17th FAI World Paragliding Championship Tucumán – Argentina 2021

Tag 10 und 11 – 50 und 82km Tasks

Der vorletzte Flugtag (Donnerstag) war wettermäßig mal wieder etwas durchwachsen. Nach dem morgentlichen hin und her ob man denn überhaupt hinauffahren sollte, ging es um 11:00Uhr dann doch hinauf: “Notfalls abgleiten geht doch immer”. Die Winddummies zeigten maximal ein vermindertes Sinken an aber dennoch ging es in die Luft. Und kurzzeitig wirkte es sogar so, als könnte die 50km Aufgabe tatsächlich schaffbar sein. Ein paar blaue Sonnenfenster und klassische 0.5m/s Bärte und schon kurbelte der bunte Gleitschirmschwarm munter drauf los. Das einzige Problem: Sonne weg – Thermik weg. Also ein weiterer Task an dem niemand das Goal erreichte.
Dafür ging es am letzten Tag mal tatsächlich besser zu fliegen. 82km standen am Programm. Zuerst an der Ridge entlang kuscheln dann hinaus ins Flachland und mit vermeindlichem Rückenwind nach Süden. Devise wie immer: hoch bleiben oder Submarine Gurtzeug fliegen. Auf mehrere Pulks aufgeteilt kämpfte man sich von einer Thermik zur nächsten immer in der Hoffnung nicht alleine zurückzubleiben. Schlussendlich kamen wieder einige Piloten im Goal an und es gab tatsächlich einmal 1000 Punkte für den Tag.
Somit sicherte sich Russel Ogden den Weltmeister-Titel vor Honorin Hamard und Luc Armant, bei den Mädels steht Yael Margelisch ganz oben am Treppchen gefolgt von Seiko Fukuoka und Klaudia Bulgakow. Die Nationenwertung ging an das Vereinigte Königreich vor der Schweiz und Tschechien.
Gratuliere an alle und bis zum nächsten Mal!

(Text: Eli/Bild: Stefan)

Tag 9 – Cancelled

Ein weiterer Regentag in Südamerika. Die kleinen Wetterfenster sollte man dann definitv ausnutzen um etwas an die frische Luft zu kommen. Somit trotteten Stefan, Christian, Eli und Philipp Haag begleitet von Donnergrollen los um einen neuen Weg zum Startplatz zu erkunden. Im kontinuierlich stärker werdenen Regen ging es zuerst an der Straße entlang bis endlich ein kleiner Trampelpfad abzweigte. Vielleicht hundert Höhenmeter später verwandelte sich der “Weg” aber schon mehr in eine schlammige Rutschpartie – also zurück nach Hause.
Man merke sich: auch in Argentinien sollte man bei einem Gewitter nicht auf den Berg gehen – man könnte dabei ertrinken. Somit ließen wir den Nachmittag/Abend mit Kartenspielen und einem gemeinsamen Essen (ganz klassisch mit Kaiserschmarrn) ausklingen.
Der Blick aus dem Fenster heute: grau in grau. Die Entscheidung ob es dennoch einen Task gibt fällt um 10:00Uhr, denn manche Wetterdienste versprechen eine Basis von 2000m (andere sprechen eher von 1300m – vorausgesetzt die Sonne zeigt sich, was bei 40-80% Bedeckung ja sicher der Fall sein wird).
ps.: die Ergebnisse von Task 5 sind übrigens immer noch nicht final…
(Text: Eli/Bild: Philipp Haag)

Tag 8 – Cancelled

Wie vielleicht schon ein paar von euch bemerkt haben sind die “finalen” Ergebnisse nicht ganz so endgültig wie man sich das vorstellen würde. Ein Complaint verfolgt das nächste, ob die Ergebnisse vom Task 5 also so bleiben – keiner weiß es so recht. Laut momentaner Liste ist Alex jetzt doch auch im Luftraum und bekommt ebenfalls Punkteabzug. Soviel noch mal zu vorgestern.
Gestern gab es ein weiteres Highlight: der Tag wurde um 9Uhr in der Früh anhand der schlechten Wetterprognose gecancelt. Um 10Uhr ging es dann mit den Shuttels zum Freifliegen auf den Startplatz – denn wenn wir eines gelernt haben in Argentinien: vertraue niemals auf den Wetterbericht. Mit Abstand die besten Steigwerte (4-5m/s), ausreichend Sonne, schöne Cumuli nur ein wenig Wind (20km/h) und Basis auf 2000m also in Summe der beste Flugtag seit wir hier sind. Somit cruisten wir entspannt durch die Luft, endlich mal nicht durchgehend im Survivalmode. Wirklich schade um den Tag – aber so ist es halt. Zumindest war es dann auch warm genug für eine Pool Session. Und zum Abschluss versuchten wir mit deutscher Unterstützung das Wetter für heute noch schön zu trinken – wir waren halb erfolgreich: es regnet zumindest nicht mehr. Darüber ob bzw. wie gut wir fliegen treffe ich jetzt lieber keine Aussagen mehr 😉
(Text: Eli/Bilder: Eli/Somi)

 

Tag 7 – 55km One-Way

Kurz zusammengefasst: gestern war es kein Österreicher Tag. Bereits bevor die SSS aufging waren Somi, Christian, Stefan und Eli im Survivalmode über dem Golfplatz. Vielleicht noch 100m über Grund konnte man zwar mit etwas Geduld aufdrehen – eine halbe Stunde später fand man sich aber wieder exakt am selben Punkt, wenn man gegen den Wind vorflog. Stefans fliegerisches Highlight: ein low-safe von 20m AGL weg – dadurch schaffte er es zumindest aus dem Startzylinder heraus. Christian, Eli und Somi begnügten sich mit Minimum-Distance.
In der Zwischenzeit kämpfte sich Alex mit dem zweiten Pulk voran gegen Süden vor. Die einzelnen Piloten die voraus waren strandeten alleine im Schatten und somit konnte seine Gruppe die Führung übernehmen.
Mangel an verlässlicher Thermik ließ die Risikobereitschaft steigen und so wurde direkt an der Grenze der CTR aufgedreht. Wer die Thermikkreise zuweit ausweitete, hatte dadurch eine Luftraumverletzung und 0 Punkte vorprogrammiert. Auch Alex war auf wenige Meter an der CTR und somit bis zur offiziellen Ergebnisliste nicht sicher, ob sein Lauf zählt. Aber noch mal Glück gehabt: Alex beendete den Task auf dem 32. Rang, Stefan als zweiter Österreicher 102. (yeah…) und der Rest teilt sich den 111. Platz (doppel yeah…).
Die nächsten Tage dürfte es wieder etwas nass werden – aber vielleicht geht sich ja noch ein Lauf aus.
(Text: Eli/Bilder: Somi)

Tag 6 – 69km Dreieck

“Blauen Himmel haben wir in der Früh beim Aufstehen noch nie gesehen” – Somis Worte beim Frühstück. Zwei Stunden später am Startplatz dann wieder das bekannte Bild: Basis knapp 100m über dem Startplatz und vieeeel Schatten. Einzig im Flachland konnte man schöne Sonnenflecken sehen. Daher teilte sich das Feld auch bereits vor dem Start in zwei Gruppen auf: Flachlandpulk und Ridgepulk. Ähnlich wie an Tag 3 führte uns die Aufgabe erst nach Süden und dann im Dreieckskurs über einen Schlenker nach Ost zurück nach Norden ins Goal.
Am Beginn schien der Ridgepulk die bessere Entscheidung getroffen zu haben, denn am südlichen Wendepunkt kamen sie mit einem guten Vorsprung an – allerdings recht tief. Dies führte dazu, dass die zweite Gruppe auf, bzw. überholen konnte. Unglückliche Linien führten dazu, dass Stefan, der bis kurz vor dem Ziel ganz vorne dabei war, ein paar Minuten Rückstand bis ins Goal aufbaute. Somi ging seine eigene Route auf und nur ein paar Sekunden hinter dem ersten beendet er den gestrigen Task auf Platz 5. Gratuliere!
Auch Alex und Christian kamen mit etwas Verspätung ins Goal.
(Text: Eli/Bilder: Somi)

Tag 5 – 70km One-Way

Erneut begann der Tag mit Nebel am Startplatz. Somit froren (ja tatsächlich) wir einige Zeit beim Kartenspielen bevor beim Briefing eine 70km Strecke ausgerufen wurde. Erster Gedanke: motivierte Tasksetter. Die Idee hinter dem Lauf, war es, uns mit Wendepunkten im Flachland von den Bergen fernzuhalten und uns mit Rückenwind nach Norden fliegen zu lassen. Und der Plan ging auf! Nach dem Start um 14:00Uhr schoss der Pulk gegen Norden los. Beim Sprung ins Nachbar-“Tal” legte der Wind noch einmal zu (stellenweise 25-30kmh) und das Thermikkurbeln wurde in den niedrigeren Schichten eher ein “Mit-Dem-Wind-Driften”. Immer der Straße (und Landeplätzen) folgend, ging es weiter zur nächsten Wende von der aus nur noch knapp 20km ins Ziel fehlten. Rückenwind – Flieg geschwind: schon nach 1h43m erreichten die ersten Piloten ESS und die meisten davon auch Goal.
Von uns Österreichern schaffte es leider nur Alex bis ins Ziel.
Für heute und morgen sieht das Wetter weiterhin gut aus, danach könnte es wieder etwas nass werden.
(Text: Eli/Bilder: Somi)

Tag 4 – Cancelled

Den gestrigen Tag verbrachten wir erneut im Regen – Netflix, kartenspielen, laufen und ein wenig trainieren. Zwischenzeitig ging es in der Teamleader Whatsapp Gruppe rund: denn wer die Ergebnisse genauer verfolgt, hat wahrscheinlich festgestellt, dass sich seit Donnerstag Abend die Ergebnisse vom zweiten geflogenen Task ein paar Mal geändert haben beziehungsweise nun komplett verschwunden sind. Dies hat folgenden Hintergrund: Anscheinend wurde die Info, dass der Task gestoppt wird zuerst nur an die Teamleader weitergegeben und erst 7 Minuten später über Funk durchgegeben.
Jene Piloten, welche die Info von ihrem Teamleader bereits sofort erhalten und umgedreht haben, hatten demnach einen Nachteil, da sie bereits einige Kilometer in die falsche Richtung geflogen bzw. landen gegangen sind. (Kurz zur Info: wenn ein Task gestoppt wird gilt die jeweilige Position der Piloten an der sie 5 Minuten bevor es gestoppt wird gerade waren – macht also schon einen Unterschied ob das 5 Minuten früher oder später ist)
Also viel Stoff für angeregte Disskussionen – momentaner Stand: der Task wird gar nicht gewertet, da jene Piloten die eine Info zu gefährlichen Bereichen in der Luft bekommen einen taktischen Vorteil haben – jenen gegenüber die bereits durch diese Zonen durch sind. Da aber bereits der nächste Complaint (dass der Task nicht gewertet wird) vorliegt bleibt es weiterhin spannend ob bzw. wie viele Punkte es geben wird.

(Text: Eli)

Tag 3 – 66km Dreieck

Angekommen am Startplatz erwarteten uns bereits die ersten Cumuli und guter Aufwind. Somit ging es heute dann etwas schneller in die Luft und bereits um 13:00Uhr startete der Task. Bereits davor beutelte es uns beim Warten ein wenig durch – es gab tatsächlich teilweise 3m/s Steigen in Kombination mit ein wenig Südwind.
Zuerst ging es ein Stück an der Ridge hinauf gegen Norden, danach führte der Task am Hang entlang zurück nach Süden und theoretisch von dort im Flachland wieder zurück nach San Miguel del Tucumán (also ein nettes 66km Dreieck wie schon gestern angekündigt). Am Weg nach Süden machte uns aber der Südwind einen Strich durch die Rechnung. Wer zu tief über die einzelnen Rippen sprang fand sich früher oder später in einem ausgewachsenen Lee wieder – Acrofliegen inklusive. Nach mehreren Level 3 Meldungen, einer Baumlandung und ein paar “Vollzerstörern” wurde deshalb der Task gestoppt.
Somi und Alex waren beim Führungspulk dabei, und punkten damit heute für die Nationenwertung.

(Text: Eli/Bilder: Somi)

Tag 2 – 63km Aufgabe

Die Euphorie vom Morgen verflüchtigte sich leider bereits beim Aussteigen aus den Shuttels, denn unter dem Landeplatz erstreckte sich ein Wolkenmeer soweit das Auge reichte. Schlussendlich lag dann auch der Startplatz selbst in Nebel gehüllt vor uns, und wir warteten mehrere Stunden bis man endlich ins Flachland hinunterblicken konnte. Das hinderte das Taskkomitee aber nicht daran, eine motivierte 63km One-Way Aufgabe Richtung Süden zu setzen (der Wetterbericht versprach ja auch Nordost – also Rückenwind). Um 14:00Uhr war dann endlich Window Open und bis 15:30Uhr kuschelten wir zwischen 1200m und 1300m an der Wolkenbasis. Beziehungsweise bis 15:20Uhr an der Basis… die letzten 10 Minuten bevor es los ging mussten dann viele mit einem aprupten Thermikende kämpfen. Dennoch schufteten wir uns im 0.2-0.8m Steigen von Aufwind zu Aufwind weiter gegen den Südwind in Richtung Goal. Mehr nach dem Prinzip “Fliegen mit Freunden” anstatt “Vollgas-Wettkampffliegen”. Einer nach dem anderen bröckelte davon und als dann um 17:30Uhr die Thermik auch noch einschlief groundete es auch die letzten Geduldspiloten.
Gratulation an Philipp Haag der sich von hinten noch einmal ganz nach vorne kämpfte und es am weitesten ans Ziel heran schaffte, sowie Stefan Brandlehner der heute als bester Österreicher 46. wurde. Für morgen sieht der Wetterbericht noch einmal vielversprechend aus – die provisorische Tagesaufgabe würde uns 70km weit führen. Daumendrücken, auf dass morgen (bzw. in Europa schon heute) zumindest ein paar Piloten das Ziel erreichen.
(Text: Eli/Bilder: Eli/Somi)

Trainingstag & Tag 1 Cancelled

Seit Sonntag Nachmittag hat es hier mehr oder weniger durch geregnet. Viel Zeit also zum Kartenspielen, Filmschauen, Trainieren (ja wenn es so weitergeht sehen wir am Ende alle aus wie Somi) oder Berggehen und Laufen.
Heut lacht uns aber wieder blauer Himmel entgegen und in eineinhalb Stunden geht es dann auch schon rauf auf den Berg.
Hier noch einmal der direkte Link zum Livetracking: http://lomabola.com.ar/live-tracking/
Mehr Infos zum Event selbst gibts hier: https://airtribune.com/17th-world-paragliding-championship-tucuman-argent/blog

Anreise und Ankunft

Freitag 29.10.2021, 18:40Uhr: das österreichische Nationalteam bestehend aus Alex Schalber, Christian Amon, Elisabeth Egger, Michael Sommerauer und Stefan Brandlehner macht sich auf den Weg nach Argentinien. Bereits am Salzburger Flughafen beginnt die Zettelwirtschaft mit Impfzertifikat und PCR-Test, Versicherungsnachweis, Einladung des Veranstalters, BURE und was man halt sonst so für einen Kurztrip nach Argentinien braucht. Über Frankfurt geht es dann in der Nacht weiter nach Buenos Aires wo wir den Tag mit (fast 4h) Einreise und Flughafenwechsel verbrachten bevor es am Abend endlich nach Tucuman weiterging. Schlussendlich schafften wir es nach mehr als 41h doch alle in die Unterkunft am Fuße des Flugberges.
Heute morgen wurde die Unterkunft und Umgebung erkundet: Pool, Garten, Landeplatz alles direkt vorhanden. Nach der Registrierung im Headquarter fuhren wir sogar noch für einen Flug nach Loma Bola hinauf. Mit gewittriger Geräuschkullise kurbelten wir in den Monsterbärten von bis zu 2m/s Steigen motiviert für eine halbe Stunde bevor wir 200m neben der Unterkunft landeten, zusammenpackten und vor dem Regen flüchteten. Für heute Abend steht noch die Welcome-Ceremony an, morgen geht es dann los mit einem Trainingstask.
Verfolgt werden kann das Geschehen auf Airtribune unter https://airtribune.com/17th-world-paragliding-championship-tucuman-argent/blog

(Text: Eli/Bilder: Somi)

 

2nd Freedom Open – Task 5

Der letzte Wettkampftag startete vielverprechend mit blauem Himmel und vereinzelten Cumuli die Thermik versprachen. Daher gab uns das Taskkomitee eine knapp 100km Aufgabe auf. Mit Racestart um 13:00 und Taskende um 18:30Uhr eine ganz passable Runde zuerst nach Ost, dann West zum Stol und ins Ziel am Camp Gabrije. Bereits am ersten Schenkel des Dreiecks wurde aber klar – ganz so einfach wird es doch nicht. Viel Schatten, Regenschauer am Horizont und immer mehr Wind sorgten dafür, dass nach und nach das Pilotenfeld kleiner wurde. Somi und Eli konnten sich gut mitkämpfen und waren mit dem Führungspulk mit unterwegs (ausenommen Clement Latour der allein unendlich weit voraus war). An der zweiten Wende über dem Plateau Richtung Lijak hinunter zerriss 20-30km/h Wind die Thermik und wer die Wende erreicht hat, flüchtete möglichst schnell retour nach Norden zum Kobala. Da aber auch dieser im Schatten lag dauerte es doch einige Zeit bis man sich wieder nach oben gekämpft hatte und weiter zum Stol aufbrechen konnte. Und schön langsam machte sich das Schlangenlinien-Fliegen bemerkbar – denn bis man am Stol ankam war es kurz vor 18Uhr und die Thermik bereits am einschlafen. Mit den letzten Aufwinden schafften es Somi und Eli bis knapp über 20km zum Ziel und damit in die Top 15 des Taskergebnisses.
In Summe kämpfte sich Somi damit Overall in der Gesamtwertung auf Platz 10, Eli auf Platz 31 sowie aufs Podest (2. Platz) bei den Damen.
Gratulation an Emil Červeňan (1.), Philipp Haag (2.), Jonas Böttcher und Matthijs Derks (3.) sowie Constance Mettetal (1.), Eli Egger (2.) and Adel Honti (3.)!
(Text Eli / Bilder Emi)

2nd Freedom Open – Task 4


Auch gestern begann der Tag wieder mit jeder Menge Wolken und dem einen oder anderen Regenschauer. Nichts desto trotz starteten wir um ca. 14:00Uhr für eine 45km Aufgabe. Zu Beginn sammelte sich das Starterfeld an der Basis – zum ersten Mal über 2000m in dieser Woche – und pünktlich 5 Minuten vor Racestart ließ auch die Thermik nach. Die Route führte zuerst Richtung Kobarid von dort zurück nach Tolmin und das ganze zwei Mal hintereinander. Bereits nach der ersten Querung war Thermik suchen angesagt – wer zu motiviert in den Schatten flog, bereute das früher oder später denn für die nächsten 10km verabschiedete sich die Sonne mal wieder. Somi wählte die Sightseeingtour am Krn entlang und konnte so extra Höhe mitnehmen die ihm einen längeren Flug ermöglichte. Kurz bevor die ersten Piloten das Ziel erreichten musste das Rennen aber wegen Regen doch noch gestoppt werden.
Heute sollte es (endlich) bessere Bedingungen geben 🙂

Text und Bilder Eli

 

2nd Freedom Open – Task 2

“schattig – langsam – taktisch” – Somi’s Zusammenfassung vom heutigen Task. Um 12:10 ging es erneut vom Kobala aus los für ausgeschriebene 57km. Angesetzt wurde ein hin und her Kurs zwischen Kobarid und Tolmin mit Goal am Ende in Kobarid. Erneut war es am Start bereits schattig und etwas zäh – war man aber an der Wolke konnte man den Start genießen. Bei (noch) einigermaßen blauem Himmel ging es hinüber zur ersten Ridge, im 4-Meter-Bart ab nach oben und dann gleiten gleiten gleiten hinaus an die Wende über Kobarid und wieder retour an die Ridge. Bei diesen 12km Gleitflug zahlte es sich aus im Vorfeld genug Höhe mitzunehmen denn bereits da war klar, dass immer weniger Sonne vorhanden ist. Dennoch konnten sowohl Somi als auch Eli im Verfolgerpulk mitfliegen und die Wende mit Sicherheitsreserve nehmen. Zurück nach Tolmin ging es wieder an der nördlichen Ridge des Soca-Tals. Am Ende davon wurde erneut aufgedreht um die 5km entfernte Boje auf der anderen Talseite zu erwischen. Dort gab es dann zwei Möglichkeiten: entweder zurück an die Südhänge an denen man auch davor geflogen ist, oder die etwas direktere Linie entlang der Nordhänge südlich des Soca-Tals. Sowohl Somi als auch Eli entschieden sich für die Südhänge und tankten dort noch einmal alles an Höhe was gefunden wurde bevor es in den Gleitflug bis zum Aufsetzten überging. Eli fehlten noch 22km bis ins Ziel, Somi schaffte es etwas weiter und so fehlten ihm nur mehr 15km.
Glücklich ins Ziel schafften es heute nur knapp 10 Piloten, davon mit deutlichem Vorsprung als erster Philipp Haag aus Deutschland – Gratuliere! Wer nämlich etwas später dran war, konnte die abgeschattete Phase abwarten und dann im Anschluss gemütlich ins Ziel fliegen. Gratuliere an alle die es ins Goal geschafft haben – wir bleiben gespannt auf die nächsten Tage!

2nd Freedom Open in Slowenien – Task 1

Gestern startete die internationale Wetkampfsaison mit dem ersten Task bei den 2nd Freedom Open in Slowenien. Unter dem top besetzte Feld aus 82 Piloten sind auch Somi (Michael Sommerauer) und Eli (Elisabeth Egger) mit dabei.
Bei unsicherer Wetterprognose wurde ein 67km Task ausgeschrieben und schon vor dem Start war klar, die schnell größer werdenden Wolken könnten zum Problem werden. Wer am Start ein wenig trödelte wurde mit zähen Bedingungen bestraft, und so war es von Vorteil, möglichst früh in die Luft zu gehen. Vom Kobala in Tolmin ging es dem Tal entlang Richtung Kobarid. Gleich am ersten sonnenbeschienenen Hang ging es kräftig nach oben, nur zwei Kilometer später im (teils kräftigen) Regen aber auch schnell wieder nach unten (Scheibenwischer am Visir wären sicher nicht ganz verkehrt gewesen). Bereits da wurden die ersten Stimmen laut, den Task zu stoppen aber es ging doch noch ein Stückchen weiter. Nach der Regenwende ging es zurück ins Lee am Kobala – wer nicht genug Höhe im Vorfeld machte durfte sich dort mal kräftig durchbeuteln lassen. Die höhere Linie funktionierte deutlich besser und so konnte der Führungspulk auch recht schnell zurück nach Westen fliegen. Im Gas an der Ridge entlang – soaren, Thermik, umdrehen und wieder zurück ins Lee. Spätestens dann konnte man bei vielen Piloten spannende Schirmformen bewundern und in Kombination mit dem nächsten Regenschauer brachte es dann tatsächlich den Task zu einem Ende.
Mit knapp über 33km konnte sich der Tasksieger Jose Rebelo wunderbare 171 Punkte sichern, Somi verdiente sich 162 und Eli 113. Die Wettervorhersage für die kommenden Tage ist weiterhin durchwachsen also mal sehen, was die nächsten Tasks so zu bieten haben.

(Text: Eli / Fotos: Emi/Somi)