Stauffencup – Bezau

Task 1 – 69 km

Gestern startete die österreichische Liga mit dem Stauffencup in die heimische Wettkampfsaison. In Zusammenarbeit mit unseren deutschen Ligakollegen führte uns der Bewerb zum ersten Mal seit langem wieder nach Vorarlberg, genau genommen in das Dorf Bezau.
Der Tag startete gemütlich im Berggasthof wo auf Thermik gewartet wurde. Um 14:45 Uhr gab es dann denn Rennstart und stellte die Piloten auf eine Geduldsprobe. Zu Beginn schwache Bedingungen bestrafte jene, die übermotiviert eine Thermik verließen. Ein Stück vor, dann doch wieder zurück und erneut Höhe tanken und dabei nur nie genervt weiterfliegen. Nach und nach landeten immer mehr Piloten “am Ende der Welt” und begannen die Rückreise mit den Öffis (bzw. Wer das mit dem Ende zu genau genommen hat, zuerst mal ein Fußmarsch in die Zivilisation zurück).
Ein harter Kern rund um Pepe Malecki, Daniel Tyrkas und Nanda Walliser kämpfte sich aber weiter und weiter. Mit einem 17km/h Durchschnitt erreichten sogar am Ende des Tages noch Sebastian Barthmes und Christian Barthelmann das Ziel – Gratuliere ganz herzlich!

(Eli)

Fotoalbum vom Veranstalter: https://www.flickr.com/photos/gleitschirmvereinstaufen/albums/72177720297907400

PWC Columbia, Roldanillo

2022-02-13 Task 7: 107km stopped

Ein letztes Mal färbte sich der Himmel über Roldanillo bunt, als wir alle auf den Start warteten. Viel Schatten und trotzdem turbulente Thermik machten das Warten anspruchsvoll – der Regen hinter dem Startplatz erreichte uns aber Gott sei Dank nicht.
Mit einer guten Position beim Start kam ich gut in den Task-Flow hinein und zog mit den ersten mit gegen Süden über den Steinbruch hinweg. Tief hinein in den Schatten – aber Kolumbien ist anders^^ Mit 3m/s schoss es uns wieder nach oben und es ging weiter ins Flache hinaus. Vor Zarzal umrundeten wir ein Zuckerrohrfeuer nur um 5km weiter in die Russwolke zu gelangen. Schwarzer Schnee vom feinsten (da war ich mal kurz froh keinen weißen Schirm wie Maxime zu haben).
Nach La Victoria wurde aber langsam klar: mit der Landung in Cartago am Flughafen wird es wohl eher nichts: dunkle Wolken und eine massive Regenwand donnerte genau dort hinunter. Da es auch bei uns langsam zum tröpfeln begann wurde der Task auch kurz darauf gestoppt.
Gut beim Führungspulk dabei konnte ich noch einmal ein paar Punkte gutmachen und somit noch auf Platz 3 in der Damenwertung vorrutschen 😀
Overall landete ich auf dem 46. Platz.

Gratulation an die Gewinner Overall

  1. Honorin Hamard
  2. Meryl Delferriere
  3. Baptiste Lambert

sowie

  1. Meryl Delferriere
  2. Yael Margelisch
  3. ich 😉

in der Damenwertung.
Wahnsinns Ende für meinen ersten Weltcup nach der Corona-Pause!

Danke an alle die in den letzten 2 Wochen fleißig Daumengedrückt haben und mich mit netten Nachrichten zum Lachen gebracht haben!
Und DANKE an Niviuk für meinen neuen X-One!

(Eli)

2022-02-12 Task 6: 113km

Ein weiterer schneller Renntag in Folge! Wenn ich heute eines gelernt habe: mein Gas gehört nachgestellt^^ Starke Thermik und dazwischen doch gutes Sinken – also am besten im Vollgas durchbrettern 😉
Zuerst ging es an den Bergen hinauf nach Norden wo es uns teilweise doch ganz gut durchgeschüttelt hat – Bergthermik ist doch was anderes als die Flachlandschläuche an die ich mich jetzt schon ziemlich gewöhnt habe. Dafür ging es heute endlich mal wieder mit bis zu 5m/s nach oben!
Bei Toro splittete sich der Pulk zwar mal wieder etwas auf, aber diesmal blieb ich in den Bergen (da fühl ich mich doch heimischer als im Flachen) und konnte mit ca. 3km Rückstand die nördliche Wende nehmen. Danach mussten wir aber doch ins Flache hinaus um die Wende bei Obando zu nehmen. Die Führungsgruppe musste da zuerst etwas suchen, was es uns Nachzüglern ermöglichte wieder aufzuschließen. Gemeinsam mit Martin und Yael folgten wir Maxime’s Linie über die Hügel nach Zarzal hinunter. Zuerst mit unsicheren Blicken zum Hauptpulk links von uns “War das jetzt wirklich eine gute Idee?” aber im Endeffekt dann doch die richtige Entscheidung.
Über Zarzal noch einmal (viel zu viel) Höhe getankt und ab in den Endanflug. Mit richtig eingestelltem Gas hätte ich vielleicht noch ein paar Plätze gut machen können, aber so tuckerte ich im 3/4 Gas hinterher. Naja egal dafür mit entspannter Höhe über dem Goal angekommen 🙂
Morgen gibt es noch einen letzten Task – Livetracking wie schon die letzten Tage auf live.pwca.org
Und nicht aufs Daumendrücken vergessen 😉 Podium wäre noch in Reichweite…

(Eli)

2022-02-11 Task 5: 118km

Heute lernte ich vor dem Start eine neue Situation kennen: kollektives Ab-Wing-Overn oder Abspiralen. Grund dafür: eine Wolke versperrte uns den Weg nach Süden zur ersten Wende und um unten durch zu kommen, musste ein wenig Höhe vernichtet werden. Gemeinsam mit Charles und Klaudia wählte ich dann die Route am Hangfuß entlang und so konnten wir uns bevor es dann nach links ins Flache hinaus ging schön auf den Pulk draufsetzen. Am Weg nach Osten teilte sich die Gruppe dann in mehrere Pulks auf – mal war der eine voraus dann der andere. Von La Paila ging es über die kleinen Hügel bzw. im Flachen nach La Victoria hinauf. Leider kurbelte ich da einige schwache Thermiken anstatt mich mit 3-4m/s nach oben schießen zu lassen, so verlor ich den Anschluss ein wenig. Aber gemeinsam mit noch ein paar anderen Niviuk X-Ones und Johanna Hamne zogen wir dann eine gute Spur zurück an die Berge und konnten wieder Meter gutmachen. Die Aufgabe führte uns (ähnlicher Task wie letzte Woche bei den British Open) dann durch die Berge bis nach Viterbo hinauf in den Norden. Großflächige Abschattungen bremsten die Führungsgruppe etwas ein, sprich sie blieben bis zum Endanflug in Sichtweite da wir Stück für Stück aufschließen konnten. Am Ende waren es wieder ein paar Minuten hinter dem Ersten. Fazit: Anfang gut, Ende gut – Mittelteil aber noch ausbaufähig 😉

(Eli)

2022-02-10 Task 4: 75km

Endlich ist es soweit: racen mit den besten der Welt!
Heut am Startplatz kamen wir doch fast ein wenig in Stress als es hieß: Briefing und los geht’s! Keine zwei Stunden im Nebel sitzen (ok wir haben eine Stunde länger Tischtennis im Headquarter gespielt – also Auffahrt 9 statt 8 Uhr früh) sondern ankommen, Gurtzeug mit Ballast befüllen und ab in die Luft.
Heute führte uns der Task sofort ins Flache hinaus nach Zarzal. Wohl noch etwas früh für das Flachland… kurz nach 12 befanden sich 100 Piloten im Survivalmodus 100m über dem Ort. Aber einer nach dem anderen schaffte es zurück nach oben. Und so ging es in ungewohnt schwachem Steigen gefühlt im Schneckentempo gegen Norden zur nächsten Wende am Ende der Hügelkette bei La Victoria. Von Minute zu Minute wurde der Tag besser, die Thermik stärker und auch die Basis kletterte von 1800m am Start auf über 2000m hinauf (im Vergleich zu letzter Woche noch immer gefühlt viel zu niedrig… da hatten wir eher Probleme unter dem Luftraum auf 2700m zu bleiben^^).
Zuerst noch ganz gut dabei vertrödelte ich mich leider am Weg nach Süden ein wenig – kurz vor dem Goal abstehen wollte ich definitiv nicht noch einmal!
Also heute 6 Minuten hinter Honorin der als erster die ESS erreichte (und auch die meisten Leadingpunkte haben dürfte). Als erste Dame erreichte Meryl das Goal, dicht gefolgt von Yael und Johanna. Auch die deutschen Piloten waren heute wieder gut dabei mit gleich 5 Piloten unter den ersten 10 im Ziel!
Gratuliere an alle und hoffen wir auf noch ein paar weitere Tasks wie heute 😀

(Eli)

2022-02-09 Task 3: 75km

Mal endlich wieder ohne Regen am Morgen starteten wir motiviert hinauf zum Startplatz. Erst noch in der Basis wurde das herumstehen mal wieder recht lange, aber irgendwann ging es dann doch in die Luft. Ziel für heute: 75km zuerst von Rolda aus nach Obando, dann zurück nach San Franzisco und über La Victoria hinweg nach Zarzal ins Goal.
Bereits am Start machte sich die niedrige Basis auf nur knapp 2100m bemerkbar – gewohntes Hickhack seitlich der Wolke, gewagte Ausweichmanöver aber irgendwann war dann doch endlich die StartSpeedSection offen und wir konnten losziehen gegen Norden.
Glorreich verschwand ich dann für ein paar Sekunden in der Wolke, drehte brav 90° ab vom Kurs um aus der Wolke rauszukommen – abspiralen bis deutlich unter der Basis sobald keiner mehr darunter durchschießt und schon war ich ein paar Kilometer hinterher.
Die Aufholjagdt klappte aber ganz gut und so konnte ich schon ein paar Thermiken weiter wieder mit der Führungsgruppe gegen Süden zurücksteuern. Ab La Victoria wurden die Wolken immer mächtiger und demnach auch der Schatten immer größer… bevor wir aber all zu tief kamen kurbelten wir auch den Ein-Meter-Bart aus. Unter der Basis entlang ging es dann nach Zarzal und mit 8.5 Gleitzahl ins Goal ging ich die letzten 12km in den Endanflug. 10km davon mit gutem Rückenwind ließen mich mit einem 4.5 Gleiten ins Goal die End Of Speed Section erreichen (nur 7 Minuten hinter dem ersten). Umdrehen und ins Goal gleiten war der Plan… was ich aber unterschätzt hatte: die 20km/h Gegenwind die sich auf den letzten 100m zum Boden einstellten… Somit setzte ich leider schon 270m zu früh (mitten in einem Jung-Zuckerrohr Feld) auf 🙁
Schade um den guten Flug… aber es ging nicht nur mir so: auch zig anderen fraß der Pazifik-Wind die nötige Höhe für die letzten Meter weg. Somit nur 29 Leute heute im Goal, Maxime und ich 300m zu kurz, Ferdi, Charles, Honorin, Philipp, Klaudia und noch ein paar andere direkt and der ESS gestrandet.

(Eli)

2022-02-08 Task 2: cancelled

Auch heute startete der Tag wieder mal nass… mit Regen bis kurz vor 10Uhr am Vormittag war es schon ungewiss, ob wir überhaupt zum Startplatz fahren würden. Aber wir probierten es. Oben angekommen bewunderten wir die Nebelsuppe dann für einige Stunden, gaben drei unterschiedliche Task Versionen ein und redeten jede Menge hochwissenschaftlichen Kauderwelsch.
Um 14:30 Uhr dann die endgültige Entscheidung: das wird heute nichts mehr mit einem sinnvollen Task. Also nur ein kurzer verlängerter Abgleiter nach unten ins Stadion bevor die Regenwand auch das unmöglich machen konnte. Hoffen wir für die nächsten Tage auf bessere Bedingungen…

(Eli)

2022-02-07 Task 1, 82km stopped

Heute gestaltete sich nicht ganz so, wie ich mir das für den Weltcupauftakt gedacht hätte. Nach dem Morgenhike der mittlerweile ja schon zur Routine gehört verbrachten wir erst mal einige Zeit in der Basis – Aussicht auf Besserung auch eher mäßig. Dennoch tippten wir brav eine 82km Aufgaben in unsere Geräte, klebten die Startnummern in die Schirme (bin diese Saison mit 330 unterwegs) und verstauten sie dann erstmal regensicher unter den Planen.
Etwas später hudelten wir uns dann aber doch am Startplatz hinaus (der Rückenwind kommt sonst bestimmt und macht die Bedingungen auch nicht gerade besser) und kurbelten gemächlich zur niedrigen Basis hinauf. Im Laufe der Stunde bis zum Start stieg die Wolkenuntergrenze dann sogar auf 2200m (ca. waren einige unterschiedliche Basen) und mussten nur hin und wieder kleinen Regenschauern ausweichen.
Vermeindlich in einer guten Position startete ich hangnah in den Lauf hinein, nur um mich kurz darauf heruntergespült am Hangfuß auf 1200m wiederzufinden. Also: Survivalmode ON. Über ein paar Unglücklichen schaffte ich es mich wieder nach oben zurückzukurbeln (der Führungspulk und gefühlt auch alle anderen waren mittlerweile in der Ferne über den Bergen Richtung Toro verschwunden).
Einsam zog ich also meine eigene Spur durchs Flache wo mir die paar Sonnenflecken doch etwas vielversprechender aussahen als der Schatten der Berge. Zwischenzeitlich in Gesellschaft eines weiteren X-Ones zottelte ich gemächlich zur nördlichen Wende (da kamen mir die anderen schon längst wieder entgegen). Drehte um und kam endlich in die angenehme Konvergenz in 1-2m/s Steigen nach Süden. Aber schon war der Spaß wieder vorbei: “Task is stopped, Task is stopped due to rain on the course”
Na glorreich… bin also auch in Obando am Rollfeld gelandet um dann im Hangar Schutz vor dem Regen zu finden.
Also durchaus ausbaufähig für die nächsten Tage 😉
Ergebnisse und Livetracking gibt es diese Woche direkt auf der PWCA Website: www.pwca.org oder sonst auch direkt bei Flymaster: https://lt.flymaster.net/bs.php?grp=4232

(Eli)

3rd British Winter Open, Roldanillo Columbia

2022-02-05 – Task 6

Gestern verfolgte ich das Geschehen leider nur per Livetracking. Schlechtes Essen oder irgendein Virus verhinderten dass ich mich all zu weit von einer Toilette wegbewegte xD
Zuerst ging es erneut ein Stück nach Norden bevor das Ziel im Süden angesteuert wurde. Ich hörte nur immer wieder den Regen aufs dach prasseln, war also wettertechnisch nicht ganz so einfach.
Klaudia und Johanna flogen ein unglaublich gutes Rennen und ich war mir eigentlich schon sicher, dass sie mich an der Spitze abgelöst haben. Aber da Yassen die ganzen Leadingpoints eingesammelt hatte, reichten meine Ergebnisse der ersten 4 Tage um an der Spitze zu bleiben :))
Somit Platz 1 vor Klaudia und Johanna und overall auf dem 37. Platz (da hab ich schon ein paar Plätze abgegeben).
Gratulation auch an Honorin, Marek und Martin für die Podiumsplätze overall!
Heute noch einmal ausruhen und fit werden bevor es morgen mit dem PWC wieder ans racen geht 🙂

(Eli)

2022-02-04 – Task 5 stopped

Wie zu erwarten gab es gestern beim Briefing noch einmal große Diskussionen bezüglich Task 4 – Penalties ja/nein wer/wer nicht… Im Endeffekt verbrachten wir also über 30min damit zu streiten bevor wir uns endlich startklar machten – Rückenwind war schon im Anmarsch. Ein paar Motovierte schafften es noch hinaus bevor uns ein Regenschauer der Sonderklasse traf. Level 3 – Regen am Startplatz, Task stopped.
Wir flüchteten also unter die Planen und kuschelten (ganz Coronakonform) zusammen bis der Regen nachließ und wir nach unten flogen bzw. fuhren.
Den Rest des Tages verbrachten wir gemütlich im Tal. Heute gibt’s noch einen letzten Task – hoffe mein Magen hält durch (der mag grad irgendwas vom gestrigen Essen/Trinken absolut nicht)…

(Eli)

2022-02-03 – Task 4

Loooong day, task and retrieve…
Bereits beim Briefing heut morgen war klar, das wird heut ein langer Tag: 123km Task nach Piedechinche in den Süden hinunter. Da wir erst für 13:00Uhr die Freigabe hatten, ins Flachland zu fliegen wurden wir auch zuerst noch nach La Victoria nach Norden geschickt – man muss die Zeit ja irgendwie rüber bringen.
Viel interessanter waren allerdings die Diskussionen über die Lufträume entlang der Route: welche gelten denn jetzt? Die aus dem Airspace-File vom Wettkampf? Die tatsächlich offiziell gültigen laut AIP (dann dürfte man nur in den Paragleitsektoren fliegen da übers gesamte Tal eine TMA liegt die auf 460m beginnt…)? Oder vielleicht doch nur ein paar dieser offiziellen Lufträume beachten solang man nur auf der linken Seite der Straße bleibt, bzw. “nicht über die Stadt” fliegt… wie ihr euch vielleicht denken könnt ist die Frage bis jetzt noch nicht geklärt – mal sehen wann es dann endlich Ergebnisse gibt und wer jetzt welche Luftraumverletzung begangen hat bzw. was geandet wird.
Naja wie auch immer^^ Nach der Wende in La Victoria ging es hinunter an Tuluá vorbei (natürlich links der Straße 😉 ). Bis dorthin waren wir unglaublich flott unterwegs, in der Konvergenz im Vollgas gings dahin bevor wir bei Tuluà östlich in die Hügel hinein mussten. Plötzlich war man froh über einen jeden Meter steigen und so krochen wir hinein, nahmen die Wende und wieder zurück nach Tuluá hinaus.
Gemeinsam mit Philipp Haag, Stefan Bernhard, Marc Wensauer, Martin Petz und Ferdi Vogel (ja mehr oder weniger ein recht “deutscher” Bart) kurbelten wir uns gemächlich wieder an die Basis – denn niemand hatte recht Lust hinter Honorin in den Schatten vorzupreschen. An der Basis mussten wir dann aber doch irgendwann los und so fächerten wir auf und zogen los ins Schattenmeer östlich von Buga. 0.2m/s Steigen und man ließ es nicht mehr los – Überlebensmodus vom feinsten. Geduldig kämpften wir uns wieder nach oben (den einen oder anderen Piloten verloren wir dabei aber leider in den Hügeln) und es ging an den hohen Bergen über süßlich duftenden Plantagen (xD) mehr oder weniger in den Endanflug aufs Goal.
Mit einer guten Linie konnte ich wieder ziemlich weit vorne mitfliegen und kam erneut als erste Dame ins Goal. Was dann tatsächlich in den Ergebnissen rauskommt werden wir sicher noch früh genug erfahren 🙂
Jetzt erst mal ab ins Bett – sind doch immer recht lange Tage hier in Kolumbien!

Ergebnisse gibts dann irgendwann hier: https://airtribune.com/bwo2022/results

Ebenfalls findet ihr das Livetracking auf der Airtribune Webseite – Zwei Tasks kommen ja noch 😀
(Eli)

2022-02-02 Task 3

What a day – again!
Auch heute gab es wieder eine mehr als 90km Aufgabe. Nur diesmal mit einem In-Out-In-Zylinder – sprich wir mussten zuerst einen kleinen Zylinder sydlich von La Victoria ansteuern und von dort konnte man in jede Himmelsrichtung hinaus und wieder zum kleinen Zylinder zurückfliegen. Wie man sich das eventuell schon denken kann bringt das einen gewissen Glücksfaktor mit ins Spiel – denn welche Richtung die beste ist, weiß man manchmal erst hinterher. Angeführt von Honorin Hamard auf seinem Zeno 2 sowie Ferdi Vogel und Philipp Haag entschied sich “meine” Gruppe für die südlihe Variante (wobei genaugenommen machten wir am Anfang noch einen Sinnlos-Schwenker nach Westen). Martin Petz, Maxime Pinot und Co. flogen hingegen gegen Norden los. Ich konnte gut mit dem Pulk mitschwimmen, aber dennoch mussten wir (südliche Gruppe) feststellen, dass die Variante nach Norden doch deutlich schneller war. Bereits am Weg zurück zum kleinen Zylinder sah man die anderen unter der Basis hängen bevor sie auf den nächsten Schenkel (erneut nach Norden) loszogen. Unser Pulk splittete sich daraufhin erneut in zwei Gruppen (ich blieb bei Pepe Malecki und Honorin) – eine etwas westlicher als die andere. Im Nachhinein gesehen waren dann beide Linien beinahe gleich effizient, dennoch kamen uns die anderen schon 4km bevor wir den nördlichen Wendepunkt erreichten, wieder entgegen – also ein satter Rückstand.
Direkt an der Wende machten wir wieder gut Höhe und konnten dann mit einer richtig guten Linie wieder Zeit gutmachen (Honorin war dann auf und davon den anderen hinterher).
Ein letztes Mal aufdrehen über Zarzal bevor es in den Endanflug ging – erneut knapp hinter der ersten Gruppe, mit knapp 10 Minuten Rückstand auf Maxime, erreichte ich heute als erste Dame das Goal 😀
Somit Martin Petz Tagessieger, und provisorisch auch ich auf Platz 1 bei den Damen.
Ergebnisse werden sich aber noch einmal geringfügig ändern… mal wieder stimmt die Auswerteformel nicht so recht – statt 185 Leadingpoints sollten es maximal 162 sein – naja mal sehen was sich da dann noch ändert 😉

(Eli)

2022-02-01 Task 2

Heute startete der Tag mit zwei weiteren Halbausfällen im deutschen Team – vielleicht wars der Salat vielleicht aber auch das Leitungswasser… Gott sei Dank ist mein österreichischer Magen etwas resistenter 😉
Also erneut ein kleiner Hike zum Munter werden und dann starteten wir heute schon etwas früher: Start-Speed-Section öffnete schon um 11:45Uhr. Diesmal ging es zuerst ein Stück nach Süden zum Steinbruch, von dort übers Flache nach La Victoria, zurück nach Toro und dann an der Ridge entlang nach Norden mit Ziel in Viterbo. Bereits am Start warteten wir halb in, halb neben der Wolke bis das Fenster endlich aufging. Mit mehr oder weniger Gas ging es dann durch das Geblubber des Steinbruchs an die Wende und direkt zurück auf die Hügel vor Roldanillo. Mit etwas Rückstand ging es dann auch für mich ins Flache hinaus, wo ich die Wahl hatte zwischen der Gruppe weiter östlich, oder der etwas kleineren entlang der optimalen Route. Ich entschied mich für zweitere und konnte so wieder ein paar Plätze aufholen bevor wir über Toro wieder aufdrehten. Westlich vom “Krokodil” (Bergrücken hinter San Francisco) ging es in die höheren Berge hinein. Der Führungspulk zickzackte ein wenig zwischen den Thermiken hin und her, was den Piloten dahinter die Möglichkeit gab wieder ein bisschen aufzuschließen. Etwa 15km vor dem Ziel meinte man schon man könnte in den Endanflug gehen, aber eine Thermik zwischendurch mitzunehmen entschied sich doch als bessere Idee. Über Pepe drehte ich ein letztes Mal auf und bevor der gesamte 2. Pulk aufschloss, ging ich in den Endanflug. 10 Minuten hinter dem ersten erreichte ich dann ESS, irgendwo rund um Platz 30.
Die offiziellen Ergebnisse findet ihr unter https://airtribune.com/bwo2022/results

(Eli)

2022-01-31 – Task 1

6:30Uhr morgens, der erste Gedanke: “wer duscht denn da jetzt schon fast 1h lang?!”
War aber eher der Regen der die ganze Nacht Roldanillo und Umgebung unter Wasser gesetzt hat. Nichts desto trotz ging es um 8:00Uhr hinauf zum Startplatz (halb mit dem Bus, halb zu Fuß). Während wir auf die Ausrüstungen warteten, konnten wir der Wolkenbasis beim Steigen zusehen (Kolumbien ist ein Traum :D)
Um den einigermaßen guten Startwind zu nutzen, bin ich bereits sehr früh zur 90km Aufgabe gestartet. Gemeinsam mit Charles Cazaux wartete ich am Fuße der Hügel auf das Öffnen des Startgates – erst relativ spät wurde mir bewusst, dass die anderen 100 Piloten in den Bergen gefühlte 1000m höher unter der Wolke hängten xP
Egal – an der Ridge entlang konnten wir den Startnachteil schnell wieder gutmachen und zogen dann knapp hinter dem Hauptpulk über Toro zur nördlichen Wende. Von dort ging es über La Union (im Dauersteigen – daher auch die eine oder andere Luftraumverletzung) zurück nach Süden. Im Flachland gondelten wir von einer Thermik zur nächsten, auf den Fersen von Ferdi Vogel und Honorin Hamard. Fast unbemerkt bis zum Schluss blieb das polnische Team mit Michal Girlach, Klaudia Bulgakov und Mariusz Wisniowski die ihre eigene Spur durchs Flachland wählten.
Auf den letzten Kilometern verlor ich leider noch mal ein paar Plätze (dafür war ich 300m zu hoch im Ziel xD) – dennoch sehr zufrieden mit nur 7 Minuten Rückstand und Platz 40 heute 🙂
Gratulation an Hornorin Hamard (1.), Marco Busetta (2.), Michal Girlach und Klaudia Bulgakov auf Platz 3!

(Eli)

Offizieller Trainingstag

Mal wieder hatten wir es in der Früh gemütlich – motiviertes Zeugs zusammenpacken um 6:30Uhr, nur damit wir dann bis 9:00Uhr auf den Shuttel zum Startplatz warten konnten^^ Aber egal, entspannt ging es mit dem Bus nach oben (immer wieder faszinierend was für Fahrzeuge in Südamerika noch so auf den Straßen sind…) wo wir erstmal die niedrige Basis bewunderten. Aber Kolumbien ist anders: schlechte Thermik gibt es eigentlich nicht, selbst wenn am Startplatz noch die einen oder anderen Regentropfen zu spüren sind. Obwohl es zu Beginn noch recht zäh dahin ging, startete die Thermik mit Trainingstaskstart um 12:00Uhr auch mit an. So ging es im dreiviertel bis Vollgas nach Toro hinauf. Dort erwischte ich leider die Thermik nicht so gut und war somit eine halbe Thermik hinter dem Führungspulk (sprich ich kam unten in der Thermik an wenn die anderen sie oben wieder verließen). Im Flachland ging es auch erstaunlich gut und auf den Fersen von Pepe Malecki holten wir mit einer guten Linie wieder auf die ersten auf. Für die nächsten Tage sollte man sich merken: den Endanflug nicht unterschätzen! Der Gegenwind lässt es zum Schluss noch einmal spannend werden 😉
Bin mega zufrieden mit dem Flug von heute – ist doch was anderes plötzlich mit Philipp Haag, Ferdinand Vogel oder Maxime Pinot mithalten zu können (zumindest teilweise solang sie nicht nur am gasen sind) 😀

Das einzige was ich beim nächsten Mal anders machen werde: einen anderen Landeplatz auswählen^^ Kletten vom feinsten haben uns fast 1h lang geärgert bis wir sie wieder von den Gurtzeugen und Socken herunten hatten.

(Eli)

2. Trainingstag

Der Jetlag macht sich bemerkbar: heute waren wir alle schon um kurz nach 6 Uhr früh putzmunter und bereit wieder ein paar Kilometer abzufliegen. Nach dem Frühstück ging es auch gleich wieder an den Startplatz – heute sogar mit noch mehr Piloten als gestern…
Um dem Trubel und Startplatzchaos schnell zu entkommen ging es auch gleich mal in die Luft. Zuerst erneut ein Stück nach Norden wobei schnell klar wurde, dass es heute doch deutlich anspruchsvoller zu fliegen war. Mit knackigen 4-5m/s Bärten ging es an der Basis dahin, außer man folgte Ferdi Vogel der mal wieder die tiefere Linie wählte. Nach Toro drehten wir retour nach Süden zogen an Roldanillo vorbei und prügelten uns durch die “schönste Thermik” des Tages zurück an die Basis. Von dort einmal übers Flache hinaus, beinahe zwischenlanden sich aber doch irgendwie nach oben zurückkämpfen, durch 1000 Geier durchkurbeln und zurück nach Rolda. Selbst den Burggraben rund um unseren Landeplatz meisterten wir gekonnt – Teamwork makes it possible 😉
Heute erledigten wir zumindest die obligatorischen 100km 🙂
Morgen noch einmal freifliegen und für den ersten Wettkampf (British Open) einschreiben, dann geht es am Montag endlich mit dem racen los 😀

(Eli)

Anreise und Trainingstag 1

Meine Reise startete bereits am Mittwoch Abend mit der Zugfahrt nach Frankfurt – mit Ausnahme des eiskalten Münchner Bahnhofs, wo man sich coronabedingt noch nicht mal beim Mc Donalds aufwärmen durfte – problemlos bis zum Flughafen. Von dort ging es gemeinsam mit Philipp Haag und Jan-Philipp Rebhan weiter nach Bogota und von dort mit dem Inlandsflug nach Cali. Knapp 32h nach dem Start meiner Reise waren wir dann endlich in Roldanillo in unserer Unterkunft – Ortszeit 2Uhr früh.
Ein paar Stunden Schlaf und schon packten wir unsere Schirme für den ersten Flug. (Als kleinen Liebesbrief von der Sicherheitskontrolle fand ich beim Auspacken des Schirms eine Info, dass mein Packsack auf Drogen, Waffen und sonstige verbotene Dinge durchsucht wurde^^ Selbst wenn man die Ballast-Weste nicht am Körper trägt sieht sie wohl sehr verdächtig aus…)
Frühstück am Hauptplatz und dann ging es mit einem quietschgrünen Laster auch schon zum Startplatz Les Tanques. Erst noch in den Wolken sammelten sich zig Freiflieger in mehr oder weniger koordinierten Startvorbereitungen am Hang. Aber schon kurz darauf gab es Bodensicht und wir gingen ebenfalls in die Luft. Nach anfänglichem Kratzen (perfekt zum Schirmkennenlernen) wurde der Tag von Minute zu Minute besser und wir zogen der Ridge entlang nach Norden hinauf. Von Wolke zu Wolke ging es dann übers Flache hinaus zurück nach Zarzal und noch ein Stück weiter gegen Süden bevor wir umdrehten und nach Rolda zurückflogen. Bis zu 5m/s Thermik und zu Beginn so gut wie kein Wind machten das Fliegen zum Genuss pur.
Bei den letzten Metern retour machte sich aber der Pazifikwind bemerkbar (deshalb nur 99km statt 100 xD) – da dieser schnell an Stärke zunehmen kann landeten wir in La Pista (bei ca. 25kmh Wind).
Erster Eindruck von Roldanillo: Wahnsinnig tolles Fluggebiet mit unglaublich vielen Paragleitern (egal ob Comp, Freiflieger oder Flugschulgruppen)
Freu mich schon auf die nächsten Tage 😀

(Eli)

17th FAI World Paragliding Championship Tucumán – Argentina 2021

Tag 10 und 11 – 50 und 82km Tasks

Der vorletzte Flugtag (Donnerstag) war wettermäßig mal wieder etwas durchwachsen. Nach dem morgentlichen hin und her ob man denn überhaupt hinauffahren sollte, ging es um 11:00Uhr dann doch hinauf: “Notfalls abgleiten geht doch immer”. Die Winddummies zeigten maximal ein vermindertes Sinken an aber dennoch ging es in die Luft. Und kurzzeitig wirkte es sogar so, als könnte die 50km Aufgabe tatsächlich schaffbar sein. Ein paar blaue Sonnenfenster und klassische 0.5m/s Bärte und schon kurbelte der bunte Gleitschirmschwarm munter drauf los. Das einzige Problem: Sonne weg – Thermik weg. Also ein weiterer Task an dem niemand das Goal erreichte.
Dafür ging es am letzten Tag mal tatsächlich besser zu fliegen. 82km standen am Programm. Zuerst an der Ridge entlang kuscheln dann hinaus ins Flachland und mit vermeindlichem Rückenwind nach Süden. Devise wie immer: hoch bleiben oder Submarine Gurtzeug fliegen. Auf mehrere Pulks aufgeteilt kämpfte man sich von einer Thermik zur nächsten immer in der Hoffnung nicht alleine zurückzubleiben. Schlussendlich kamen wieder einige Piloten im Goal an und es gab tatsächlich einmal 1000 Punkte für den Tag.
Somit sicherte sich Russel Ogden den Weltmeister-Titel vor Honorin Hamard und Luc Armant, bei den Mädels steht Yael Margelisch ganz oben am Treppchen gefolgt von Seiko Fukuoka und Klaudia Bulgakow. Die Nationenwertung ging an das Vereinigte Königreich vor der Schweiz und Tschechien.
Gratuliere an alle und bis zum nächsten Mal!

(Text: Eli/Bild: Stefan)

Tag 9 – Cancelled

Ein weiterer Regentag in Südamerika. Die kleinen Wetterfenster sollte man dann definitv ausnutzen um etwas an die frische Luft zu kommen. Somit trotteten Stefan, Christian, Eli und Philipp Haag begleitet von Donnergrollen los um einen neuen Weg zum Startplatz zu erkunden. Im kontinuierlich stärker werdenen Regen ging es zuerst an der Straße entlang bis endlich ein kleiner Trampelpfad abzweigte. Vielleicht hundert Höhenmeter später verwandelte sich der “Weg” aber schon mehr in eine schlammige Rutschpartie – also zurück nach Hause.
Man merke sich: auch in Argentinien sollte man bei einem Gewitter nicht auf den Berg gehen – man könnte dabei ertrinken. Somit ließen wir den Nachmittag/Abend mit Kartenspielen und einem gemeinsamen Essen (ganz klassisch mit Kaiserschmarrn) ausklingen.
Der Blick aus dem Fenster heute: grau in grau. Die Entscheidung ob es dennoch einen Task gibt fällt um 10:00Uhr, denn manche Wetterdienste versprechen eine Basis von 2000m (andere sprechen eher von 1300m – vorausgesetzt die Sonne zeigt sich, was bei 40-80% Bedeckung ja sicher der Fall sein wird).
ps.: die Ergebnisse von Task 5 sind übrigens immer noch nicht final…
(Text: Eli/Bild: Philipp Haag)

Tag 8 – Cancelled

Wie vielleicht schon ein paar von euch bemerkt haben sind die “finalen” Ergebnisse nicht ganz so endgültig wie man sich das vorstellen würde. Ein Complaint verfolgt das nächste, ob die Ergebnisse vom Task 5 also so bleiben – keiner weiß es so recht. Laut momentaner Liste ist Alex jetzt doch auch im Luftraum und bekommt ebenfalls Punkteabzug. Soviel noch mal zu vorgestern.
Gestern gab es ein weiteres Highlight: der Tag wurde um 9Uhr in der Früh anhand der schlechten Wetterprognose gecancelt. Um 10Uhr ging es dann mit den Shuttels zum Freifliegen auf den Startplatz – denn wenn wir eines gelernt haben in Argentinien: vertraue niemals auf den Wetterbericht. Mit Abstand die besten Steigwerte (4-5m/s), ausreichend Sonne, schöne Cumuli nur ein wenig Wind (20km/h) und Basis auf 2000m also in Summe der beste Flugtag seit wir hier sind. Somit cruisten wir entspannt durch die Luft, endlich mal nicht durchgehend im Survivalmode. Wirklich schade um den Tag – aber so ist es halt. Zumindest war es dann auch warm genug für eine Pool Session. Und zum Abschluss versuchten wir mit deutscher Unterstützung das Wetter für heute noch schön zu trinken – wir waren halb erfolgreich: es regnet zumindest nicht mehr. Darüber ob bzw. wie gut wir fliegen treffe ich jetzt lieber keine Aussagen mehr 😉
(Text: Eli/Bilder: Eli/Somi)

 

Tag 7 – 55km One-Way

Kurz zusammengefasst: gestern war es kein Österreicher Tag. Bereits bevor die SSS aufging waren Somi, Christian, Stefan und Eli im Survivalmode über dem Golfplatz. Vielleicht noch 100m über Grund konnte man zwar mit etwas Geduld aufdrehen – eine halbe Stunde später fand man sich aber wieder exakt am selben Punkt, wenn man gegen den Wind vorflog. Stefans fliegerisches Highlight: ein low-safe von 20m AGL weg – dadurch schaffte er es zumindest aus dem Startzylinder heraus. Christian, Eli und Somi begnügten sich mit Minimum-Distance.
In der Zwischenzeit kämpfte sich Alex mit dem zweiten Pulk voran gegen Süden vor. Die einzelnen Piloten die voraus waren strandeten alleine im Schatten und somit konnte seine Gruppe die Führung übernehmen.
Mangel an verlässlicher Thermik ließ die Risikobereitschaft steigen und so wurde direkt an der Grenze der CTR aufgedreht. Wer die Thermikkreise zuweit ausweitete, hatte dadurch eine Luftraumverletzung und 0 Punkte vorprogrammiert. Auch Alex war auf wenige Meter an der CTR und somit bis zur offiziellen Ergebnisliste nicht sicher, ob sein Lauf zählt. Aber noch mal Glück gehabt: Alex beendete den Task auf dem 32. Rang, Stefan als zweiter Österreicher 102. (yeah…) und der Rest teilt sich den 111. Platz (doppel yeah…).
Die nächsten Tage dürfte es wieder etwas nass werden – aber vielleicht geht sich ja noch ein Lauf aus.
(Text: Eli/Bilder: Somi)

Tag 6 – 69km Dreieck

“Blauen Himmel haben wir in der Früh beim Aufstehen noch nie gesehen” – Somis Worte beim Frühstück. Zwei Stunden später am Startplatz dann wieder das bekannte Bild: Basis knapp 100m über dem Startplatz und vieeeel Schatten. Einzig im Flachland konnte man schöne Sonnenflecken sehen. Daher teilte sich das Feld auch bereits vor dem Start in zwei Gruppen auf: Flachlandpulk und Ridgepulk. Ähnlich wie an Tag 3 führte uns die Aufgabe erst nach Süden und dann im Dreieckskurs über einen Schlenker nach Ost zurück nach Norden ins Goal.
Am Beginn schien der Ridgepulk die bessere Entscheidung getroffen zu haben, denn am südlichen Wendepunkt kamen sie mit einem guten Vorsprung an – allerdings recht tief. Dies führte dazu, dass die zweite Gruppe auf, bzw. überholen konnte. Unglückliche Linien führten dazu, dass Stefan, der bis kurz vor dem Ziel ganz vorne dabei war, ein paar Minuten Rückstand bis ins Goal aufbaute. Somi ging seine eigene Route auf und nur ein paar Sekunden hinter dem ersten beendet er den gestrigen Task auf Platz 5. Gratuliere!
Auch Alex und Christian kamen mit etwas Verspätung ins Goal.
(Text: Eli/Bilder: Somi)

Tag 5 – 70km One-Way

Erneut begann der Tag mit Nebel am Startplatz. Somit froren (ja tatsächlich) wir einige Zeit beim Kartenspielen bevor beim Briefing eine 70km Strecke ausgerufen wurde. Erster Gedanke: motivierte Tasksetter. Die Idee hinter dem Lauf, war es, uns mit Wendepunkten im Flachland von den Bergen fernzuhalten und uns mit Rückenwind nach Norden fliegen zu lassen. Und der Plan ging auf! Nach dem Start um 14:00Uhr schoss der Pulk gegen Norden los. Beim Sprung ins Nachbar-“Tal” legte der Wind noch einmal zu (stellenweise 25-30kmh) und das Thermikkurbeln wurde in den niedrigeren Schichten eher ein “Mit-Dem-Wind-Driften”. Immer der Straße (und Landeplätzen) folgend, ging es weiter zur nächsten Wende von der aus nur noch knapp 20km ins Ziel fehlten. Rückenwind – Flieg geschwind: schon nach 1h43m erreichten die ersten Piloten ESS und die meisten davon auch Goal.
Von uns Österreichern schaffte es leider nur Alex bis ins Ziel.
Für heute und morgen sieht das Wetter weiterhin gut aus, danach könnte es wieder etwas nass werden.
(Text: Eli/Bilder: Somi)

Tag 4 – Cancelled

Den gestrigen Tag verbrachten wir erneut im Regen – Netflix, kartenspielen, laufen und ein wenig trainieren. Zwischenzeitig ging es in der Teamleader Whatsapp Gruppe rund: denn wer die Ergebnisse genauer verfolgt, hat wahrscheinlich festgestellt, dass sich seit Donnerstag Abend die Ergebnisse vom zweiten geflogenen Task ein paar Mal geändert haben beziehungsweise nun komplett verschwunden sind. Dies hat folgenden Hintergrund: Anscheinend wurde die Info, dass der Task gestoppt wird zuerst nur an die Teamleader weitergegeben und erst 7 Minuten später über Funk durchgegeben.
Jene Piloten, welche die Info von ihrem Teamleader bereits sofort erhalten und umgedreht haben, hatten demnach einen Nachteil, da sie bereits einige Kilometer in die falsche Richtung geflogen bzw. landen gegangen sind. (Kurz zur Info: wenn ein Task gestoppt wird gilt die jeweilige Position der Piloten an der sie 5 Minuten bevor es gestoppt wird gerade waren – macht also schon einen Unterschied ob das 5 Minuten früher oder später ist)
Also viel Stoff für angeregte Disskussionen – momentaner Stand: der Task wird gar nicht gewertet, da jene Piloten die eine Info zu gefährlichen Bereichen in der Luft bekommen einen taktischen Vorteil haben – jenen gegenüber die bereits durch diese Zonen durch sind. Da aber bereits der nächste Complaint (dass der Task nicht gewertet wird) vorliegt bleibt es weiterhin spannend ob bzw. wie viele Punkte es geben wird.

(Text: Eli)

Tag 3 – 66km Dreieck

Angekommen am Startplatz erwarteten uns bereits die ersten Cumuli und guter Aufwind. Somit ging es heute dann etwas schneller in die Luft und bereits um 13:00Uhr startete der Task. Bereits davor beutelte es uns beim Warten ein wenig durch – es gab tatsächlich teilweise 3m/s Steigen in Kombination mit ein wenig Südwind.
Zuerst ging es ein Stück an der Ridge hinauf gegen Norden, danach führte der Task am Hang entlang zurück nach Süden und theoretisch von dort im Flachland wieder zurück nach San Miguel del Tucumán (also ein nettes 66km Dreieck wie schon gestern angekündigt). Am Weg nach Süden machte uns aber der Südwind einen Strich durch die Rechnung. Wer zu tief über die einzelnen Rippen sprang fand sich früher oder später in einem ausgewachsenen Lee wieder – Acrofliegen inklusive. Nach mehreren Level 3 Meldungen, einer Baumlandung und ein paar “Vollzerstörern” wurde deshalb der Task gestoppt.
Somi und Alex waren beim Führungspulk dabei, und punkten damit heute für die Nationenwertung.

(Text: Eli/Bilder: Somi)

Tag 2 – 63km Aufgabe

Die Euphorie vom Morgen verflüchtigte sich leider bereits beim Aussteigen aus den Shuttels, denn unter dem Landeplatz erstreckte sich ein Wolkenmeer soweit das Auge reichte. Schlussendlich lag dann auch der Startplatz selbst in Nebel gehüllt vor uns, und wir warteten mehrere Stunden bis man endlich ins Flachland hinunterblicken konnte. Das hinderte das Taskkomitee aber nicht daran, eine motivierte 63km One-Way Aufgabe Richtung Süden zu setzen (der Wetterbericht versprach ja auch Nordost – also Rückenwind). Um 14:00Uhr war dann endlich Window Open und bis 15:30Uhr kuschelten wir zwischen 1200m und 1300m an der Wolkenbasis. Beziehungsweise bis 15:20Uhr an der Basis… die letzten 10 Minuten bevor es los ging mussten dann viele mit einem aprupten Thermikende kämpfen. Dennoch schufteten wir uns im 0.2-0.8m Steigen von Aufwind zu Aufwind weiter gegen den Südwind in Richtung Goal. Mehr nach dem Prinzip “Fliegen mit Freunden” anstatt “Vollgas-Wettkampffliegen”. Einer nach dem anderen bröckelte davon und als dann um 17:30Uhr die Thermik auch noch einschlief groundete es auch die letzten Geduldspiloten.
Gratulation an Philipp Haag der sich von hinten noch einmal ganz nach vorne kämpfte und es am weitesten ans Ziel heran schaffte, sowie Stefan Brandlehner der heute als bester Österreicher 46. wurde. Für morgen sieht der Wetterbericht noch einmal vielversprechend aus – die provisorische Tagesaufgabe würde uns 70km weit führen. Daumendrücken, auf dass morgen (bzw. in Europa schon heute) zumindest ein paar Piloten das Ziel erreichen.
(Text: Eli/Bilder: Eli/Somi)

Trainingstag & Tag 1 Cancelled

Seit Sonntag Nachmittag hat es hier mehr oder weniger durch geregnet. Viel Zeit also zum Kartenspielen, Filmschauen, Trainieren (ja wenn es so weitergeht sehen wir am Ende alle aus wie Somi) oder Berggehen und Laufen.
Heut lacht uns aber wieder blauer Himmel entgegen und in eineinhalb Stunden geht es dann auch schon rauf auf den Berg.
Hier noch einmal der direkte Link zum Livetracking: http://lomabola.com.ar/live-tracking/
Mehr Infos zum Event selbst gibts hier: https://airtribune.com/17th-world-paragliding-championship-tucuman-argent/blog

Anreise und Ankunft

Freitag 29.10.2021, 18:40Uhr: das österreichische Nationalteam bestehend aus Alex Schalber, Christian Amon, Elisabeth Egger, Michael Sommerauer und Stefan Brandlehner macht sich auf den Weg nach Argentinien. Bereits am Salzburger Flughafen beginnt die Zettelwirtschaft mit Impfzertifikat und PCR-Test, Versicherungsnachweis, Einladung des Veranstalters, BURE und was man halt sonst so für einen Kurztrip nach Argentinien braucht. Über Frankfurt geht es dann in der Nacht weiter nach Buenos Aires wo wir den Tag mit (fast 4h) Einreise und Flughafenwechsel verbrachten bevor es am Abend endlich nach Tucuman weiterging. Schlussendlich schafften wir es nach mehr als 41h doch alle in die Unterkunft am Fuße des Flugberges.
Heute morgen wurde die Unterkunft und Umgebung erkundet: Pool, Garten, Landeplatz alles direkt vorhanden. Nach der Registrierung im Headquarter fuhren wir sogar noch für einen Flug nach Loma Bola hinauf. Mit gewittriger Geräuschkullise kurbelten wir in den Monsterbärten von bis zu 2m/s Steigen motiviert für eine halbe Stunde bevor wir 200m neben der Unterkunft landeten, zusammenpackten und vor dem Regen flüchteten. Für heute Abend steht noch die Welcome-Ceremony an, morgen geht es dann los mit einem Trainingstask.
Verfolgt werden kann das Geschehen auf Airtribune unter https://airtribune.com/17th-world-paragliding-championship-tucuman-argent/blog

(Text: Eli/Bilder: Somi)

 

2nd Freedom Open – Task 5

Der letzte Wettkampftag startete vielverprechend mit blauem Himmel und vereinzelten Cumuli die Thermik versprachen. Daher gab uns das Taskkomitee eine knapp 100km Aufgabe auf. Mit Racestart um 13:00 und Taskende um 18:30Uhr eine ganz passable Runde zuerst nach Ost, dann West zum Stol und ins Ziel am Camp Gabrije. Bereits am ersten Schenkel des Dreiecks wurde aber klar – ganz so einfach wird es doch nicht. Viel Schatten, Regenschauer am Horizont und immer mehr Wind sorgten dafür, dass nach und nach das Pilotenfeld kleiner wurde. Somi und Eli konnten sich gut mitkämpfen und waren mit dem Führungspulk mit unterwegs (ausenommen Clement Latour der allein unendlich weit voraus war). An der zweiten Wende über dem Plateau Richtung Lijak hinunter zerriss 20-30km/h Wind die Thermik und wer die Wende erreicht hat, flüchtete möglichst schnell retour nach Norden zum Kobala. Da aber auch dieser im Schatten lag dauerte es doch einige Zeit bis man sich wieder nach oben gekämpft hatte und weiter zum Stol aufbrechen konnte. Und schön langsam machte sich das Schlangenlinien-Fliegen bemerkbar – denn bis man am Stol ankam war es kurz vor 18Uhr und die Thermik bereits am einschlafen. Mit den letzten Aufwinden schafften es Somi und Eli bis knapp über 20km zum Ziel und damit in die Top 15 des Taskergebnisses.
In Summe kämpfte sich Somi damit Overall in der Gesamtwertung auf Platz 10, Eli auf Platz 31 sowie aufs Podest (2. Platz) bei den Damen.
Gratulation an Emil Červeňan (1.), Philipp Haag (2.), Jonas Böttcher und Matthijs Derks (3.) sowie Constance Mettetal (1.), Eli Egger (2.) and Adel Honti (3.)!
(Text Eli / Bilder Emi)