PWC Bright/AUS: Mi, 21.02.18: Task 3 – 55 km & der optimistische Endanflug

Heute zeigte sich der Himmel etwas verschlossen und dementsprechend war die Hoffnung auf einen Task überhaupt sehr verhalten. Dennoch zeigte sich die Kombination aus labiler Luftmasse und straubtrockenem Boden wieder mal als sehr Thermik-förderlich. Wir cruisten gemütlich Richtung Basis, als 10 Min, vor dem Startgate die Bedeckung etwas ausschichtete und das etwas Mehr an Sonne sofort tolle Thermik verhieß. Dennoch blieb es spannend, denn die Licht-Schatten-Wechsel hielten den restlichen Tag an. Die Tasksetter hatten wieder mal das goldene Näschen bewiesen und schickten uns zwei mal im Dreieck, bevor es wieder auf den Landeplatz von gestern am Flugfeld ging.
Hier ein Video vom eleganten Tanz von 120 Piloten bei anfangs noch bedecktem Bright-Himmel:

Im Video von Teo Bouvard sieht man uns wieder gut mithalten und sogar einiges an Co-Führungsarbeit leisten, bis… ja bis zum sehr tiefen Endanflug – und wie wir um 20m an der so wichtigen letzten Querridge zu tief ankamen…

Auch Herberts letzte Meter knapp über die Hangars sind wunderbar eingefangen! 🙂

Schlussendlich standen wir alle vor dem Ziel ab. Herbert fehlten gar nur 100m bis ins Goal…BITTER…
Nutzt ois nix. Morgen ist ein neuer Tag – und zumindest der zu optimistische Endanflug passiert uns sicher nimmer! 🙂
In der Endabrechnung bedeutete dies in anbetracht des sehr guten Rennverlaufs für diesen Tag enttäuschende Plätze für Team AUT:
Herbert: 32., Luki: 37., Lex: 40. und Georg: 104.
Alle Resultate zu Task 3 hier…

Hier noch die Foto-Ausbeute mit viel Kurbeldiwurbel zu Beginn: https://photos.app.goo.gl/E9obChLq3RAyAmGf1

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Nachtrag: Hier der komplette Multimedia-Bericht zu Task 3 :

PWC Bright: Di, 21.02.18: Task 2 – 89 km; THE HEAT IS ON!

Nach den Lehren aus Task 1 beschlossen wir Ösis allesamt gleich mal, dass uns ein zu später Start sicher kein zweites Mal passiert. Auch die Veranstalter hatten ihr Scherflein mitgenommen und sind zum Entschluss gekommen, die Leading Points ersatzlos zu streichen und den zu spät gestarteten Piloten im heutigen Task Priority (=erlaubtes Vordrängen beim Anstellen am Startplatz) zu geben. Darunter auch Herbert und ich…

Was dann folgte, war Racing vom Allerfeinsten. Stakkatoartige Wechsel zwischen 4m/s+ Bärten und Vollgas dazwischen. Zumindest wieder für Herbert und mich, denn Luki und Georg mussten vorzeitig landen.

Bis zum letzten Bart waren Herbert und ich immer dicht am Spitzenpulk dran, der sich zum Glück mehrfach erbastelte und uns so mit unseren Zenos ein Aufschließen zur CCC-Fraktion ermöglichte. 15km vor dem Goal war mir dann ein Steigen zu schwach und ich flog allein weiter. Das wurde mir zum Verhängnis, da ich mit mittelerem Steigen in der Ferne zusehen musste, wie es meinen Pulk – und sogar den Nachfolgepulk – nach oben schoss. So kam ich nur als 29. ins Ziel. Herbert hatte den Schluss super erwischt und konnte mit Platz 25 die Ösi-Bestleistung des Tages markieren!

Tasksieger wurde user 4,5ter Ösi Isidor Fink, dem die Grillerei mit uns vom Vortag offensichtlich gut bekam! Sein erster PWC-Tasksieg – CONGRATS!
Ergebnisliste…

Hier das Video zu Task 2:

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Nachtrag: Hier der komplette Multimedia-Bericht zu Task 2:

PWC Bright/AUS: So, 18.02.18: Task 1: 87km & der verwehrte Start

Der Tag begann unter ziemlichen Abschirmungen, dafür drückender Hitze. Dass sich daraus nochmal so ein genialer Vollgastag entwickeln sollte, hätte wohl bis 13:30 Uhr niemand zu glauben gewagt. Ein Stakkato aus guten Bärten und Vollgas war an der Tagesordnung, wenn…
…ja wenn man denn auch zeitig in die Luft kam…
So waren fast alle von uns Österreichern heute irgendwie Opfer von späten Starts. Als ca. 100ster von 125 Piloten war ich gestartet. Wäre kein Problem, wenn der Startplatz nicht Mätzchen gemacht hätte: Wind von allen Seiten, 5 Piloten, die wieder toplanden, um was zu fixen etc. Der drehende Wind war es auch, der Herbert Startprobleme bescherte und Grawutzel war diesmal so richtig ganz unten im Keller….
Einzig Luki hatte einen halbwegs guten Start erwischt und war, als das Startgate öffnete, ziemlich gleich mit Isidor Fink ca. 150m unter Honorin Hamard, der dieses Rennen MIT G E W A L T S – ABSTAND für sich entschieden hatte. Sehr inspirierend…
Ergebnisse wie immer HIER…

Lessons learned: Selbst bei phänomenaler Laufzeit wird man durch späten Start “bestraft”, da man faktisch keine Leading Points bekommen kann – und vor allem miserable Speed-Points…
Dh. wenn man früh abfliegen kann und den Kurs jedoch im Bummeltempo durchfliegt, liegt man noch immer vor jenen, die 15 Minuten schneller geflogen sind, aber nicht früher starten konnten. WTF?!?

Hier noch das obligate Wort zum Sonntag:

Fotogalerie unter: https://photos.app.goo.gl/QSIMTGYO99LVGMfB2

Mehr Multimedia, wenn mehr Zeit – jetzt geb ma zuerst Mal beim Fliegen richtig Gas! 🙂

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Nachtrag: Hier der komplette Multimedia-Bericht zu Task 1 :

Team Austria hits PWC Australia

Mittlerweile sind wir vollzählig in Bright/AUS und konnten bereits zwei Tage mit dem Gebiet Freundschaft schließen (versuchen). Mit mittlerem Erfolg, da diese Tage von starken NW-Wind charakterisiert waren und einmal der letzte Task der zuvor stattfindenden Bright Open gecancelt wurde und unser Wiederholungsversuch tags darauf nicht von Erfolg gekrönt war.
Hier einige Impressionen und ein kleines Video von diesem ersten Warmwerden mit der Comp-Zone…

Fotogalerie unter: https://photos.app.goo.gl/JcjlD6tiv3nxJvgK2

Wir versuchen euch – trotz Comp-Hektik – weiterhin zeitnah am Laufenden zu halten,

euer Team Austria
Georg Grieshofer, Luki Jagiello,
Herbert Tamegger und Lex Robé

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Nachtrag: Hier der komplette Multimedia-Bericht zu Arrival & Training:

Paragliding World Cup Superfinal 2017 – Kolumbien

10. Durchgang 20.01.

Als letzten Durchgang wurde eine Zig-Zag Strecke von 93 km angesetzt. Die ersten Kilometer konnten schnell geflogen werden, bis sich schließlich die Sonne hinter den Wolken versteckte. Etwa 70 km standen noch vor uns – ohne Sonne. Mit viel Fingerspitzengefühl wurde jede Thermik ausgekurbelt. Als dann die Entscheidung vor uns stand, ob im Flachland oder in den Hügeln weitergeflogen werden sollte, entschied sich Simon für die etwas längere Hügelvariante, in der Hoffnung, dort noch ein paar Konvergenzen zu erwischen. Der Rest nahm sich das abgeschattete Flachland vor. Von der Flachlandgruppe kamen genau 6 Piloten ins Ziel. Leider waren die Konvergenzen in den Hügeln zu schwach, um sich in der Luft zu halten. Trotzdem war dies ein schöner Ausklang hier im sommerlichen Kolumbien.


9. Durchgang 19.01.

Heute hatten wir etwas mehr Wetterglück, denn bereits in der Früh hat es nicht wie gewohnt geregnet, sondern die ersten Sonnenstrahlen begleiteten uns auf dem Weg zum Frühstück. Dem Wetter entsprechend stand heute eine Aufgabe von 86 km “one way” Richtung Süden auf dem Tagesprogramm. Im Nachhinein betrachtet eine sehr gute Entscheidung des Taskkomitees, denn Richtung Norden hat es zeitweise geregnet. Der erste Teil der Route wurde über die westlichen Hügel des Valle di Cauca geflogen, wo sich der Hauptpulk mit guten Thermiken weiter auf dem Schenkel in Richtung der Sicherheitsboje vorkämpfte, die mitten im Flachland gesetzt wurde. Simon konnte sich dann mit etwa 20 Mitstreitern in Führungsposition bringen um dann über die östlichen Buckel in Richtung Ziel zu fliegen. Die letzen 20 km wurde es noch einmal kniffelig, als viele verzweifelt recht tief im Flachland eine Thermik suchten. Sich am Hang festgebissen konnte sich eine kleine Gruppe – darunter Simon – davonschwindeln und überholte die ganzen Tiefflieger. Kaum im Ziel angekommen, hat es wieder zu regnen begonnen.


8. Durchgang 18.01.

Nach den nächtlichen Regenfällen, die bis in den Vormittag anhielten, wurden wir wieder einmal auf den Startplatz gefahren. Oben angekommen, stand schon die Aufgabe fest: 60 km in-out-in. Bei diesem Durchgang hatte man zwei Optionen -entweder den großen Exit-Zylinder im Norden oder im Süden zu nehmen. Bereits vor dem Luftstart mussten einige Piloten ganz tief ums überleben ringen. Wie gewohnt war alles abgeschattet und viele haben sich gewundert, wie es ohne Sonne und dem vielen Wasser im Boden überhaupt möglich war, in der Luft zu bleiben. Pünktlich zum Start lichteten sich die hohen Wolkenfelder, so dass einem wunderbaren Durchgang nichts mehr im Weg stand. Simon konnte von Beginn an die Spitzengruppe anführen. Die Meisten entschieden sich dann für die Route in den Süden, da diese als logischer erschien, weil erstens dort nichts abgeschattet war und zweitens die Strecke etwas kürzer war. Mit maximaler Höhe wurde dann der Exit-Radius als einer der Ersten von Simon genommen. Auf dem Rückflug ins Ziel waren dann wieder große Flächen abgeschattet, was einen gemäßigt schnellen Flugstil erforderte. Kurz nach der ESS stand noch ein Aufwind, der Piloten, die etwas zu tief waren, auch noch ins Ziel brachte. Cirka 80 Leute kamen heute ins “Goal” – eine perfekt gesetzte Aufgabe, bei schwierigen Wetterbedingungen, denn in Roldanillo schüttet es schon wieder wie aus Kübeln.


7. Durchgang 17.01.

In der Früh hat es geregnet. Am Startplatz hat es geregnet. Briefing – 68 km Aufgabe von Nord nach Süd mit Landung in Zarzal. Als der Regen aufhörte erhob sich sogleich die Wolkenuntergrenze über den Startplatz. Viele hatten ihren Schirme noch im Rucksack und unter Plastikfolie verstaut, während das Startfenster geöffnet wurde. Hastig wurde die Ausrüstung bereit gemacht um das kurze Startfenster zu nützen. In den Startzylinder konnte mit maximaler Höhe über den Bergen eingeflogen werden. Auf dem Weg Richtung Norden hat sich die Sonne hinter den Wolken verkrochen, was ein Weiterkommen für manche unmöglich machte. Beim Rückflug über Roldanillo musste etwas langsamer geflogen werden, weil alle recht tief kamen und der Boden erst wieder erwärmt werden musste. An der südlichen Wende konnte mit zuverlässigen Aufwinden wieder eine vernünftige Arbeitshöhe erreicht werden. Mit der gewonnenen Höhe kam das Ziel in greifbare Nähe. Über Roldanillo gingen bereits starke Regenschauer nieder. Gut, dass wir auf der anderen Talseite unterwegs waren. Heute kamen über 70 Piloten ins Ziel. Leider musste Simon kurz vor der Linie zur Landung ansetzen. Vielleicht klappt es morgen mit einem Zieleinflug.


6. Durchgang 16.01.

Wieder einmal warteten wir am Startplatz bis sich die Wolken über uns erhoben um dann beim sonnigen Briefing eine Aufgabe von 66 km in unsere Fluginstrumente einzutippen. Während wir uns startbereit machten, zog es am Startplatz wieder zu, deshalb wurde die Startzeit um eine halbe Stunde verschoben, auf 12.30. Die Berge waren heute ziemlich abgeschattet, was Simon dazu veranlasste, den Start im sonnigen Flachland zu nehmen. Alle anderen entschieden sich dazu, den Startzylinder an den Hügeln zu nehmen. Ganz alleine im Flachland konnte er kurz vor dem Start etwas mehr Höhe gewinnen, als die Hauptgruppe in den Bergen. Am ersten Schenkel war man  im Flachland schneller als am Hangfuß, da eine gewaltige Wolkenstraße entlag der Route über den Zuckerrohrfeldern war. Als dann ein großer Teil des Flachlandes abgeschattet war, wechselte Simon auf ein paar Hügel, wo noch eine rettender Aufwind zu finden war. Ein paar mal einen großen Sender umrundend, konnte ein konstanter Aufwind zentriert werden, wo gleich der ganze Spitzenpulk einflog. Mit etwas mehr Höhe wurde dann das Flachland überquert, um den nächsten Zylinder im Nordosten des Tales zu nehmen. Auf dem Weg dorthin zogen dann große Wolkenfelder über uns, was die ganze Gruppe dazu zwang, jeden noch so kleinen Heber zu zentrieren. Mit schwachen Thermiken kämpften wir uns schließlich immer weiter. Für manche Piloten hieß es dann frühzeitig landen zu gehen, darunter auch Simon. Wieder einmal haben es einige ins Ziel geschafft. Gratulation.


Ruhetag 15.01.


5. Durchgang 14.01.

Die Wetterdienste prognostizieren, dass es etwas stabiler werden würde, als den Tag zuvor, deshalb entschied sich das Komitee für eine zig-zag Aufgabe von etwa 80 km im Nordosten des Tales. Der Startzylinder wurde so gesetzt, dass der optimale Punkt für den Start sich auf der anderen Talseite über Zarzal befand. Nun hieß es frühzeitig zu starten, um den Talsprung rechtzeitig zu schaffen. Eine Minute vor dem Start erreichten wir die Wolkenbasis um dann auf die Sekunde genau in die SSS zu gleiten. Auf dem Weg Richtung Norden hielt sich unsere Gruppe über den kleinen Hügeln im Flachland, wo bereits viele Vögel in den Thermiken kreisten. Eine andere Gruppe traf dann von östlicher Richtung mit ein paar hundert Höhenmetern mehr zu uns zu. Gut markierte Thermiken ließen uns dann kurz vor dem Endanflug zum Spitzenpulk aufschließen. Leider war nun die gesamte Strecke ins Ziel aufgrund von Überentwicklungen abgeschattet. Simon flog noch einmal etwas zurück, um die letzten Meter bis an die Wolkenuntergrenze noch auszudrehen. Nun lag eine sehr lange Gleitpassage vor uns und wir optimierten die Gleitleistung unserer Schirme, um möglichst weit zu kommen. Von oben konnte beobachtet werden, wie manche Piloten recht tief kamen und ihre Schirme in die 3m hohen Zuckerrohrfelder parkten. Als dann plötzlich die Sonne wieder zum Vorschein kam, war Simon leider zu tief, um die ersten rettenden Ablösungen zu nützen, um dann ins Ziel zu gleiten. Nach einem langen Fußmarsch kamen wir beim Einbruch der Dunkelheit an der Hauptstraße an, wo dann gleich ein Bus der Organisation kam und uns dann nach Hause kutschierte.


4. Durchgang 13.01. cancelled

Leider wurde das heutige Briefing am Startplatz von einem starken Regenschauer unterbrochen. Die Meisten haben es rechtzeitig geschafft, ihre Ausrüstung noch zusammenzupacken, um die Schirme rechtzeitig vor dem Regen in Sicherheit zu bringen. Nach einer halben Stunde hörten die Regenschauer endlich auf und das Briefing konnte fortgesetzt werden. Eine Aufgabe von 65 km sollte uns von Süd nach Nord durch das Flachland führen. Als das Briefing schließlich zu Ende war, setzte pünktlich zum window-open konstanter Rückenwind ein. Mehrmals musste die Startzeit verschoben werden, bis sich auf einmal die Windrichtung um 180 Grad wendete.  “The Window is open”, hatte die Startleiterin verkündet. Wie erwartet brach innerhalb kürzester Zeit ein furchtbares Chaos am Startplatz aus. Manche Piloten hatten nicht damit gerechnet, heute noch einen Durchgang zu fliegen, deshalb hatten einige ihre nassen Gleitschirme noch in ihrem Rucksack verstaut. Für das österreichische Team selbstverständlich kein Problem, denn Simon hatte sich schon in einer guten Position am Startplatz postiert, um als einer der Ersten in die Luft zu gehen. Einmal in der Luft, kam man ohne viel zu Kurbeln, bis an die Basis über den Bergen. Für den besten Ausgangspunkt  am Startzylinder, gab es heute mehrere Optionen:  entweder in den Bergen-die mit Regenschauern überzogen waren, über den Hügeln vor dem Flachland-wo bereits sehr dunkle Wolken darüber standen, oder im Flachland-wo noch ein paar Sonnenstrahlen den Boden erhitzten. Simon entschied sich für die letzte Option-was für ihn zum Verhängnis wurde-er stand noch vor dem eigentlichen Rennbeginn am Boden. Kurz vor dem Luftstart hatte sich über dem Startzylinder eine rießige CB gebildet, was die Organisatoren schließlich dazu veranlasste, den Durchgang abzubrechen. Vielleicht haben wir morgen mehr Wetterglück.


3. Durchgang 12.01.

Der Himmel war heute am Morgen mit einer Schichtbewölkung bedeckt und es hat geregnet, was manche Piloten bereits beim Frühstück nachdenklich gemacht hatte, ob überhaupt ein Durchgang geflogen werden konnte. Nichts desto trotz wurden wir auf den Startplatz kutschiert, der sich in der Basis befand. Während sich die Basis über den Startplatz erhob, tippten wir optimistisch einen Task von etwa 80 km ein. Ob dies heute fliegbar ist? 12.30 SSS. Wieder einmal hatten wir Wetterglück, und vor dem Start konnte man mit moderaten Steigwerten bis an die W0lkenuntergrenzen aufdrehen. Um die Strecke am Anfang richtung Norden zu meistern, mussten einige Kilometer ohne Sonne zurückgelegt werden, was man in Kolumbien nicht unbedingt braucht, um die Strecke abzufliegen. Auch ohne Sonnenstrahlen konnte der erste Schenkel auf den Hügeln zurückgelegt werden. Als dann die Route ins Flachland führte, ließ sich der Boden dann durch die Sonne erwärmen, um uns vernünftige Bärte zu liefern, um bis kurz vor dem Ziel mit guten Steigwerten voranzukommen. Leider war der Endanflug bereits total abgeschattet, was vielen Piloten, die zu tief in den Endanflug gingen, dazu veranlasst hatte, frühzeitig landen zu gehen. Für das österreichische Team ging sich heute ein Zieleinflug unter den Top 20 aus.


2. Durchgang 11.01.

Heute hat sich das Taskkomitee eine Strecke von 100 km ausgedacht. Der erste Schenkel führte den riesen Pulk über die Hügel Richtung Süden, wo sich die ganze Schar in zwei Gruppen teilte. Die Berggruppe konnte sich dabei gegenüber den Piloten die eher im Flachen flogen, einen Vorsprung von etwa 2 km herausholen. Um zur nächsten Boje zu kommen, mussten wir das Flachland überqueren, wo die Verfolgergruppe inklusive Simon mitten in der Ebene mit einem Hammerbart von etwa 7m wieder auf den Spitzenpulk aufholen konnte. Auf dem Weg Richtung Norden mussten wir die Luft einmal ganz kurz anhalten, als wir mit sehr wenig Höhe ein paar Hügel passierten, um uns in die nächste Thermik zu begeben. Alle Piloten schafften den Anschluss, um mit Vollgas ein paar Ausreißer wieder einzuholen. Faszinierend war als sich zum Schluss (fast) alle trafen, um gemeinsam in den Endanflug zu gehen. Simon konnte sich für den Endanflug mit maximaler Höhe an die Spitze setzen, was sich im Endergebnis als sehr gut herausstellte. Mehr als 40 Piloten erreichten innerhalb von einer Minute den ESS. Beeindruckend wie hoch die Leistungsdichte in diesem Bewerb ist.


1. Durchgang 10.01.

Der erste Durchgang wurde mit einer Strecke von etwas über 80 km angesetzt. Bis 12.30 hatten wir noch etwas über eine Stunde Zeit um im abeschatteten Startzylinder mit 120 anderen Piloten um die beste Startposition zu kurbeln. Ziemlich auffallend war, dass sich alle an die Regeln hielten und es relativ entspannt war mit den anderen in der Luft bis zum Start zu warten. Der erste Schenkel führte Richtung Norden die abgeschatteten Hügel entlang bis sich der Spitzenpulk in eine Ridge- und Flachlandgruppe teilte. Das österreichische Team entschied sich für die Flachlandroute was sich als bessere Entscheidung herausstellte. Im Flachland konnten die Ersten mit großflächigen Thermiken eine gute Arbeitshöhe erreichen um dann mit durchgedrücktem Gespedal von einem Wendepunkt zum anderen zu heizen. Bis zum Schluss war Simon in einer guten Position, jedoch erwieß sich eine vorausgesagte GZ ins Ziel von  8.0  als zu wenig, um mit einer guten Platzierung ins Ziel zu fliegen. Im Endanflug hatte man mit extrem sinkender Luftmasse zu kämpfen, was vielen einen Zieleinflug vermasselte. Es war trotzdem ein cooler Durchgang. Hoffen wir, dass sich die nächsten Tage bessere Platzierungen für das österreichische Team ausgehen.


Eröffnungstag/Trainingstag 09.01.

Nach einem langen hin- und her entschieden wir uns, heute nicht auf den Startplatz zu fahren. Grund dafür war, dass heute Mittag ziemlich viel Niederschlag vorhergesagt wurde. Die Wetterdienste trafen fast zu-gegen 16.00 zogen ein paar Regenschauer durch. Heute beschäftigten sich viele Piloten damit, ihre Ausrüstung nochmals durchzuchecken, um für den morgigen Wettbewerbsstart bestens gerüstet zu sein.

Die Eröffnungszeremonie wurde beinahe vom Regen verwaschen, jedoch war das Wetter dann doch wieder freundlich zu uns und wir durften zwischen hunderten von jubelnden Fans in das Stadion einziehen.

Ab morgen, also dem 10.01. kann man in europäischer Zeit ab ca. 17.00-18.00 das Livetracking verfolgen.
( http://pwca.org/) Die perfekte Zeit also, um den Bewerb zuhause auf der Couch zu genießen.


 Dritter inoffizieller Trainingstag 08.01.

Wie die letzten Tage trainierten wir bei traumhaften Bedingungen eine Zick-Zack Strecke von ca. 80 km. Der erste Schenkel der Strecke führte uns über das hügelige Vorland des Valle di Cauca, wo wir mit starken Thermiken bis an die Basen katapultiert wurden. Am Flachlandschenkel mussten sich einige Piloten damit abfinden, aufgrund fehlender Aufwinde, den Heimweg am Boden fortsetzen zu müssen. Manche Piloten hatten jedoch noch die Trainingsläufe der vergangenen Tage intus und flogen mit erhöhter Vorsicht durch das Flachland – mit Erfolg. Die Route wurde im Fussballstadion von Roldanillo, wo wir bereits von ein paar Fans begrüßt wurden, beendet.


Zweiter inoffizieller Trainingstag 07.01.

Heute wurden wir mit ein paar Regentropfen und einer tiefen Basis am Startplatz begrüßt. Eigentlich durfte an diesem Startplatz wegen eines lokalen Wettbewerbes heute nicht gestartet werden. Aufgrund nicht vorhandener Thermik kam uns jedoch der Veranstalter entgegen und gab den Startplatz, auf dem bereits schöner Aufwind herrschte kurzfristig frei.
In der Luft erwarteten wir bereits Bärte um die 3m. Unsere Route führte ins Flachland mit einer “out-and return” Strecke von etwa 50 km.
Das heutige Trainingsziel bestand darin, immer ganz tief weiterzufliegen, um dann gnadenlos 3 km vor dem Ziel am Boden zu stehen. Trainingsziel erreicht. In den kommenden Trainingstagen werden wir wohl das Augenmerk darauf legen, die vorhandenen Wolkenstrassen auszunützen, sowie die schönen 4m Bärte bis an die Wolkenuntergrenzen auszudrehen. Der erste Durchgang findet nicht wie von mir vermutet am Montag statt, sondern erst am Mittwoch. Bis dahin haben wir sicher noch genug Zeit, um uns optimal auf die kolumbianischen Thermikbedingungen einzustellen.


Erster inoffizieller Trainingstag / Ankunft 06.01.

Während in Österreich noch mit Minusgraden gefeilscht wird, findet unter hochsommerlichen Temperaturen das Superfinale in Kolumbien statt.
Beim Superfinale wird schlussendlich entschieden, wer den Gesamtweltcup gewinnen wird. Die besten Piloten der vergangenen Weltcupsaison 2017 werden in 11 geplanten Durchgängen im kolumbianischen Top-Fluggebiet rund um den Ort Roldanillo, wo bereits mehrere internationale Rennen stattgefunden haben, sich um den Sieg ringen.

Der erste Durchgang findet am Montag Mittwoch statt – bis dahin werden wir unsere Flugmaschinen noch an die “tropischen” Temperaturen gewöhnen müssen….

Die Pilotenlisten, das Livetracking sowie viele weitere Informationen von dem Event können hier  http://pwca.org/  abgerufen werden.
Für diejenigen die das Livetracking am Smartphone oder Tablet verfolgen wollen, gibts die neue “Worldcup-App”.


Dieses Jahr wird für Österreich unser Liga-Ass Simon Arnold (momentan im Weltranking auf dem 41 Platz von 6580 Wettkampfpiloten!!!) jeden Tag hier über die Erlebnisse in den kolumbianischen Bergen berichten.