Erfolgreiches Newcomer Trainingslager

Petrus meinte es gut mit uns und lieferte Flugwetter vom Feinsten!

Drei Tage lang war der Bischling in Werfenweng Hotspot der österreichischen und deutschen Gleitschirmszene. Ferdinand Vogel und Marc Wensauer als Vertreter der Deutschen Liga und Thomas Brandlehner seitens der Österreichischen Liga führten die rund 90 Teilnehmer mit vielen Tipps und Tricks in die Wettbewerbsfliegerei ein.

Zuerst galt es überhaupt zu verstehen, wie ein Task eigentlich funktioniert. Was ist ein “Race to goal” oder ein Luftstart und wie funktionieren Radien und Zylinder? Wann darf gestartet werden und ab wann zählt die Zeit? Auch wenn all dies auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so einfach aussah, hatten die Teilnehmer sehr schnell verstanden, wie es funktioniert.

Da die Wettkampfaufgabe die Teilnehmer nie allzu weit vom Landeplatz wegführen sollte, wurden stets Wendepunkte im Talkessel gewählt, welche es anzusteuern galt. Um hier auch ein paar Kilometer zu sammeln, brauchte es schon eine Vielzahl von Wendepunkten. Gar nicht so einfach, sich dabei noch zurecht zu finden. Das Trainingslager war aber auch dazu da, die Bedienung und vor allem die optimale Benutzung eines GPS zu erlernen – und dafür waren die vielen Wendepunkte geradezu perfekt.

Auch wenn es keine gewaltig großen Strecken waren, fielen die täglichen Aufgaben sicherlich nicht einfach aus. Immer wieder mussten die Teilnehmer hinaus ins Tal, um später tief am Hangfuss den Thermikanschluss zu suchen. Wer nicht allzu viel riskierte und sich von den restlichen Teilnehmern auch nicht zum tiefen Weiterfliegen verleiten lies, konnte die Aufgaben durchaus schaffen. Doch wie lag er/sie in der Zeit, wenn vor jedem weiterfliegen versucht wurde, die maximale Höhe zu erreichen?

Jeden Abend wurden zahlreiche Flüge auf der großen Leinwand im Tagungszentrum des Travel Charme Hotels genauestens analysiert und besprochen. Wo wurde zu lange gewartet, wo falsch taktiert? Wann sollte beschleunigt werden und wie viel? Wo gilt es aufzudrehen und wo gilt es weiterzufliegen? Mit welcher Höhe fliegt man ab und welche Route ist die Schnellste? Es gab viele Fragen und die Top-Piloten hatten immer die richtigen Tipps auf Lager.

Lediglich am letzten Tag war der erste Wendepunkt etwas unglücklich gewählt. Durch die schwächelnde Thermik bzw. die tiefere Basis war der erste Wendepunkt für zahlreiche Teilnehmer zu weit im Tal, wodurch der Thermikanschluss nicht mehr erreicht wurde.

Letztendlich konnte sich der Vorarlberger Gernot Ladinig auf seinem Mentor 3 im Endergebnis mit deutlichen Abstand behaupten. Zwei Tagessiege und ein dritter Platz führten zum sicheren Sieg, womit er sich über ein neues Woody Valley Gurtzeug – gesponsert von Turnpoint – freuen durfte. Gewonnen haben letztendlich aber alle Teilnehmer, da jeder in kürzester Zeit enorm viel dazulernen konnte.

Wer auf den Geschmack gekommen ist oder gerne einmal mit dabei sein will – die nächste Gelegenheit bietet sich bereits Anfang April beim Hohe Wand Pokal. Auch dort wird die Newcomer Klasse mit dabei sein und die Aufgaben und abendlichen Debriefings werden viele neue Aufschlüsse liefern.

Hier noch ein paar Bilder, zur Verfügung gestellt von Kurosch Borhanian und Alex Robe.

 

 

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