Bericht von der Kaiser Trophy in Ellmau 16.-17.06.2018

Sonntag 17.06. Task 2

Die Wetterprognosen hatten sich von Tag zu Tag gebessert, so dass wir am Sonntag schließlich einen Durchgang von etwa 58 km rund um den Startberg “Hartkaiser” fliegen konnten. Bereits vor dem Luftstart musste mit einer großflächigen Abschattung gekämpft werden, was die Meisten in Richtung Brandstadl, einem Berg weiter, führte. Dort konnte man entlang der Ridge in einem Hangaufwind soaren, der vielen ein Obenbleiben bis zum Start ermöglichte. Ein paar Minuten vor dem Start konnte ein rettender Bart ausgegraben werden, was ein Einfliegen in den Startradius ermöglichte. Die erste Boje am Hintersteinersee wurde vom bayrischen Wind überspült, wodurch wir etwas tiefer durch das “Söllandl” weiterflogen. Der Pinzgauer Christoph Eder konnte den Anschluss gleich am Wilden Kaiser finden, was ihm schlussendlich zum heutigen Tagessieg verhalf. Im Alleinflug konnte Chris die Bojen in St. Johann, Aschau, wieder St. Johann, ESS Biedringer Platte und schließlich das Ziel in Ellmau absolvieren. Während Christoph die Radien mit einer anderen Flugroute als die restlichen Piloten abflog, konnten sich einige Piloten ganz tief aus dem Talkessel aus Scheffau ausgraben. Einmal etwas höher, war ein weiterkommen relativ einfach, da wieder genügend Sonne vorhanden war. Kurz vor dem Endanflug nach Ellmau wurde die ganze Sache für die “Endlinge” noch einmal spannend. Der letzte Zylinder am Kitzbühler Horn musste in Richtung Ellmau mit einer Gleitzahl von 1:12 ins Ziel genommen werden. Da wieder einmal eine rießige Abschattung über dem “Söllandl” stand, spekulierten manche Piloten mit keiner Thermik mehr bis ins Ziel. Einige gingen optimistisch in den Endanflug, was ihnen schließlich zum Verhängnis wurde – sie mussten zur Landung einige Kilometer vor der ESS ansetzen. Zu Zweit flogen Simon und Alex zurück zum Haag, eine Leekante an der Südseite des Kitzbühler Horns. Dort zog es uns zügig zur Wolkenuntergrenze, bis das Fluginstrument  eine Gleitzahl von etwa 1:6 ins Ziel anzeigte. Mit der Sicherheitshöhe am Ende ziemlich knapp. Mit Ach und Krach erreichten Simon und Alexander S. das Ziel.

Wieder einmal konnte bewiesen werden, dass auch bei sehr schwierigen Flugbedingungen durch so manch taktische Meisterleistung eine Zielankunft möglich war.

Vielen Dank den Kaiseradlern für die super organisierte Veranstaltung.

Ergebnis TASK 2

Ergebnis GESAMT


 

Samstag 16.06. Task 1,

86 km, Bericht vom Überflieger Luki Jagiello:

Bei sehr guter Wetterprognose trafen sich rund 70 Piloten in Ellmau, um einen spannenden Task mit 6 Wendepunkten zu bestreiten.
Am Startplatz herrschten wechselnde Winde und immer wieder Abschattungen. Wenigen Piloten gelang es direkt nach dem Start gut Höhe zu machen und sich zu Race Start perfekt zu positionieren. Die Querung zum Kaisergebirge und der thermische Anschluss war für den Führungspulk einfach – der Weiterflug zur 1. Wende zum Unterberg ging gut voran.
Die nachkommenden Piloten hatten zum Teil mit Abschattungen und dem doch gut spürbaren Nord-Ost Wind zu kämpfen.
Nach der 2. Wende im Osten musste jedoch auch der Führungspulk mit Abschattungen kämpfen.
Ein paar glücklichen Piloten gelang die Querung zurück zum Startberg in Ellmau sehr gut, der Rest der Strecke bis ins Goal konnte bei prächtigen Bedingungen absolviert werden.
Mit ein wenig Verspätung kamen dann noch etliche Piloten ins Goal. In Summe ein sehr spannender Task mit vielen lachenden Gesichtern im Ziel 🙂

1. Daniel Tyrkas
2. Armin Eder
3. Lukas Jagiello

Ergebnis TASK 1

Kommentare von Piloten:
Karl S.: Tiafa ko ma neama sei
Stef P.: Im Lee do is schee
Andi S.: I ho scho boid de Moiwürf von unten gsechn heit!

Kaiser Trophy in Ellmau findet wie geplant vom 16.-17.06.2018 statt!

Nach 8 Wochen sehr unbeständigen, labilen Wetter putzte nun endlich eine Kaltfront die feuchte Luftmasse weg.  Für Samstag sieht es hammermäßig aus, wahrscheinlich geht ein 100er Task, für Sonntag sieht es im Moment auch gut aus, erst abends könnte uns von Westen her ein Kaltfront-Ausläufer streifen. Also sollte auch Sonntag ein guter Task drinnen sein.

Der Bewerb zählt für alle Wertungslisten, sowie für die Qualifikationsliste für die WM 2019, Bewerbsfaktor ist fix 1,0

Anmeldung: über Livetrack24

Einschreibung: Samstag 07:30 – 09:30 Uhr direkt am Landeplatz in Ellmau  (Google Maps)

Weitere Infos zum Bewerb: https://www.livetrack24.com/events/KT2018/de


 

Bericht vom Kaiserwinkl Open in Kössen 09.-10.06.2018

2. Task, Sonntag 10.06.

Nach so manch feucht-fröhlichen Regenschauern in der Nacht auf Sonntag, trudelten wieder fast alle Piloten der österreichischen Paragleiter-Liga, sowie ein paar Gastflieger aus den Ländern rund um die Alpenregion im Talkessel von Kössen ein, um bei etwas besseren Bedingungen als am Vortag, einen Ligadurchgang zu fliegen.

Laut den Wetterprognosen von den Vortagen sollte am Sonntag ein genialer Flugtag werden. Am Startplatz angekommen begrüßte uns eine stramme Windbrise aus West. Alle Hoffnungen wurden uns dadurch zu nichte gemacht. Nichts desto trotz tippten wir eine Aufgabe von 60 km in unsere Navigationsgeräte ein. Unsere heutige Flugroute sollte zuerst vom Unterberg in Richtung Reit im Winkel, dann zurück über den Startberg zum Walchsee, am Zahmen Kaiser vorbei zur Vorderkaiserfeldenhütte führen. Der letzte Schenkel zog sich vom Zahmen Kaiser zurück zum auf Startplatz, dann Richtung Norden am Geigelstein vorbei, um schließlich gemütlich ins Ziel in Kössen zu gleiten.

Bereits vor dem Öffnen der Startboje verspürten die meisten Piloten etwas größere Regentropfen im Gesicht – aus den Funkgeräten konnte man Sprüche hören wie zum Beispiel- “Unseren Schirmen macht das nichts, aber das macht nicht jeder Schirm mit” oder “wenn es zu regnen beginnt müssen wir uns was überlegen….”. Zum Glück konnten viele der feuchten Luft ausweichen, in dem sie auf die andere Talseite wechselten. Auf dem Weg zur ersten Boje im Osten konnten sich die besten Piloten vom Rest mit guter Höhe absetzen. Auf der Querung zum Unterberg musste man etwas tiefer weiterfliegen, was so manchem bei sportlichen Bedingungen an der Südseite des Hügels erschwert wurde. Nach so manchem Seitenklapper erreichten viele die Wolkenuntergrenze, um schließlich zur westlichen Boje zu fliegen. Leider mussten die Vorausflieger aufgrund von mangelder Thermik landen gehen. Aus dem Hinterhalt bemerkten die “Nachflieger” das Fiasko und zogen die Handbremse. Irgendwie schaffte es eine Hand voll Piloten die westlichste Wende zu machen und schließlich ins Ziel zu fliegen – es war einer der härtesten Flüge meiner Karriere, erzählte uns lachend der heutige Tasksieger Stefan Bernhard (GER). Inoffiziell bester Österreicher war heute Alexander Robe, der einige Minuten vor dem Sieger Stefan Bernhard ins Ziel gekommen ist, jedoch zu früh in die Startboje eingeflogen war, und deshalb nicht gewertet wurde.

Erwähnenswert ist, dass in der heutigen Rangliste Franz-Josef Egger, ein junger Newcomer aus dem Zillertal den Tag als bester Österreicher abgeschlossen hat. Gratulation! Leider musste er wie sein Vorbild, an der selben Stelle zur Landung ansetzen und kam nicht mehr ins Ziel. Schade.

Ergebnis TASK 2

Ergebnis GESAMT

Overall: 1. Stefan Bernhard (2.v.l.) 2. Thomas Brandlehner (2.v.r.) 3. Alexander Schalber (nicht am Foto)

Serie: 1. Anders Markus (2.v.l.) 2. Karl Seiringer (1.v.l.) 3. Herbert Tamegger (2.v.r.)

Damen: 1. Elisabeth Egger (3.v.l.) 2. Ewa Korneluk (2.v.r.) 3. Klaudia Bulgakow (2.v.l.)

Newcomer: 1. Balthasar Wolfenstetter (2.v.l.) 2. Horst Orasch (2.v.r.) 3. Peter Fradl (nicht am Foto)

Viele, sehr geniale Fotos vom Para Delta Club Kaiserwinkl

Weitere Fotos von Lex auf Google Drive

Lässiges 360°-Video vom Para Delta Club Kaiserwinkl

 


 1. Task, Samstag 09.06.

Die tiefbasige Bewölkung nach dem frühmorgentlichen Regen machte uns alle etwas skeptisch. Nichtsdestotrotz fuhren 42 Piloten höchstmotiviert um 09:30 mit der Hochkössenbahn bis zum Gipfel des Unterberghorns. Direkt an der Basis wurden wir gebrieft: Ein Race mit 31,8km. Start of Speed Section: 12:00 Uhr. Auf dem riesigen Startplatz konnte jeder den Schirm fertig auslegen und war startbereit. Nachdem aber nahezu keine Winddummies unterwegs waren, traute sich selbst 30 Minuten vor der SSS keiner starten. 15 Minuten vor Start Open bewegte sich schließlich Somi als Erster in die Lüfte. Innerhalb weniger Minuten starteten alle Piloten und kurbelten ein wenig über Startplatzhöhe in maximal 1m/s Thermik. Das GPS schrie schon längst Time to Go! – trotzdem wagte niemand als Erster den Sprung auf die abgeschattete, gegenüberliegende Talseite. Mehr als 5min nach Start Open querten wir schließlich bei 7/8 Bewölkung auf den weniger Hundert Meter hohen Hügel nordwestlich von Kössen. Mit 0-Schiebern mogelten wir uns ein wenig weiter um dann das erste Mal richtig aufzudrehen. Ab zum ersten Wendepunkt fing es schon um 12:30 an leicht zu tröpfeln. Zum Glück war der richtige Schauer ein paar Kilometer weiter nördlich und wir konnten uns allesamt beim Regen vorbeischummeln und zum zweiten Wendepunkt direkt über Kössen weiterfliegen. Ab dem Zeitpunkt hieß es schon Höhe halten und einen Gang zurückschalten. Der Führungspulk wurde so ausgebremst und das Feld schob sich wieder zusammen. In 0,5m/s Bärten kurbelten wir mitten über dem leicht sonnenbeschienenen Tal, total abseits der Ideallinie. Mehr oder weniger war dies der letzte Bart. Bei kompletter Abschattung gleiteten wir wieder zum gleichem Wendepunkt wie am Anfang, dieses Mal aber einige Stockwerke tiefer. Die meisten standen direkt bei dem Wendepunkt ab, einige schafften es wieder zurück zur Ridge die das Tal entlang Richtung Kössen verläuft. Die letzten Kilometer zum Ziel waren sehr selektiv, schlussendlich schafften es nur 3 ins Goal. Erster wurde Thomas Brandlehner, Zweiter Alexander Schalber und Dritter Christian Schlägel.
Wir hoffen, dass es heute trocken bleibt, damit wir morgen einen Task bei richtig genialen Bedingungen fliegen können. Die Prognosen sehen jedenfalls sehr gut aus. Resümee für heute: Ein lässiger Flug – Unverhofft kommt oft!

Kommentare von Piloten:
Armin: Sch*** Schattenlotterie!
Charly: Ich habe fertig
Thomas Berger: Wos willst do sogn
Elli: Geduld
Somi: Bled glafn
Tami: Kessn is a Wohnsinn!

Ergebnis TASK 1

Aktualisierte Ranglisten nach Bavarian Open -> Quali – Stichtag 04.06.2018

Sämtliche Ranglisten sind provisorisch. Fragen und Beschwerden innerhalb von 14 Tagen nach Veröffentlichung bitte an david.lankmayer[ät]gmx.net

Jahresranglisten:

LIGA 2018

Austria-Cup Super-League 2018

Austria-Cup Serienklasse 2018

Newcomer 2018

Qualifikationsranglisten:

Europameisterschaft 2018 Gesamt

Europameisterschaft 2018 beste 4 Bewerbe

Europameisterschaft 2018 beste 8 Tasks
 

Bericht vom Bavarian Open in Bad Hindelang 31.05.-03.06.2018

Bavarian Open Task 1 zusammengefasst von Elisabeth Egger:

Trotz zum Teil kurzer Nächte aufgrund der langen Anreise ins Allgäu nach Bad Hindelang, versammelten sich insgesamt 79 Piloten bereits um 8:30Uhr zum Briefing an der Sportanlage. Da die Wetterprognosen für den Nachmittag übermäßig labile Verhältnisse voraussagten wurde nicht lange gewartet sondern sofort mit dem Transfer auf den Spiesser begonnen.

Nach einer, für die Liga-Piloten doch recht ungewöhnliche „Hike and Fly“-Einlage, stand bereits gegen halb elf ein 54km Task fest. Mit „Race-Start“ 12:00Uhr ging es auch gleich zügig weiter – wenn auch anfangs mit etwas selektiveren Bedingungen. Ausgehend vom Startplatz ging es Richtung Osten über die österreichische Grenze vorbei am Haldensee bis an den Hahnenkamm. Während am Start das Steigen zum Teil leider vergeblich gesucht wurde, ging es hier dafür gleich um so schneller nach oben.

Am Rückweg nach Deutschland wurden unterschiedlichste Routen gewählt – die Direkte unter der Basis dahin oder doch eher außen herum im Sonnenschein. Vor dem Nebelhorn hieß es dann noch einmal Höhe machen um die letzten Kilometer in einem Stück ins Goal zu gleiten.

Da die Bedingungen immer „besser“ bis hin zu „zu gut“ wurden wurde der Task um 14:00Uhr gestoppt. Diese zwei Stunden Rennzeit reichten aber insgesamt 45 Piloten um ins Ziel zu fliegen.

Tasksieger wurde Petr Kostrhun (CZE) gefolgt von Marc Wensauer (GER) und Ferdinand Vogel (GER). Beste Österreicher: Thomas Brandlehner (Platz 11), Stefan Brandlehner (Platz 12) und Thomas Berger (Platz 15).

Taskergebnisse

Vom DHV gibt es auch einen täglichen Bericht!

Fotos von Ferdinand Vogel: