff G. – “Suche Masöse-Haarfarbe egal”
Armin – “Oasch”
Christian – “Schirm ist nass”
Christoph – “Kein Kommentar”
Andi – “Seitensprung mit Folgen” (finanziell)
Rudi – “schöner Flug”
Michael – “fly High”
Herbert – “Nie wieder ohne AntiG”

Ergebnisliste Task 1 Overall
Ergebnisliste Task 1 Damen
Ergebnisliste Task 1 Sport

Die nächsten Tage erwarten wir etwas besseres Wetter. Fotos vom Adrenalin Paragliding Team.

 

Top Spot Hohe Salve Bericht

Sonntag, 25.03.2018

 

 

 

 

 

Wie prognostiziert, erwarteten wir heute Sonntag perfekte Flugbedingungen. Erste Streckenflieger konnten von der Hohen Salve bereits vor elf Uhr mit großer Höhe abfliegen. Der Start war heute ein Leckerbissen, denn die Meisten konnten die Startboje mit maximaler Höhe nehmen. Über die Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental führte der erste Schenkel in Richtung Steinplatte. Nach der Querung zum Wilden Kaiser splittete sich die erste Gruppe. Simon setzte sich ab, und konnte mit einigen Kilometern Vorsprung die Wende in Erpfendorf nehmen. Auf dem Schenkel Richtung Wörgl bretterten wir das Kaisergebirge entlang. Diejenigen die das Gaspedal bis zum Anschlag drückten, hatten einen entscheidenden Vorteil, denn nur wer die knackigen Bärte mit über 5 Meter kurbelte und die “schwachen Blubberer” durchflog, war am Schluss vorne dabei. Anspruchsvolle, starke Thermiken am Pölven ließen dann die Piloten mit genügend Höhe ins Ziel gleiten.

Die Wetterbedingungen waren herausragend-kein Talwind-starke Thermiken-(fast)kein Höhenwind-gute Basis-keine Überentwicklungen. Ein perfekter Sonntag.

Zum Schluss noch ein paar Zitate unserer Top-Piloten:

Rudi -“fulminantes Flugwetter verwöhnte die Gekommenen”

Marko -“einfach geil”

Tom B. -“falscher Task im GPS, flog nach Gefühl”

Herbert -“Ich war im Flow”

Ergebnisse Task 2
Gesamtergebnis

 

Samstag, 24.03.2018

 

 

 

 

 

 

Die Verschiebung hat leider viele Piloten davon abgehalten, das erste Ligatraining zu nutzen.
Dass ein Training zu Saisonbeginn notwendig ist, haben ein paar Piloten erfahren müssen. Herbert war zu früh im Startzylinder, Rudi versäumte die zweite Boje (03-188) um ca. 20 Meter, Tom war gar nur 4 Meter daneben. Nachdem das Training nicht zur Ligawertung zählt, ist das aber nicht tragisch.
Aufgrund der Verschiebung war auch kein Auswerter anwesend – die Flüge wurden von den Piloten selber hochgeladen – so sollte es idealerweise sein. Die Auswertung wurde dann “extern” gemacht.
Wie der Tag wirklich war, kann ich leider nicht sagen, aber es dürfte gut zu fliegen gewesen sein.
Manfred.

Ergebnisse Task 1

 

Paragliding World Cup Superfinal 2017 – Kolumbien

10. Durchgang 20.01.

Als letzten Durchgang wurde eine Zig-Zag Strecke von 93 km angesetzt. Die ersten Kilometer konnten schnell geflogen werden, bis sich schließlich die Sonne hinter den Wolken versteckte. Etwa 70 km standen noch vor uns – ohne Sonne. Mit viel Fingerspitzengefühl wurde jede Thermik ausgekurbelt. Als dann die Entscheidung vor uns stand, ob im Flachland oder in den Hügeln weitergeflogen werden sollte, entschied sich Simon für die etwas längere Hügelvariante, in der Hoffnung, dort noch ein paar Konvergenzen zu erwischen. Der Rest nahm sich das abgeschattete Flachland vor. Von der Flachlandgruppe kamen genau 6 Piloten ins Ziel. Leider waren die Konvergenzen in den Hügeln zu schwach, um sich in der Luft zu halten. Trotzdem war dies ein schöner Ausklang hier im sommerlichen Kolumbien.


9. Durchgang 19.01.

Heute hatten wir etwas mehr Wetterglück, denn bereits in der Früh hat es nicht wie gewohnt geregnet, sondern die ersten Sonnenstrahlen begleiteten uns auf dem Weg zum Frühstück. Dem Wetter entsprechend stand heute eine Aufgabe von 86 km “one way” Richtung Süden auf dem Tagesprogramm. Im Nachhinein betrachtet eine sehr gute Entscheidung des Taskkomitees, denn Richtung Norden hat es zeitweise geregnet. Der erste Teil der Route wurde über die westlichen Hügel des Valle di Cauca geflogen, wo sich der Hauptpulk mit guten Thermiken weiter auf dem Schenkel in Richtung der Sicherheitsboje vorkämpfte, die mitten im Flachland gesetzt wurde. Simon konnte sich dann mit etwa 20 Mitstreitern in Führungsposition bringen um dann über die östlichen Buckel in Richtung Ziel zu fliegen. Die letzen 20 km wurde es noch einmal kniffelig, als viele verzweifelt recht tief im Flachland eine Thermik suchten. Sich am Hang festgebissen konnte sich eine kleine Gruppe – darunter Simon – davonschwindeln und überholte die ganzen Tiefflieger. Kaum im Ziel angekommen, hat es wieder zu regnen begonnen.


8. Durchgang 18.01.

Nach den nächtlichen Regenfällen, die bis in den Vormittag anhielten, wurden wir wieder einmal auf den Startplatz gefahren. Oben angekommen, stand schon die Aufgabe fest: 60 km in-out-in. Bei diesem Durchgang hatte man zwei Optionen -entweder den großen Exit-Zylinder im Norden oder im Süden zu nehmen. Bereits vor dem Luftstart mussten einige Piloten ganz tief ums überleben ringen. Wie gewohnt war alles abgeschattet und viele haben sich gewundert, wie es ohne Sonne und dem vielen Wasser im Boden überhaupt möglich war, in der Luft zu bleiben. Pünktlich zum Start lichteten sich die hohen Wolkenfelder, so dass einem wunderbaren Durchgang nichts mehr im Weg stand. Simon konnte von Beginn an die Spitzengruppe anführen. Die Meisten entschieden sich dann für die Route in den Süden, da diese als logischer erschien, weil erstens dort nichts abgeschattet war und zweitens die Strecke etwas kürzer war. Mit maximaler Höhe wurde dann der Exit-Radius als einer der Ersten von Simon genommen. Auf dem Rückflug ins Ziel waren dann wieder große Flächen abgeschattet, was einen gemäßigt schnellen Flugstil erforderte. Kurz nach der ESS stand noch ein Aufwind, der Piloten, die etwas zu tief waren, auch noch ins Ziel brachte. Cirka 80 Leute kamen heute ins “Goal” – eine perfekt gesetzte Aufgabe, bei schwierigen Wetterbedingungen, denn in Roldanillo schüttet es schon wieder wie aus Kübeln.


7. Durchgang 17.01.

In der Früh hat es geregnet. Am Startplatz hat es geregnet. Briefing – 68 km Aufgabe von Nord nach Süd mit Landung in Zarzal. Als der Regen aufhörte erhob sich sogleich die Wolkenuntergrenze über den Startplatz. Viele hatten ihren Schirme noch im Rucksack und unter Plastikfolie verstaut, während das Startfenster geöffnet wurde. Hastig wurde die Ausrüstung bereit gemacht um das kurze Startfenster zu nützen. In den Startzylinder konnte mit maximaler Höhe über den Bergen eingeflogen werden. Auf dem Weg Richtung Norden hat sich die Sonne hinter den Wolken verkrochen, was ein Weiterkommen für manche unmöglich machte. Beim Rückflug über Roldanillo musste etwas langsamer geflogen werden, weil alle recht tief kamen und der Boden erst wieder erwärmt werden musste. An der südlichen Wende konnte mit zuverlässigen Aufwinden wieder eine vernünftige Arbeitshöhe erreicht werden. Mit der gewonnenen Höhe kam das Ziel in greifbare Nähe. Über Roldanillo gingen bereits starke Regenschauer nieder. Gut, dass wir auf der anderen Talseite unterwegs waren. Heute kamen über 70 Piloten ins Ziel. Leider musste Simon kurz vor der Linie zur Landung ansetzen. Vielleicht klappt es morgen mit einem Zieleinflug.


6. Durchgang 16.01.

Wieder einmal warteten wir am Startplatz bis sich die Wolken über uns erhoben um dann beim sonnigen Briefing eine Aufgabe von 66 km in unsere Fluginstrumente einzutippen. Während wir uns startbereit machten, zog es am Startplatz wieder zu, deshalb wurde die Startzeit um eine halbe Stunde verschoben, auf 12.30. Die Berge waren heute ziemlich abgeschattet, was Simon dazu veranlasste, den Start im sonnigen Flachland zu nehmen. Alle anderen entschieden sich dazu, den Startzylinder an den Hügeln zu nehmen. Ganz alleine im Flachland konnte er kurz vor dem Start etwas mehr Höhe gewinnen, als die Hauptgruppe in den Bergen. Am ersten Schenkel war man  im Flachland schneller als am Hangfuß, da eine gewaltige Wolkenstraße entlag der Route über den Zuckerrohrfeldern war. Als dann ein großer Teil des Flachlandes abgeschattet war, wechselte Simon auf ein paar Hügel, wo noch eine rettender Aufwind zu finden war. Ein paar mal einen großen Sender umrundend, konnte ein konstanter Aufwind zentriert werden, wo gleich der ganze Spitzenpulk einflog. Mit etwas mehr Höhe wurde dann das Flachland überquert, um den nächsten Zylinder im Nordosten des Tales zu nehmen. Auf dem Weg dorthin zogen dann große Wolkenfelder über uns, was die ganze Gruppe dazu zwang, jeden noch so kleinen Heber zu zentrieren. Mit schwachen Thermiken kämpften wir uns schließlich immer weiter. Für manche Piloten hieß es dann frühzeitig landen zu gehen, darunter auch Simon. Wieder einmal haben es einige ins Ziel geschafft. Gratulation.


Ruhetag 15.01.


5. Durchgang 14.01.

Die Wetterdienste prognostizieren, dass es etwas stabiler werden würde, als den Tag zuvor, deshalb entschied sich das Komitee für eine zig-zag Aufgabe von etwa 80 km im Nordosten des Tales. Der Startzylinder wurde so gesetzt, dass der optimale Punkt für den Start sich auf der anderen Talseite über Zarzal befand. Nun hieß es frühzeitig zu starten, um den Talsprung rechtzeitig zu schaffen. Eine Minute vor dem Start erreichten wir die Wolkenbasis um dann auf die Sekunde genau in die SSS zu gleiten. Auf dem Weg Richtung Norden hielt sich unsere Gruppe über den kleinen Hügeln im Flachland, wo bereits viele Vögel in den Thermiken kreisten. Eine andere Gruppe traf dann von östlicher Richtung mit ein paar hundert Höhenmetern mehr zu uns zu. Gut markierte Thermiken ließen uns dann kurz vor dem Endanflug zum Spitzenpulk aufschließen. Leider war nun die gesamte Strecke ins Ziel aufgrund von Überentwicklungen abgeschattet. Simon flog noch einmal etwas zurück, um die letzten Meter bis an die Wolkenuntergrenze noch auszudrehen. Nun lag eine sehr lange Gleitpassage vor uns und wir optimierten die Gleitleistung unserer Schirme, um möglichst weit zu kommen. Von oben konnte beobachtet werden, wie manche Piloten recht tief kamen und ihre Schirme in die 3m hohen Zuckerrohrfelder parkten. Als dann plötzlich die Sonne wieder zum Vorschein kam, war Simon leider zu tief, um die ersten rettenden Ablösungen zu nützen, um dann ins Ziel zu gleiten. Nach einem langen Fußmarsch kamen wir beim Einbruch der Dunkelheit an der Hauptstraße an, wo dann gleich ein Bus der Organisation kam und uns dann nach Hause kutschierte.


4. Durchgang 13.01. cancelled

Leider wurde das heutige Briefing am Startplatz von einem starken Regenschauer unterbrochen. Die Meisten haben es rechtzeitig geschafft, ihre Ausrüstung noch zusammenzupacken, um die Schirme rechtzeitig vor dem Regen in Sicherheit zu bringen. Nach einer halben Stunde hörten die Regenschauer endlich auf und das Briefing konnte fortgesetzt werden. Eine Aufgabe von 65 km sollte uns von Süd nach Nord durch das Flachland führen. Als das Briefing schließlich zu Ende war, setzte pünktlich zum window-open konstanter Rückenwind ein. Mehrmals musste die Startzeit verschoben werden, bis sich auf einmal die Windrichtung um 180 Grad wendete.  “The Window is open”, hatte die Startleiterin verkündet. Wie erwartet brach innerhalb kürzester Zeit ein furchtbares Chaos am Startplatz aus. Manche Piloten hatten nicht damit gerechnet, heute noch einen Durchgang zu fliegen, deshalb hatten einige ihre nassen Gleitschirme noch in ihrem Rucksack verstaut. Für das österreichische Team selbstverständlich kein Problem, denn Simon hatte sich schon in einer guten Position am Startplatz postiert, um als einer der Ersten in die Luft zu gehen. Einmal in der Luft, kam man ohne viel zu Kurbeln, bis an die Basis über den Bergen. Für den besten Ausgangspunkt  am Startzylinder, gab es heute mehrere Optionen:  entweder in den Bergen-die mit Regenschauern überzogen waren, über den Hügeln vor dem Flachland-wo bereits sehr dunkle Wolken darüber standen, oder im Flachland-wo noch ein paar Sonnenstrahlen den Boden erhitzten. Simon entschied sich für die letzte Option-was für ihn zum Verhängnis wurde-er stand noch vor dem eigentlichen Rennbeginn am Boden. Kurz vor dem Luftstart hatte sich über dem Startzylinder eine rießige CB gebildet, was die Organisatoren schließlich dazu veranlasste, den Durchgang abzubrechen. Vielleicht haben wir morgen mehr Wetterglück.


3. Durchgang 12.01.

Der Himmel war heute am Morgen mit einer Schichtbewölkung bedeckt und es hat geregnet, was manche Piloten bereits beim Frühstück nachdenklich gemacht hatte, ob überhaupt ein Durchgang geflogen werden konnte. Nichts desto trotz wurden wir auf den Startplatz kutschiert, der sich in der Basis befand. Während sich die Basis über den Startplatz erhob, tippten wir optimistisch einen Task von etwa 80 km ein. Ob dies heute fliegbar ist? 12.30 SSS. Wieder einmal hatten wir Wetterglück, und vor dem Start konnte man mit moderaten Steigwerten bis an die W0lkenuntergrenzen aufdrehen. Um die Strecke am Anfang richtung Norden zu meistern, mussten einige Kilometer ohne Sonne zurückgelegt werden, was man in Kolumbien nicht unbedingt braucht, um die Strecke abzufliegen. Auch ohne Sonnenstrahlen konnte der erste Schenkel auf den Hügeln zurückgelegt werden. Als dann die Route ins Flachland führte, ließ sich der Boden dann durch die Sonne erwärmen, um uns vernünftige Bärte zu liefern, um bis kurz vor dem Ziel mit guten Steigwerten voranzukommen. Leider war der Endanflug bereits total abgeschattet, was vielen Piloten, die zu tief in den Endanflug gingen, dazu veranlasst hatte, frühzeitig landen zu gehen. Für das österreichische Team ging sich heute ein Zieleinflug unter den Top 20 aus.


2. Durchgang 11.01.

Heute hat sich das Taskkomitee eine Strecke von 100 km ausgedacht. Der erste Schenkel führte den riesen Pulk über die Hügel Richtung Süden, wo sich die ganze Schar in zwei Gruppen teilte. Die Berggruppe konnte sich dabei gegenüber den Piloten die eher im Flachen flogen, einen Vorsprung von etwa 2 km herausholen. Um zur nächsten Boje zu kommen, mussten wir das Flachland überqueren, wo die Verfolgergruppe inklusive Simon mitten in der Ebene mit einem Hammerbart von etwa 7m wieder auf den Spitzenpulk aufholen konnte. Auf dem Weg Richtung Norden mussten wir die Luft einmal ganz kurz anhalten, als wir mit sehr wenig Höhe ein paar Hügel passierten, um uns in die nächste Thermik zu begeben. Alle Piloten schafften den Anschluss, um mit Vollgas ein paar Ausreißer wieder einzuholen. Faszinierend war als sich zum Schluss (fast) alle trafen, um gemeinsam in den Endanflug zu gehen. Simon konnte sich für den Endanflug mit maximaler Höhe an die Spitze setzen, was sich im Endergebnis als sehr gut herausstellte. Mehr als 40 Piloten erreichten innerhalb von einer Minute den ESS. Beeindruckend wie hoch die Leistungsdichte in diesem Bewerb ist.


1. Durchgang 10.01.

Der erste Durchgang wurde mit einer Strecke von etwas über 80 km angesetzt. Bis 12.30 hatten wir noch etwas über eine Stunde Zeit um im abeschatteten Startzylinder mit 120 anderen Piloten um die beste Startposition zu kurbeln. Ziemlich auffallend war, dass sich alle an die Regeln hielten und es relativ entspannt war mit den anderen in der Luft bis zum Start zu warten. Der erste Schenkel führte Richtung Norden die abgeschatteten Hügel entlang bis sich der Spitzenpulk in eine Ridge- und Flachlandgruppe teilte. Das österreichische Team entschied sich für die Flachlandroute was sich als bessere Entscheidung herausstellte. Im Flachland konnten die Ersten mit großflächigen Thermiken eine gute Arbeitshöhe erreichen um dann mit durchgedrücktem Gespedal von einem Wendepunkt zum anderen zu heizen. Bis zum Schluss war Simon in einer guten Position, jedoch erwieß sich eine vorausgesagte GZ ins Ziel von  8.0  als zu wenig, um mit einer guten Platzierung ins Ziel zu fliegen. Im Endanflug hatte man mit extrem sinkender Luftmasse zu kämpfen, was vielen einen Zieleinflug vermasselte. Es war trotzdem ein cooler Durchgang. Hoffen wir, dass sich die nächsten Tage bessere Platzierungen für das österreichische Team ausgehen.


Eröffnungstag/Trainingstag 09.01.

Nach einem langen hin- und her entschieden wir uns, heute nicht auf den Startplatz zu fahren. Grund dafür war, dass heute Mittag ziemlich viel Niederschlag vorhergesagt wurde. Die Wetterdienste trafen fast zu-gegen 16.00 zogen ein paar Regenschauer durch. Heute beschäftigten sich viele Piloten damit, ihre Ausrüstung nochmals durchzuchecken, um für den morgigen Wettbewerbsstart bestens gerüstet zu sein.

Die Eröffnungszeremonie wurde beinahe vom Regen verwaschen, jedoch war das Wetter dann doch wieder freundlich zu uns und wir durften zwischen hunderten von jubelnden Fans in das Stadion einziehen.

Ab morgen, also dem 10.01. kann man in europäischer Zeit ab ca. 17.00-18.00 das Livetracking verfolgen.
( http://pwca.org/) Die perfekte Zeit also, um den Bewerb zuhause auf der Couch zu genießen.


 Dritter inoffizieller Trainingstag 08.01.

Wie die letzten Tage trainierten wir bei traumhaften Bedingungen eine Zick-Zack Strecke von ca. 80 km. Der erste Schenkel der Strecke führte uns über das hügelige Vorland des Valle di Cauca, wo wir mit starken Thermiken bis an die Basen katapultiert wurden. Am Flachlandschenkel mussten sich einige Piloten damit abfinden, aufgrund fehlender Aufwinde, den Heimweg am Boden fortsetzen zu müssen. Manche Piloten hatten jedoch noch die Trainingsläufe der vergangenen Tage intus und flogen mit erhöhter Vorsicht durch das Flachland – mit Erfolg. Die Route wurde im Fussballstadion von Roldanillo, wo wir bereits von ein paar Fans begrüßt wurden, beendet.


Zweiter inoffizieller Trainingstag 07.01.

Heute wurden wir mit ein paar Regentropfen und einer tiefen Basis am Startplatz begrüßt. Eigentlich durfte an diesem Startplatz wegen eines lokalen Wettbewerbes heute nicht gestartet werden. Aufgrund nicht vorhandener Thermik kam uns jedoch der Veranstalter entgegen und gab den Startplatz, auf dem bereits schöner Aufwind herrschte kurzfristig frei.
In der Luft erwarteten wir bereits Bärte um die 3m. Unsere Route führte ins Flachland mit einer “out-and return” Strecke von etwa 50 km.
Das heutige Trainingsziel bestand darin, immer ganz tief weiterzufliegen, um dann gnadenlos 3 km vor dem Ziel am Boden zu stehen. Trainingsziel erreicht. In den kommenden Trainingstagen werden wir wohl das Augenmerk darauf legen, die vorhandenen Wolkenstrassen auszunützen, sowie die schönen 4m Bärte bis an die Wolkenuntergrenzen auszudrehen. Der erste Durchgang findet nicht wie von mir vermutet am Montag statt, sondern erst am Mittwoch. Bis dahin haben wir sicher noch genug Zeit, um uns optimal auf die kolumbianischen Thermikbedingungen einzustellen.


Erster inoffizieller Trainingstag / Ankunft 06.01.

Während in Österreich noch mit Minusgraden gefeilscht wird, findet unter hochsommerlichen Temperaturen das Superfinale in Kolumbien statt.
Beim Superfinale wird schlussendlich entschieden, wer den Gesamtweltcup gewinnen wird. Die besten Piloten der vergangenen Weltcupsaison 2017 werden in 11 geplanten Durchgängen im kolumbianischen Top-Fluggebiet rund um den Ort Roldanillo, wo bereits mehrere internationale Rennen stattgefunden haben, sich um den Sieg ringen.

Der erste Durchgang findet am Montag Mittwoch statt – bis dahin werden wir unsere Flugmaschinen noch an die “tropischen” Temperaturen gewöhnen müssen….

Die Pilotenlisten, das Livetracking sowie viele weitere Informationen von dem Event können hier  http://pwca.org/  abgerufen werden.
Für diejenigen die das Livetracking am Smartphone oder Tablet verfolgen wollen, gibts die neue “Worldcup-App”.


Dieses Jahr wird für Österreich unser Liga-Ass Simon Arnold (momentan im Weltranking auf dem 41 Platz von 6580 Wettkampfpiloten!!!) jeden Tag hier über die Erlebnisse in den kolumbianischen Bergen berichten.