Meisterschaft der Vereine 2020

Wie gewohnt im Zillertal konnte die Anmeldung stressfrei durchgeführt werden. Aufgefahren wurde auch wie immer zum Melchboden.
Die aktuell geänderte Ampelfarbe war für die Piloten kein Problem, Abstände wurden eingehalten und Masken sind immer dabei.
Ausgeschrieben wurde ein kurzer Task über 37km mit elapsed time, da die Basis nicht wirklich hoch war. Die ersten starten kurz nach window-open und es ist klar, dass der Task zäh wird. Teilweise kann man neben den Wolken aufdrehen, aber die Abschattungen werden immer mehr.
Am Ende sind 5 Piloten im Goal, der Rest gut aufgeteilt.
Die Teamwertung heute gewinnt heute der IGV – Team 1.
RESULTS – Teamwertung hier
 
Am zweiten Tag haben sich noch 5 Piloten zusätzlich dazu entschlossen, bei der Meisterschaft der Vereine mitzufliegen.
Am Startplatz zeigen sich zwei starke Inversionsschichten, eine knapp unter Startplatz, die andere etwas höher. Deshalb wurde der Start auf 13:30 gelegt und ein Race mit 45km ausgeschrieben.
Zum öffnen des Startfensters bewegt sich bei den Piloten aber vorerst nichts, auch Alex Schalber, üblicherweise ein früher Starter, lässt sich Zeit.
Es bilden sich nach zähem Start zwei Gruppen, Schalber Alex und Brandlehner Tom platzieren sich weiter hinten in der Höhe und fliegen den ganzen Task nie unter 2300m.
Wieder ist es so – wer einmal tief kommt, darf landen gehen. Aber auch heute sind die Piloten gut über die Route verteilt, allerdings nur noch 4 Piloten im Ziel.
Die Teamwertung gewinnt das Team des Innsbrucker Gleitschirmvereins (IGV) vor Ikarus Abtenau 1 und dem Salzburger Gleitschirmfliegerverein Team 1.
Die gesamten TEAM-RESULTS sind hier zu finden.
Fotos des gesamten Bewerbs-Wochenendes inkl. Jahressiegerehrung Liga und XC: (Weiterschalten mit Pfeilen am linken und rechten Bildrand)

Bericht Petzen Open

Task 1 – 2020-08-08 16:17

49 Piloten finden den Weg zur Petzen Open. Registrierung und Auffahrt sind entspannt, aber durch COVID-Regeln dauert es doch. Es wird ein 80km Task ausgeschrieben. Die Vorhersage von Alptherm und anderen Diensten verspricht gute Bedingungen.
Leider ist die Vorhersage etwas daneben. Der Ostwind ist um 14:00 noch vorhanden und zwingt leider ca. 30 Piloten zur Landung. Die Top-Piloten schaffen den Einstieg und können die 80km in Angriff nehmen.
Unterwegs war zu Beginn der Ostwind deutlich stärker wie vorhergesagt. Die meisten der “Überlebenden” schafften die zweite Boje. Am Rückweg kamen wieder ein paar tief, aber der abnehmende Ostwind belohnte diejenigen, die die richtigen Linien wählten.
Am Ende sind 8 Piloten im Goal.
Hoffen wir für morgen, dass die Vorhersagen stimmen, es sollte besser wie heute sein.

Task 2 – 2020-08-11 05:44

Der Sonntag beginnt mit bestem Wetter, auch die Vorhersagen scheinen besser wie gestern. Um eine frühe Siegerehrung zu ermöglichen, wird ein Task mit 50km im Tal ausgeschrieben. Zuerst 15km nach Westen am Berg und dann ins Flachland. Die Wolken heute schauen deutlich besser aus, Task-start ist schon um 12:45. Die frühen Starter können auch schon aufdrehen, aber es ist leider wie gestern extrem schwierig, am Start Höhe zu machen. Diesem Problem fallen auch heute wieder 25 Piloten zum Opfer. Dass der Task fliegbar war, zeigt uns wieder einmal der Profi Stefan Brandlehner. Er fliegt als einziger mit seinem XC-Racer ins Goal.
Fast schaut es so aus, dass auch Peter Wais es schaffen könnte, aber seine Geduld und Ausdauer wird nicht belohnt.
Den Bewerb gewinnt verdient Stefan Brandlehner vor Stephan Gruber und Dusan Oroz.
Die Kärntner Landesmeisterschaft gewinnt der letztjährige Vizelandesmeister Peter Holzer vor Andreas Wurzer und Reinhold Janesch.

Bericht: Manfred Marte, Fotos: David Lankmayer, Christoph Wagner

Bericht Kaiser Trophy 2020

Heute hatte das Taskkomittee keine ganz leichte Aufgabe: mit mehr prognostiziertem Westwind und bereits um 11Uhr Lentis am Horizont blieb als möglicher Taskbereich nur der Süden übrig – denn wer will da schon an den Felsen des Wilden Kaisers entlangbrettern. So setzten sie uns einen 65km Nord-Süd-Nord-Süd-Nord zickzack Kurs. Bereits im Startbart war klar – “also sche is des net” (Martin Petz). Trotzdem kämpfte man sich nach oben um dann über Ellmau hinaus am Fuße des Wilden Kaisers die erste nördliche Wende zu absolvieren. Mit Seitenwind und großflächigen Sinkbereichen nicht gerade die einfachste Aufgabe. Knapp zwei drittel der Piloten schafften es leider danach nicht wieder zurück in die Thermik und so sammelte sich der Großteil des Feldes recht früh schon am Landeplatz. Von dort konnten dann die verbliebenen 20 Piloten am Livetrack verfolgt werden. Zurück über den Hartkaiser ging es zuerst nach Westendorf und weiter am Grat enlang nach Süden. Mit einigen Baustellen schafften es die verbliebenen 16 Piloten hinauf nach Norden. Von dort hieß´es noch einmal zurück an den Hahnenkamm bevor man zum letzten mal über Ellmau zur End-Of-Speed Section flog. Mit einem unglaublichen Vorsprung erreichte Jurij Vidic (Slo) vor Simon Arnold (ebenfalls weitere 10 Minuten vor dem 3. Platzierten) als erster das Ziel. Das Landebier hatten sie sich mit diesem Flug definitiv verdient
Die Gesamtwertung der Kaiser Trophy 2020 ging an Jurij Vidic(Slo) vor Simon Arnold und Primoz Susa (Slo). Die Serienklasse ging an Sebastian Schmied (De), Sport an Dominik Asteiner und die Damenwertung gewann Eli Egger.
Text: Eli / Foto(von Samstag): Lex
 
 
Heute Samstag startete die Kaiser Trophy 2020 mit einem spannendem 74km Task ins Wochenende. Vom Startplatz Hartkaiser in Ellmau führte es die 83 Piloten am Wilden Kaiser entlang über Wörgl, nach Süden zum Hahnenkamm und retour zurück nach Norden. Zu Beginn sammelte sich das Starterfeld gemeinsam an der Basis um dann glorreich ca. 5 Minuten vor Race-Start das letzte Steigen zu verlassen. So ging es ungewollt tief an die erste Talquerung. Angeführt vom Lokalmatador Simon Arnold ging es aber gleich weiter (mit nur wenig Höhe) zur ersten Wende. Diese absolviert war die Motivation zum Höhe tanken dann doch groß genug und so drehte man gemeinsam in 4-5m/s Bärten am Ostende des Kaisers auf. Auf Kammhöhe ging es im Geradeausflug über den Hinersteiner See bis nach Wörgl. Bei der Streke nach Wörgl hinaus und zurück an die Hohe Salve war gutes Gleiten von Vorteil – denn die Westhänge der Salve gingen zu Beginn nur etwas zögerlich. Mit etwas Geduld war aber auch diese Herausforderung gut meisterbar und schon flog man weiter über Westendorf hinweg zum Turnpoint Nummer 3. Der herausfordernste Schenkel stand aber erst bevor. Gegen den Nordwind kämpfte man sich zurück, entweder (wer hoch genug war) über den Rauhen Kopf, oder die tiefere Fraktion über die Senke westlich davon. Mit viel Zittern, möglichst aerodynamisch im Gurtzeug versteckt, kämpften sich die Piloten dann noch zur End-Of-Speed Section durch. Kenntnis des Fluggebiets machte sich heute definitiv bezahlt: So konnte Simon Arnold mit einer Minute Vorsprung nach 3h47min59sec als erster die Speedsection absolvieren. In Summe erreichten 47 Piloten das Ziel – Gratulation an alle!
Text: Eli / Foto: Emilia
 

Kaiserwinkel Austrian Open 2020

Am Sonntag flogen die Teilnehmer der Kaiserwinkl Austrian Open erneut eine wunderschöne Aufgabe von 55km Länge. Ausgehend vom Unterberg in Kössen ging es weiter zum Zahmen Kaiser. Mit einer wunderschönen Thermik Wolke oben drüber, konnte sich Somi (Michael Sommerauer) einen kleinen Vorsprung herausarbeiten, bevor es über den Walchsee auf die andere Talseite ging. Etwas zögerlich ging es auch dort wieder nach oben, und um nicht all zu viel Zeit zu verlieren auch gleich etwas tiefer zurück an den Unterberg. All jene die etwas mehr Höhe mitnehmen konnten, gelang es dort, auf Grathöhe in den Thermikbart einzusteigen – die tiefere Fraktion durfte sich auf der Südseite mal wieder durchs Lee quälen. Allen voran schoss Somi von der Basis weiter in Richtung Steinplatte, an der die nächste Wende zu absolvieren war. Hier wiederholte sich das Lee-Geplänkel für die Tieferen erneut, alle die über Grad am Fellhorn einsteigen konnten, durften allerdings die Wolkenautobahn zur Steinplatte und retour genießen. Die letzten Kilometer ins Ziel wurden für einige dann doch noch mal etwas spannend, denn mit bayrischem Gegenwind war die Gleitzahl ins Ziel oft ziemlich im Keller. Aber wo es hinunter geht, geht es auch irgendwo wieder nach oben: Bei der End-Of-Speed Section sowie über dem Landeplatz konnte man dem Steigen fast nicht mehr ausweichen. Gratuliere an Somi für den Tasksieg!
Insgesamt konnten bei den Kaiserwinkl Open also 3 Tasks geflogen werden und so sicherte sich Aaron Durogati vor Stefan Brandlehner und Alexander Schalber den Sieg. Die Damenwertung ging an Eli Egger, gefolgt von Ewa Korneluk und Ramona Eckert. Die Serienklasse gewann Stefan Brandlehner.
Die österreichischen Staatsmeistertitel gingen bei den Herren an

1. Alexander Schalber
2. Christoph Eder
3. Stefan Brandlehner

bei den Damen an

1. Elisabeth Egger
2. Sissi Eisl
3. Emilia Górska

Herzliche Gratulation den Gewinnern und ein großes Danke an den PDC Kaiserwinkl für den tollen Bewerb!

(Text: Eli / Bilder: Lex/Emilia)

DHV Bericht

Fotos von PDC Kaiserwinkl

Google Fotos (>270 von Emilia)


Samstag:

Nach einem etwas schwierigen Start (ein 25km Task wo leider nur wenige das Goal erreichten und ein gestoppter Task gestern) konnte die Kaiserwinkel Open und gleichzeitig österreichische Staatsmeisterschaft heute endlich mit einem 80km Task aufwarten. Obwohl zu Beginn Unsicherheit bestand, wie lang das Wetter halten würde, ging es um knapp vor 12 in die Luft. Bis 13Uhr kuschelten sich dann die 100 Teilnehmer im Startpulk zusammen (leider auch etwas zu knapp – aber alles soweit glimpflich ausgegangen). Vom Unterberg ging es danach Richtung Süden zur ersten Wende. Schon gleich nach dem Start wurde es für ein Teil des Feldes zum ersten mal richtig spannend – denn Wind, Schatten und wenig Höhe sind eine schlechte Kombination. Der Rest des Feldes konnte gut aufdrehen und allen voran zog Aaron Durogati am Wilden Kaiser vorbei. Mit etwas Verzögerung schlossen immer mehr Piloten auf und nach der Wende bei Westendorf gab es mehr oder weniger zwei Optionen um den nächsten Radius zu nehmen. Entweder die direkte Linie vorbei am Kitzbühler Horn über die Weidringer Buckel, oder mit etwas Umweg zurück zum Wilden Kaiser und im Lee auf der Südseite bis zur Steinplatte. Beide Varianten hatten ihre Tücken – denn der Anschluss an den Weidringer Buckeln war mehr als herausfordernd und die Lee-Runde eine Non-Stop Waschmaschine.
Zeitlich war bei den Routen nur wenig Unterschied und so traf man sich beim westlichen Wendepunkt am Zahmen Kaiser wieder. Dort (oder an der nächsten Rippe) hieß es noch einmal Höhe tanken damit man den Endanflug antreten konnte.
Im Großen und Ganzen ein anspruchsvoller Task der viele Möglichkeiten bot, aber auch leider seine Opfer forderte. Nach 3:01 erreichte Aaron Durogati als erste das Ziel, 1:12h später auch der letzte der 23 Piloten die es heute ins Goal schafften.

Text: Eli / Fotos: Somi

TopSpot Radsberg 6.-7.6.2020

Vergangenes Wochenende trafen sich 40 motivierte Ligapiloten in Kärnten, um die Saison mit dem ersten Bewerb (in ganz Europa) zu eröffnen. Auf Grund der durchwachsenen Wettervorhersage entschied man sich, es am Radsberg zu versuchen. Samstag Vormittag versammelte man sich also am Startplatz und wartete erst einmal ab, bis man nicht mehr zur Basis hinunter fliegen musste. Ausgeschrieben stand eine 42km Aufgabe und so starteten wir gegen eins und versuchten ein paar Höhenmeter gut zu machen. In einem Gemisch aus Thermikblasen und dynamischen Hangaufwind kuschelten wir dann vor dem Startplatz herum bis man endlich genug Höhe hatte, um die Start-Speed-Section im Tal auszulösen. Mit knapp 70m über dem Talboden kam man dann zurück an die Soaringkante des Radsbergs und kämpfte sich wieder nach oben. Eine kleine Gruppe versuchte sich auch an dem Hügel direkt am Drauufer, aber auch dieser lies zu Beginn keine befriedigende Abflughöhe zu. Knapp 45 Minuten später (noch immer über dem Startplatz) war dann endlich zumindest ein wenig Luft unter den Füßen und wir machten uns auf den Weg Richtung Westen. Zuerst über das Plateau dann an die Ridge, die zur Drau hin ab fällt. An dieser ging es noch ein klein wenig im Geradeausflug weiter – dann entschied man sich gemeinsam, doch lieber die Landeplätze am anderen Drauufer auszuprobieren. 8.3km in ca. 1h – ein gutes Überlebenstraining 😉
Die glorreiche Flugleistung konnte die Stimmung aber nicht trüben, denn nach der coronabedingt langen Wettkampfpause gab es so einiges zu erzählen. Und wem der DJ am Startplatz doch zu laut war, der übersiedelte früher (oder später) ins Wohnmobil.
Sonntag Morgen lachte uns bereits die Sonne ins Gesicht, und um das kleine Wetterfenster noch zu nutzen starteten wir schon gegen 11 zur gleichen Aufgabe wie am Vortag. Mit mehr Thermik war für diejenigen, die recht früh abhoben, das Höhe machen vor dem Start wesentlich einfacher als am Samstag. All jene, die sich nicht sofort in die Luft schwangen hatten dann aber mit Rückenwind am Startplatz zu kämpfen (ein erstes Anzeichen für den doch nicht so schwachen Wind). Ungewohnt hoch (knapp 1300m Abflughöhe) konnte die erste Gruppe dann die Start-Speed-Section absolvieren. Zurück über dem Startberg (an dem noch immer ein paar versuchten in die Luft zu kommen) konnte man noch einmal Höhe tanken und den Versuch nach Westen zu fliegen wagen. Nach 1.5km zwang uns der Gegenwind aber dann doch schon auf den Boden.
Trotzdem mal wieder schön, gemeinsam in der Luft zu sein – das bessere Wetter kommt beim nächsten mal 😉

Text: Eli / Fotos: David