2nd Freedom Open – Task 5

Der letzte Wettkampftag startete vielverprechend mit blauem Himmel und vereinzelten Cumuli die Thermik versprachen. Daher gab uns das Taskkomitee eine knapp 100km Aufgabe auf. Mit Racestart um 13:00 und Taskende um 18:30Uhr eine ganz passable Runde zuerst nach Ost, dann West zum Stol und ins Ziel am Camp Gabrije. Bereits am ersten Schenkel des Dreiecks wurde aber klar – ganz so einfach wird es doch nicht. Viel Schatten, Regenschauer am Horizont und immer mehr Wind sorgten dafür, dass nach und nach das Pilotenfeld kleiner wurde. Somi und Eli konnten sich gut mitkämpfen und waren mit dem Führungspulk mit unterwegs (ausenommen Clement Latour der allein unendlich weit voraus war). An der zweiten Wende über dem Plateau Richtung Lijak hinunter zerriss 20-30km/h Wind die Thermik und wer die Wende erreicht hat, flüchtete möglichst schnell retour nach Norden zum Kobala. Da aber auch dieser im Schatten lag dauerte es doch einige Zeit bis man sich wieder nach oben gekämpft hatte und weiter zum Stol aufbrechen konnte. Und schön langsam machte sich das Schlangenlinien-Fliegen bemerkbar – denn bis man am Stol ankam war es kurz vor 18Uhr und die Thermik bereits am einschlafen. Mit den letzten Aufwinden schafften es Somi und Eli bis knapp über 20km zum Ziel und damit in die Top 15 des Taskergebnisses.
In Summe kämpfte sich Somi damit Overall in der Gesamtwertung auf Platz 10, Eli auf Platz 31 sowie aufs Podest (2. Platz) bei den Damen.
Gratulation an Emil Červeňan (1.), Philipp Haag (2.), Jonas Böttcher und Matthijs Derks (3.) sowie Constance Mettetal (1.), Eli Egger (2.) and Adel Honti (3.)!
(Text Eli / Bilder Emi)

2nd Freedom Open – Task 4


Auch gestern begann der Tag wieder mit jeder Menge Wolken und dem einen oder anderen Regenschauer. Nichts desto trotz starteten wir um ca. 14:00Uhr für eine 45km Aufgabe. Zu Beginn sammelte sich das Starterfeld an der Basis – zum ersten Mal über 2000m in dieser Woche – und pünktlich 5 Minuten vor Racestart ließ auch die Thermik nach. Die Route führte zuerst Richtung Kobarid von dort zurück nach Tolmin und das ganze zwei Mal hintereinander. Bereits nach der ersten Querung war Thermik suchen angesagt – wer zu motiviert in den Schatten flog, bereute das früher oder später denn für die nächsten 10km verabschiedete sich die Sonne mal wieder. Somi wählte die Sightseeingtour am Krn entlang und konnte so extra Höhe mitnehmen die ihm einen längeren Flug ermöglichte. Kurz bevor die ersten Piloten das Ziel erreichten musste das Rennen aber wegen Regen doch noch gestoppt werden.
Heute sollte es (endlich) bessere Bedingungen geben 🙂

Text und Bilder Eli

 

2nd Freedom Open – Task 2

“schattig – langsam – taktisch” – Somi’s Zusammenfassung vom heutigen Task. Um 12:10 ging es erneut vom Kobala aus los für ausgeschriebene 57km. Angesetzt wurde ein hin und her Kurs zwischen Kobarid und Tolmin mit Goal am Ende in Kobarid. Erneut war es am Start bereits schattig und etwas zäh – war man aber an der Wolke konnte man den Start genießen. Bei (noch) einigermaßen blauem Himmel ging es hinüber zur ersten Ridge, im 4-Meter-Bart ab nach oben und dann gleiten gleiten gleiten hinaus an die Wende über Kobarid und wieder retour an die Ridge. Bei diesen 12km Gleitflug zahlte es sich aus im Vorfeld genug Höhe mitzunehmen denn bereits da war klar, dass immer weniger Sonne vorhanden ist. Dennoch konnten sowohl Somi als auch Eli im Verfolgerpulk mitfliegen und die Wende mit Sicherheitsreserve nehmen. Zurück nach Tolmin ging es wieder an der nördlichen Ridge des Soca-Tals. Am Ende davon wurde erneut aufgedreht um die 5km entfernte Boje auf der anderen Talseite zu erwischen. Dort gab es dann zwei Möglichkeiten: entweder zurück an die Südhänge an denen man auch davor geflogen ist, oder die etwas direktere Linie entlang der Nordhänge südlich des Soca-Tals. Sowohl Somi als auch Eli entschieden sich für die Südhänge und tankten dort noch einmal alles an Höhe was gefunden wurde bevor es in den Gleitflug bis zum Aufsetzten überging. Eli fehlten noch 22km bis ins Ziel, Somi schaffte es etwas weiter und so fehlten ihm nur mehr 15km.
Glücklich ins Ziel schafften es heute nur knapp 10 Piloten, davon mit deutlichem Vorsprung als erster Philipp Haag aus Deutschland – Gratuliere! Wer nämlich etwas später dran war, konnte die abgeschattete Phase abwarten und dann im Anschluss gemütlich ins Ziel fliegen. Gratuliere an alle die es ins Goal geschafft haben – wir bleiben gespannt auf die nächsten Tage!

2nd Freedom Open in Slowenien – Task 1

Gestern startete die internationale Wetkampfsaison mit dem ersten Task bei den 2nd Freedom Open in Slowenien. Unter dem top besetzte Feld aus 82 Piloten sind auch Somi (Michael Sommerauer) und Eli (Elisabeth Egger) mit dabei.
Bei unsicherer Wetterprognose wurde ein 67km Task ausgeschrieben und schon vor dem Start war klar, die schnell größer werdenden Wolken könnten zum Problem werden. Wer am Start ein wenig trödelte wurde mit zähen Bedingungen bestraft, und so war es von Vorteil, möglichst früh in die Luft zu gehen. Vom Kobala in Tolmin ging es dem Tal entlang Richtung Kobarid. Gleich am ersten sonnenbeschienenen Hang ging es kräftig nach oben, nur zwei Kilometer später im (teils kräftigen) Regen aber auch schnell wieder nach unten (Scheibenwischer am Visir wären sicher nicht ganz verkehrt gewesen). Bereits da wurden die ersten Stimmen laut, den Task zu stoppen aber es ging doch noch ein Stückchen weiter. Nach der Regenwende ging es zurück ins Lee am Kobala – wer nicht genug Höhe im Vorfeld machte durfte sich dort mal kräftig durchbeuteln lassen. Die höhere Linie funktionierte deutlich besser und so konnte der Führungspulk auch recht schnell zurück nach Westen fliegen. Im Gas an der Ridge entlang – soaren, Thermik, umdrehen und wieder zurück ins Lee. Spätestens dann konnte man bei vielen Piloten spannende Schirmformen bewundern und in Kombination mit dem nächsten Regenschauer brachte es dann tatsächlich den Task zu einem Ende.
Mit knapp über 33km konnte sich der Tasksieger Jose Rebelo wunderbare 171 Punkte sichern, Somi verdiente sich 162 und Eli 113. Die Wettervorhersage für die kommenden Tage ist weiterhin durchwachsen also mal sehen, was die nächsten Tasks so zu bieten haben.

(Text: Eli / Fotos: Emi/Somi)

 

Kaiserwinkel Austrian Open 2020

Am Sonntag flogen die Teilnehmer der Kaiserwinkl Austrian Open erneut eine wunderschöne Aufgabe von 55km Länge. Ausgehend vom Unterberg in Kössen ging es weiter zum Zahmen Kaiser. Mit einer wunderschönen Thermik Wolke oben drüber, konnte sich Somi (Michael Sommerauer) einen kleinen Vorsprung herausarbeiten, bevor es über den Walchsee auf die andere Talseite ging. Etwas zögerlich ging es auch dort wieder nach oben, und um nicht all zu viel Zeit zu verlieren auch gleich etwas tiefer zurück an den Unterberg. All jene die etwas mehr Höhe mitnehmen konnten, gelang es dort, auf Grathöhe in den Thermikbart einzusteigen – die tiefere Fraktion durfte sich auf der Südseite mal wieder durchs Lee quälen. Allen voran schoss Somi von der Basis weiter in Richtung Steinplatte, an der die nächste Wende zu absolvieren war. Hier wiederholte sich das Lee-Geplänkel für die Tieferen erneut, alle die über Grad am Fellhorn einsteigen konnten, durften allerdings die Wolkenautobahn zur Steinplatte und retour genießen. Die letzten Kilometer ins Ziel wurden für einige dann doch noch mal etwas spannend, denn mit bayrischem Gegenwind war die Gleitzahl ins Ziel oft ziemlich im Keller. Aber wo es hinunter geht, geht es auch irgendwo wieder nach oben: Bei der End-Of-Speed Section sowie über dem Landeplatz konnte man dem Steigen fast nicht mehr ausweichen. Gratuliere an Somi für den Tasksieg!
Insgesamt konnten bei den Kaiserwinkl Open also 3 Tasks geflogen werden und so sicherte sich Aaron Durogati vor Stefan Brandlehner und Alexander Schalber den Sieg. Die Damenwertung ging an Eli Egger, gefolgt von Ewa Korneluk und Ramona Eckert. Die Serienklasse gewann Stefan Brandlehner.
Die österreichischen Staatsmeistertitel gingen bei den Herren an

1. Alexander Schalber
2. Christoph Eder
3. Stefan Brandlehner

bei den Damen an

1. Elisabeth Egger
2. Sissi Eisl
3. Emilia Górska

Herzliche Gratulation den Gewinnern und ein großes Danke an den PDC Kaiserwinkl für den tollen Bewerb!

(Text: Eli / Bilder: Lex/Emilia)

DHV Bericht

Fotos von PDC Kaiserwinkl

Google Fotos (>270 von Emilia)


Samstag:

Nach einem etwas schwierigen Start (ein 25km Task wo leider nur wenige das Goal erreichten und ein gestoppter Task gestern) konnte die Kaiserwinkel Open und gleichzeitig österreichische Staatsmeisterschaft heute endlich mit einem 80km Task aufwarten. Obwohl zu Beginn Unsicherheit bestand, wie lang das Wetter halten würde, ging es um knapp vor 12 in die Luft. Bis 13Uhr kuschelten sich dann die 100 Teilnehmer im Startpulk zusammen (leider auch etwas zu knapp – aber alles soweit glimpflich ausgegangen). Vom Unterberg ging es danach Richtung Süden zur ersten Wende. Schon gleich nach dem Start wurde es für ein Teil des Feldes zum ersten mal richtig spannend – denn Wind, Schatten und wenig Höhe sind eine schlechte Kombination. Der Rest des Feldes konnte gut aufdrehen und allen voran zog Aaron Durogati am Wilden Kaiser vorbei. Mit etwas Verzögerung schlossen immer mehr Piloten auf und nach der Wende bei Westendorf gab es mehr oder weniger zwei Optionen um den nächsten Radius zu nehmen. Entweder die direkte Linie vorbei am Kitzbühler Horn über die Weidringer Buckel, oder mit etwas Umweg zurück zum Wilden Kaiser und im Lee auf der Südseite bis zur Steinplatte. Beide Varianten hatten ihre Tücken – denn der Anschluss an den Weidringer Buckeln war mehr als herausfordernd und die Lee-Runde eine Non-Stop Waschmaschine.
Zeitlich war bei den Routen nur wenig Unterschied und so traf man sich beim westlichen Wendepunkt am Zahmen Kaiser wieder. Dort (oder an der nächsten Rippe) hieß es noch einmal Höhe tanken damit man den Endanflug antreten konnte.
Im Großen und Ganzen ein anspruchsvoller Task der viele Möglichkeiten bot, aber auch leider seine Opfer forderte. Nach 3:01 erreichte Aaron Durogati als erste das Ziel, 1:12h später auch der letzte der 23 Piloten die es heute ins Goal schafften.

Text: Eli / Fotos: Somi