Termin: 03. bis 10. April 2010
Austragungsort: Pocos de Caldas
Homepage des PWCs
Bilder und Berichte: Homepage Stefan Aufischer
Österreichische Teilnehmer: - Christoph Eder 4. Rang
- Stephan Gruber 16. Rang
- Siegfried Schusteritsch 58. Rang
- Stefan Aufischer 79. Rang
- Gottfried Kaschnig 103. Rang
- Helmut Zeferer 124. Rang
Bewerbsergebnis (Endstand nach 2 DG):
Offene Klasse
Teamwertung
Women
Tagesergebnisse:
Offene Klasse - (1.DG, 2. DG)
Tag 7
"Heute super Wetter mit kaum Wind! Es wurde ein 66-km quasi flaches Dreieck ausgeschrieben. Meister Eder kam als zweiter ins Ziel. Mit den Leading-Points könnte sich der zweite leicht ausgehen. Fast alle Österreicher kamen ins Ziel ... auch ich :-)."
by Stefan Aufischer
Leider ging es sich für Christoph nicht ganz aus, jedoch erzielte er den hervorragenden 3ten Platz. In der Gesamtwertung verpasste er nur knapp das Podest und wurde 4ter. Auch Stephan Gruber konnte seine Form beweisen. Er erzielte den 16. Rang.
Tag 6
In der Früh sah es wieder mal nach zu viel Wind aus der falschen Richtung aus. Aber mittags nahm der Wind dann rapide ab und, obwohl er noch immer aus der falschen Richtung (Süd-Ost) kam, waren am Nord-Startplatz bereits mehrminütige Phasen, in denen es thermisch heraufblies.
Der Start des 56-km One-Way-Tasks wurde auf 14:45 festgelegt. Um ca. 13:45 starteten die ersten drei/vier Piloten, unter ihnen Eder Christoph, und konnten sofort Höhe machen. Die nächsten starteten sofort hinterher und hatten Pech, denn soeben schob sich ein fetter Schatten über das gesamte Gelände. Der Höhenunterschied ist hier nicht besonders groß und so mussten die Piloten landen gehen. Der Rest von uns musste mehr als 15 Minuten warten, bis wieder ein bisschen Sonne auf das Gelände vor dem Startplatz schien, sich somit Thermik bildete und der Wind am Startplatz nicht mehr von hinten kam. Leider waren die startbaren Phasen sehr kurz und so gab es viele Startabbrüche und Fehlstarts, von denen manche im steilen Gelände unterhalb des Startplatzes endeten.
In den zwei Startbärten wurde sehr schnell klar, dass es heute eine Lotterie werden würde. Sonne und schatten wechselten schnell, genau so schnell bildete sich Thermik und war auch gleich wieder weg. Trotzdem kämpfte ich mich nach oben.
Als sich ein paar Piloten aus dem Startbart lösten und in Richtung des ersten Wendepunktes flogen, entschied ich mich mitzufliegen, obwohl ich tiefer war. Leider ein Fehler, denn ich kam relativ bald sehr tief und musste mehrmals sehr schwache Bärte nehmen, um nicht ganz abzusaufen. Mein Pulk war schon längst dahin... im Flachland eine Katastrophe. Mehrmals zeigten mir ein paar Vögel, wo schwache Thermik zu finden war. Es gelang mir jedoch nie, wieder eine vernünftige Arbeitshöhe zu erreichen. Ein blauer Onzone Mantra gesellte sich zu mir und wir versuchten es gemeinsam, aber es half nichts ... nach langem K(r)ampf musste ich aufgeben und landete mit dem Mantra-Piloten (Mathieu VERMEIL) mitten in der Pampa.
Nachdem wir unser Zeig zusammengepackt hatten marschierten wir Richtung Straße los. Als wir bei einer Farm vorbeikamen, deuteten uns die Besitzer, dass wir noch einen langen Marsch vor uns hätten. Nach einer Weile bergauf-bergab erreichten wir eine breitere "Straße", auf der alsbald ein Auto vorbeikam. Der Mathieu konnte sich auf Spanisch mit den Leuten verständigen und so wurde klar, dass wir noch ca. 10 Kilometer Fussmarsch vor uns hatten. Da wir das unmöglich schaffen konnten, bevor es finster werden würde, beschlossen wir unsere Koordinaten an die Rückholer zu senden. Als wir gerade dabei waren, unsere GPS-Geräte auf UTM-Koordinaten umzustellen, kam ein Schulbus daher ... was für ein Glück. Der Busfahrer nahm uns bis zur Hauptstraße mit, wo auch schon der Rückholerbus wartete. Platzierungen der Österreicher (Gesamteilnehmerzahl: 125)
6. Christoph Eder 21. Stephan Gruber 42. Sigi Schusteritsch 68. Gottfried Kaschnig 85. Stefan Aufischer 97. Helmut Zeferer
by Stefan Aufischer (DANKE)
Tag 4
8:30 ... Pilotenbriefing ... das Wetter sieht heute bis jetzt am vielversprechendsten aus ... es ist nämlich kein Regen angesagt ... das brasilianische Fernsehen ist angerückt ... deswegen wird die Windprognose "schön geredet" ... Gruber Stephan wird zum Fernsehstar ... "Hi, my name is Gruber Stephan from the UP Team and we are here for the Paragliding World Cup on E... S... P... N!!!!!" ... Paragleiten scheint hier einen höheren medialen Stellenwert zu haben, als bei uns zu Hause ... 9:30 ... wir fahren hoch auf den Startberg ... der Wind bläst zu viel, aber dafür aus der falschen Richtung ... wir haben ca. 30-40 km/h Südwind, das ist hier wie Nordwind bei uns ... 10:30 ... das Task-Komitee ist dabei, einen One-Way-Task zusammenzustellen, so weit es geht "mit dem Wind" ... 12:00 ... Briefing ... es wird ein 54-km-Task mit zwei Wendepunkten ausgerufen ... Landeplatz mitten in einer Stadt, vielleicht der Zuschauer und des Fernsehens wegen? ... Startfenster öffnet um 13 Uhr ... der Startzylinder geht zum ersten Mal um 14 Uhr auf, und von da an vier Mal in Viertelstundenabständen, also um 14:00, 14:15, 14:30 und 14:45 ... 12:57 ... die ersten Piloten starten ... niemand hat "Window Open" (=Starterlaubnis) ausgerufen ... sind wir hier bei einem Weltcup? 13:00 ... niemand ruft "Window Open" ... vom Veranstalter sind kaum Starthelfer da ... alle beginnen kreuz und quer zu starten ... der Wind kommt in Böen aus verschiedenen Richtungen ... auch Top-Piloten wie einer der Valic-Brüder oder unser Meister Eder brauchen mehrere Startversuche, um rauszukommen ... zwei Piloten fliegen direkt nach dem Start zusammen, weil der eine seine Kiste gar nicht unter Kontrolle hat ... zum Glück passiert nix außer ein paar Abschürfungen und betretende Gesichter ... 13:15 ... der Wind hat wieder zugenommen ... geschätzte 50 Piloten sind bereits gestartet ... ich bin einer der nächsten ... vor mir macht ein junger Pilot beim Starten einen Salto ... am Funk fragt Xavier Murillo die Piloten wie es in der Luft ausschaut ... einige Level-3 (=unfliegbar) kommen zurück ... der Task wird gecancelt ... 20:00 ... Pilotendinner ... alle Piloten, Veranstalter, Helfer, usw. stellen sich bei einem Buffet an ... so gut organisiert, wie alles hier in Pocos de Caldas ... die letzten in der Schlange kriegen gegen 21:30 ihr Essen ... das Essen ist sehr gut ... Getränke sind allerdings selber zu zahlen, außer der Caipi, der allerdings wie Spülmittel vermischt mit Industriealkohol schmeckt ... nur dem Franzosen Simon Issenhuth schmeckte er ganz offensichtlich ;-)
by Stefan Aufischer (DANKE)
Tag 3
Nachdem die Veranstalter gestern dreimal verschoben hatten wurde der Task gecancelt und ein "Free Flying Day" ausgerufen. Obwohl uns die Franzosen belächelten, als wir im Regen mit unseren Packsäcken Richtung Startplatz aufbrachen und uns die Russen nachriefen: "Are you crazy?", ließen wir uns nicht beirren.
Als wir nach einer abenteuerlichen Fahrt mit der lokalen Seilbahn und einer kleinen Wanderung am Startplatz ankamen, wurde das Wetter minütlich besser. Am Startplatz wurden zuerst mal alle neuen Geräte bestaunt ... bei manchem sah das schon eher nach Industriespionage aus ;-). Hier sind viele Otone Mantra R10.2s unterwegs (angeblich das Mass der Dinge in dieser Saison), aber auch andere Hersteller haben den Winter nicht verschlafen und kamen mit neuen Protos an den Start.
Ein letzter kleiner Regenguss, und dann warfen wir uns nach den Italienern als eine der ersten in die Luft ... und genossen brasilianische Thermik ...
Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sehen nicht schlecht aus, aber Genaueres lässt sich schwer sagen.
So long, wir berichten wieder mehr, sobald wir wieder in der Luft waren.
Grüße aus Brasilien
Gotl, Stefan und der Rest der österreichischen Mannschaft
Tag 1 und 2
Hallo aus Brasilien!
Vor ein paar Tagen brachen wir (Sigi Schusteritsch, Christoph Eder, Stefan Aufischer, Stephan Gruber, Heli Zeferer, Gottfried Kaschnig und Gerhard Hofer) optimistisch zum ersten PWC der Saison 2010 in Brasilien auf. Nach einer ca. 40 Stunden dauernden Anreise mit vielen Wartestationen kamen wir am Freitagabend in Pocos de Caldas (ca. 200 km von Sao Paulo ins Landesinnere) an. Leider hat das Wetter bis jetzt unsere eh schon niedrigen Erwartung nicht erfüllt. Es wechselt von viel Regen über zu viel Wind bis hin zu noch mehr Regen.
Gestern habens die Schweizer Michael Siegel und Michael Vichi in einer Regenpause, verursacht durch starken Wind, der die Wolken kurzeitig verblasen hatte, trotzdem probiert. Zital Gotl: "Die hots glei amoi zach obigsetzt!"
Aber es besteht Hoffnung. Ab morgen kündigt sich eine Wetterbesserung an... und heute besteht immerhin eine 0,004-prozentige Chance zu fliegen. Wenn's nicht zu fliegen geht, dann widmen wir uns wieder mal dem Mentaltraining.
In der Motivationswertung liegen wir trotzdem weit vorne... Dank hochprozentigem Limettensaft ;-). Unseren Kampfgeist nähren wir mit blutigem brasilianischen Fleisch.
Im Endeffekt ist es für die meisten Piloten auch ein Testival. Viele werden zum ersten Mal mit brandneuen Geräten in die Luft gehen. Darunter viele Ozone R10.2. Die Valic-Brüder sind mit ihren 2-Leiner-Niviuk-Protos hier. Und auch die anderen Hersteller haben sicher nicht geschlafen...
Sobald wir hier zum Fliegen kommen, werden wir mehr zu schreiben haben.
Liebe Grüße
Sigi, Christoph, Stefan, Stephan, Heli, Gotl, Gerhard
Fotos und weitere Berichte sind auf der Homepage FSV-Bodenlos zu finden.
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