Welche Schirme sind in der Serienklasse zugelassen?

Gleich vorweg: JA, der Ozone Zeno ist in der Serienklasse zugelassen!

Nun fragen sich manche womöglich, ob es überhaupt Sinn macht, mit einem anderen Schirm in der Serienklasse mitzufliegen. Scheinbar ist Ozone hier wieder einmal ein Flügel gelungen, der alles andere in den Schatten stellt und sogar besser geht, als der aktuelle Wettbewerbsschirm Enzo 2.

Die Frage ist aber recht schnell beantwortet. Ja, es macht immer Sinn! Auch mit anderen Schirmen kann man durchaus ganz vorne mitfliegen, was bereits in den letzten Jahr oftmals bewiesen wurde.

Die Liga verfolgt aber nicht das Ziel, für jeden Teilnehmer eine eigene Klasse zu schaffen, damit jeder sein Erfolgserlebnis hat. Die Liga will Piloten fordern. Aus guten Piloten noch bessere Piloten machen.

Die Liga will auch nicht die Entwicklung bremsen. Ob ein Schirm in der Serienklasse teilnahmeberechtigt ist oder nicht, entscheiden lediglich drei Faktoren: Gütesiegel max. EN-D, Streckung max. 7.0 und zuletzt die Empfehlung des Herstellers, für welche Pilotengruppe der Schirm konzipiert ist. Die letztendliche Leistung des Schirms ist für die Entscheidung irrelevant.

Wenn also ein Hersteller einen EN-D Schirm auf den Markt bringt, der gleich gut oder sogar besser als die Wettbewerbsschirme (CCC) geht, wird er von der Liga nicht bestraft werden, indem der Schirm in die Super League (CCC-Klasse) verbannt wird.

Ganz im Gegenteil! Die anderen Hersteller sind gefordert, nachzuziehen.

Bis dahin scharren die üblichen “Serienklasse-Piloten” in den Startlöchern. Denn mit etwas Glück in 2017 ein Jahr, wo Serienschirme auch Wettbewerbe gewinnen können.

Hier die Liste mit den Schirmen, welche aktuell 2017 in der Serienklasse zugelassen sind: Liste

Neuer Obmann / Obfrau gesucht

Liebe Mitglieder der Österreichischen Liga Paragleiten!

Meine berufliche Situation hat sich in den letzten Monaten unerwartet verändert und wurde deutlich arbeitsintensiver. Ich konnte meinen Aufgaben als Obmann daher nicht mehr so erfüllen, wie es eigentlich mein Anspruch wäre. Auch aus Rücksicht auf meine Familie muss ich daher die Obmannschaft mit sofortiger Wirkung zurücklegen. Dieser Schritt trifft mich selbst ziemlich hart und war so auch absolut nicht vorgesehen. Ich habe die Aufgabe bisher immer mit Leidenschaft und sehr gerne wahrgenommen. Aber wie gesagt – Job und Familie müssen Priorität haben. 

Der Vorstand ist seit längerem über meinen Rücktritt informiert und macht sich bereits Gedanken, wer die Aufgabe künftig übernehmen könnte. Ich rechne damit, dass es im Frühjahr im Zuge der ersten Wettbewerbe eine außerordentliche Generalversammlung geben wird, wo der Obmann / Obfrau neu gewählt wird. 

Sollte sich jemand berufen fühlen, dieses Amt zu übernehmen, bitte um Kontaktaufnahme mit einem der Vorstandsmitglieder.

Gerne hier eine Kurzfassung der Tätigkeiten:

  • Erstellung des Wettbewerbskalenders in Absprache mit benachbarten Ländern / Ligen
  • Organisation von Auswertung, Technischen Delegierten, NC-Betreuern etc. 
  • Organisation Jahresranglisten / Siegerehrung etc. 
  • Laufende Kommunikation mit Mitgliedern über Social Medien und über Webseite des Vereins
  • Einberufung der diversen Sitzungen und Versammlungen
  • SPORTLICHE LEITUNG: (der Liga-Obmann wird in der Regel auch zum Sportlichen Leiter für den AeroClub gewählt)
    • Ansprechpartner für AeroClub bzgl. aller nat. u. internat. Wettbewerbe aller Sparten (derzeit XC, Acro und XC-Wettbewerbe)
    • Organisation Nationalteams (Acro und XC-Wettbewerbe)
    • rechtliche Angelegenheiten
    • der sportliche Leiter sitzt im Gremium der Landessektionsleiter und des Bundessektionsleiters

(Der sportliche Leiter erhält einen Auslagenersatz von € 1.500,- pro Jahr, womit alle seine Aufgaben – auch die der Obmannschaft der Liga – pauschal abgegolten sind.)

Ich danke allen Vereinsmitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und das tolle Miteinander in den letzten Jahren!
Es tut mir leid, dass dieser Rücktritt unerwartet und “während der Saison” erfolgt, doch ich sehe leider keine andere Möglichkeit. 

Natürlich werde ich mein Bestes geben, um meine(n) Nachfolger(in) die Aufgaben bestmöglich zu übergeben. 

Stefan Brandlehner

 

Neuer österreichischer Rekord im Gleitschirm-Fliegen!

Brasil 2016 - Lex im Endanflug über dem 440km entfernten Miguel Alves

Brasil 2016 – Lex im Endanflug über dem 440km entfernten Miguel Alves

Während es bis zum PWC-Superfinal in Governador Valadares aktuell etwas ruhiger in der Wettbewerbsszene zu geht, gibt es tolle Leistungen von unserer Streckenflug-Fraktion zu berichten.

Joe Edlinger, Robert Haider und Lex Robé lösten Mitte Oktober ihre Tickets für Brasilien, um dort einen 3- bzw. 2-wöchigen Weitenjagd-Urlaub zu verbringen. Trotz mangelnder Flachland-Erfahrung kamen sie mit jeweils persönlichen Bestleistungen bzw. Rekorden im Gepäck zurück.

Die Flachlandfliegerei war für die gelernten Bergflieger insofern eine große Umstellung, da die gewohnten Thermikentstehungs-Muster im Flachland schlichtweg nicht vorhanden sind. Aus Lex’ Blog: „Anfangs klammerte ich mich förmlich an den Gedanken, dass ich nur bei Bergen und Hügeln zuverlässig Thermik finde. Ein Konzept, das mich die ersten Tage nur vorzeitig auf den Boden holte…“.

Doch die drei gaben nicht auf und bereits nach einer Woche gelangen ihnen die ersten Flügen an bzw. über die 300km-Marke. Der Bann war gebrochen und unsere Bergadler waren in der Lage, sich immer besser auf die Flachland-Gegebenheiten einzustellen und konnten an den letzten Tagen ihres Aufenthalts sogar über die 400km-Marke fliegen. Robert Haider konnte sein PersonalBest auf 325km schrauben. Joe Edlinger stellte am 1.11. mit 435km einen neuen Low-EN-B Rekord auf. Lex Robé konnte am selben Tag seinen Landepunkt 461km entfernt vom Startplatz in Quixadá setzen. Diese Weite bedeutet neuen österreichischen Streckenflug-Rekord im Gleitschirmfliegen, denn er konnte mit dieser Leistung die bisherige Bestmarke des Steirers Bernhard Peßl von 377km um über 80km verbessern.

Joe und Lex rangieren derzeit auf Platz 7 bzw. 4 der Gesamt-XC-Weltrangliste. Eine gute Ausgangslage für die noch junge Saison 2016/17. Und wie wir alle wissen: Die Alpensaison geht bei uns ja im Frühjahr erst so richtig los – und da bewegen sich unsere Mannen wieder auf gewohnterem Terrain!

Weitere Foto- und Video-Berichte gibt es in Lex’ Fotoberichts-Übersicht – und wer sich für das Flachlandfliegen an diesem Brasilianischen HotSpot interessiert, kann sich seine aufschlussreichen Interviews hier (lu-glidz) und hier (FlyWithAndy) bei Glühwein und Weihnachtskeks zu Gemüte führen.

Ergebnislisten, Bericht und Fotos von der Österr. Meisterschaft der Vereine

Hier die Bewerbsergebnisse (besten Dank an Bernd Humpl!) und ein kleiner Rückblick auf das schöne Saisonabschlussfest bei den Ennstalern:

Einzelwertung T1, Einzelwertung T2, Einzelwertung OVERALL, Team-Gesamtwertung OVERALL


3Vergangenes Wochenende schien die Sonne ganz besonders auf die Paragleiterszene in Österreich. Zum großen Saisonabschluss-Bewerb fanden sich 83 der besten Gleitschirmpiloten Österreichs am Fuße des Stoderzinken/Gröbming ein, um die Krone des Gleitschirmsports für ihren Verein zu erobern.
Zwei Tage bestes Flugwetter bedeuteten für die Piloten, dass zwei anspruchsvolle Durchgänge in der Region Ramsau-Dachstein geflogen werden konnten. Dabei galt es, die günstigsten Aufwinde und effizientesten Linien zu finden, um so die vorgegebenen Strecken in kürzest-möglicher Zeit absolvieren zu können.
Neben den in der Szene bekannten Cracks fanden sich auch Neulinge in der Wettbewerbsszene ein. Das war so gewollt und wurde durch den speziellen Wertungsmodus begünstigt: Von jedem Team zählten nur die Punkte des zweit- und drittplatzierten. Wer am besten flog sollte seinen TeamkollegInnen nicht davonfliegen, sondern in ihrer Nähe bleiben und ihnen eine günstige Routenwahl vorzeigen, ihnen zeigen wo die beste Thermik und die effizienteste Flugspur zu finden war.

2An beiden Veranstaltungstagen herrschte wahrlich Kaiserwetter. Außerdem – was für diese Jahreszeit absolut nicht selbstverständlich ist – ging es in der Thermik ordentlich nach oben. Am Samstag waren die Bedingungen durchaus “sportlich”, das heißt turbulent. Solche Bedingungen verlangen den PilotInnen viel Geschick und gutes Reaktionsvermögen ab, vor allem aber auch verantwortliches Handeln und entsprechende Vorsicht.

Am Abend wurden beim Tunzendorfer Wirt die Sieger der verschiedenen über das Jahr gelaufenen Gleitschirm-Wertungen geehrt. Anschließend Party in der Disco – und am nächsten Tag sollte man trotzdem fit sein für den zweiten Task.

Der Sonntag überraschte mit einer zunächst sehr uneindeutigen Windsituation. Das Tasksetter-Komitee, das die zu fliegende Strecke festlegt, wurde auf eine harte Probe gestellt: So hieß es erst einmal abwarten wie sich der Wind entwickeln würde. Die Geduld der TeilnehmerInnen wurde belohnt. Der Flug, zu dem sich wohl die meisten mit gemischten Gefühlen in die Luft begeben hatten, entpuppte sich als wahrer Genussflug. Wenn auch die Querung des Ennstals dann doch für etliche das vorzeitige Ende des Fluges bedeutete.
Wer es nicht ins Ziel schafft ist trotzdem nicht umsonst geflogen, sondern bekommt Punkte für die Kilometer die er zurückgelegt hat. Nicht im Ziel gelandete Piloten wurden mit eigens organisierten Rückholer-Bussen zügig wieder zurück nach Moosheim zum Veranstaltungsgelände der Flugschule gebracht.

Die geflogene Strecke und auch die Zeit werden mit GPS-Geräten aufgezeichnet. Die anschließende Auswertung sollte heutzutage online funktionieren und auf Knopfdruck erledigt sein. Da hinkt die Technik leider den Erwartungen hinterher und so gab es wieder einmal viel Mühe und Kopfzerbrechen für die Auswerter rund um Dr. Bernd Humpl.

Nach insgesamt 70km in den Lüften des oberen Ennstals standen die Sieger fest:
Den 1. Platz sicherte sich die Mannschaft von Ikarus Abtenau, gefolgt von den Golden Eagles Zillertal auf Platz 2. Das Podium komplett machten schließlich die Wildkogelfalken.
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Neben den Stockerlplätzen warteten auch Sachpreise auf die bei der Siegerehrung anwesenden TeilnehmerInnen.

Einen solchen Großbewerb erfolgreich auszurichten war nur durch die gemeinsame Anstrengung der drei befreundeten Ennstaler Gleitschirm-Vereine Skyclub-Austria (Flug- und Bewerbsgelände), Mojo (Organisation und Auswertung) sowie Stoderspatzerl (Verpflegung und Rahmenprogramm) möglich.

Fotos der Meisterschaft der Vereine und der Siegerehrung Liga und XContest

Österreichische Meisterschaft der Vereine wird am 24./25.9. ausgetragen!

Schönsten Sonnenschein mit guter Aussicht auf frühherbstliche Thermik sollte uns das kommende Wochenende im Ennstal bescheren. Mit unseren ausgeschriebenen Startplätzen haben wir auch gute Alternativen, falls der Nordwind am Stoderzinken für eine sichere Bewerbsfliegerei zu stark werden sollte.
Somit können wir freudig verkünden: Die ÖMdV findet am 24. & 25.9.16 statt! Treffpunkt ist im Race-Office bei der Flugschule Skyclub Austria in Moosheim.
Infos, Teilnahmebedingungen und Registrierung siehe: http://www.livetrack24.com/events/omdv2016/de

ÖMdV 1026

Hinweis: Wer das Nenngeld bis gestern noch nicht überwiesen hat, soll dieses einfach bei der Vorort-Registrierung in bar bezahlen. Online-Banking braucht halt mind. 1 Werktag…
Bestätigungen werden natürlich ausgegeben.

Wir freuen uns auf einen fantastischen Saisonabschluss mit euch!