Neues von der CIVL Sitzung – nächste Weltmeisterschaft in …

Vom 2. bis 5. Februar fand in Salzburg das CIVL Meeting statt.  Die CIVL ist das für Gleitschirm- und Drachenfliegen zuständige Gremium der FAI. Hier werden weitreichende Entscheidungen getroffen, was den Wettbewerbssport betrifft. 

Der Flugsportclub Ikarus Abtenau hat sich um die Austragung dieses Meetings in Salzburg beworben, auch um deren Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2019 zu untermauern. Genützt hat das leider nichts, am Ende stimmte die Mehrheit der Delegierten (18) für Mazedonien (Krushevo). Gegen Goran – den Organisator des PWC –  bestand nicht wirklich eine Chance. Abtenau (Werfenweng) erhielt letztendlich 10 Stimmen, der dritte Bewerber Spanien Phiedrahita erhielt 7 Stimmen. 

Was wurde noch besprochen bzgl. beschlossen:

PWC ab Saison 2017:
VORAUSSICHTLICH: Jeder darf auf 95kg Startgewicht zuladen, alles darüber max. 33 kg. Das sollte vor allem leichten Piloten(innen) helfen.  
Also wenn man 60kg wiegt, dann darf man zB. 35kg zuladen.
Ein Pilot mit 90kg kann hingegen nur auf maximal 123kg zuladen.
Sollte ein(e) Pilot(in) körperlich damit überfordert sein, gibt es immer noch die Fitness Regel.
Diese Regelung soll vermeiden, das leichte Piloten(innen) auf XS-Schirme zurückgreifen müssen, welche oft “gefährlicher” sind und zudem einen Leistungsnachteil haben.  

Die CIVL hat den Vorstand damit beauftragt, etwas ähnliches auch für CAT 1 + 2 zu erreichen. Hierüber wird die nächsten Wochen noch diskutiert werden. 

Im selben Zug wird die CIVL eventuell darauf verzichten, das Hersteller auch einen XS-Schirm für die Wettbewerbe zertifizieren müssen. 
Im PWC werden Weltcup Partner wahrscheinlich erlaubt sein, CCC dokumentierte aber nicht geprüfte Schirme zu fliegen.
Also kann zB einer der Top-Test-Piloten bspw. von Gin einen Schirm fliegen, der den CCC Richtlinien entspricht und auch dokumentiert ist. Allerdings ohne die Abnahme durch ein Testhaus.
Er kann Vor-Ort nichts mehr ändern, da der Schirm dokumentiert ist, aber wird wohl der einzige mit einem “Vor-Modell” sein.
PWC Partner sind im Moment Ozone und Gin.

FAI:
Für CIVL CAT 1 Wettkämpfe werden Geräte mit Geoid Längenberechnung nötig, um das Problem mit der 0,5% Toleranz auf Radien zu lösen.
Damit kann man alte Geräte wie das Compeo, Compeo+, alle Flytec Geräte … nur noch eingeschränkt gebrauchen, da diese lediglich FAI-Sphere unterstützen.

Die Entwicklung der Auswertungs-Software FS wird offiziell eingestellt. Als Ersatz wird es SeeYou von NAVITER gratis geben. Das wird aber noch ein paar Monate dauern, bis die GAP Berechnung dort umgesetzt ist. 
FS wird ein Open-Source-Projekt werden. Sollte sich dieses positiv weiterentwickeln, kann später einmal wieder darauf zurückgegriffen werden. 

Die Leading Points sollen durch ein “Spotlight Modell” ersetzt werden, das dieses Jahr entwickelt wird. Prinzipiell geht es darum, dass Piloten keine Leading Points mehr erhalten, sobald ein anderer Pilot(in) in einem Kegel vor ihm fliegt. Den Kegel kann man sich wie den Strahlungswinkel einer Taschenlampe (Spotlight) vorstellen. Um Leading Points zu erhalten, muss man entweder an erster Stelle sein oder eine andere Route gesucht werden. 

Diese neue Formel soll ab Mitte 2017 getestet und eventuell Mitte 2018 zum Einsatz kommen.

Für Österreich nahmen Thomas und Stefan Brandlehner (Paragleiten) sowie Bundessektionsleiter Herbert Siess und Pilot Thomas Weissenberger (beide Hängegleiter) an dem Meeting in Salzburg teil. 

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