16. FAI Europameisterschaft – Niš, Serbien


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06.08. SA / Siegerehrung und Zusammenfassung

Unser Nationalteam startete die letzten beiden Wochen bei der Europameisterschaft in Niš, Serbien. Mit dabei: Helmut Eichholzer, Eli Egger, David Lankmayer, Andi Steiner, Michael Somi Sommerauer, Herbert Tami Tamegger und als Teamleader Richi Edlinger. Diese Konstellation trat zum ersten Mal gemeinsam an, denn es gab im Vorfeld einiges an hin und her wer der qualifizierten Piloten fahren kann und will. Das Fluggebiet hatte anhand der letzten Wettkämpfe nicht gerade die besten Vorschußlorbeeren. Um so überraschter waren wir dann von den tatsächlichen Bedingungen vor Ort. Starke Thermik und durchaus auch windschwache Tage ermöglichten uns secht tolle Tasks – anspruchsvoll aber auf Mazedonien-Niveau.
Das Pilotenniveau war ebenfalls deutlich höher als angenommen, die Spitzenpiloten aus Frankreich, Italien, Tschechien, Deutschland, Serbien und Co. waren alle vor Ort und somit war die Taskgeschwindigkeit auf Top-Niveau. Wieder einmal wurde deutlich, dass wir Österreicher da noch ein wenig Aufholarbeit leisten müssen. Mit dem achten Rang in der Teamwertung bleibt noch Luft nach oben. Mittlerweile gibt es bei Europa- und Weltmeisterschaften auch eine Juniorenwertung (Piloten bis 26 Jahre) – leider hatten wir aber in dieser Wertung keinen einzigen Piloten am Start. Von Jahr zu Jahr wird die Professionalität der Teams höher, angefangen bei Teambuilding im Vorfeld über Funk in der Luft bis hin zu Teambriefings und -debriefings bei jedem einzelnen Task. Diese vielen Kleinigkeiten spielen zusammen und spiegeln das Niveau einer Mannschaft wider. Ein deutlicher Aufruf also an uns, genau dort anzusetzen – denn als Team kann man noch einmal deutlich mehr herausholen als jeder Einzelpilot für sich allein, denn das Potential an guten Piloten ist in Österreich auf jeden Fall vorhanden. Dennoch können wir uns mit Eli über den 3. Rang in der Damenwertung freuen (das einzige nicht-französische Podium bei den Einzelwertungen dieser EM). Mit einem grandiosen letzten Task konnte sie sich noch einmal gegen die starken Pilotinnen aus der Schweiz (amtierende Weltmeisterin), Ungarn und Deutschland duchsetzen.
Geholfen hat definitiv die Zusammenarbeit im Team-Funk und Analyse, aber auch der Austausch mit anderen Nationen. Auch Heli konnte in der Einzelwertung auf den 16. Rang fliegen, und von Tag zu Tag steigerte er seine Platzierung in den Tasks – noch eine weitere Woche und er wäre in den Top 10 dabei. Auch unsere Nationalteam-Newcomer konnten bereits unter Beweis stellen, dass sie vorne mitfliegen können. Denn ein jeder hat fürs Team gepunktet und gab motiviert sein Bestes. Genau mit diesem Potential gilt es jetzt weiterzuarbeiten, den Feinschliff zu machen und in Summe besser zu werden um in Zukunft wieder ganz vorne um die Medaillen mitmischen zu können.
Auch das ganze Rundherum angefangen vom Hotel über die Rückholung bis hin zu den Abendveranstaltungen ließ keine Wünsche offen – ein herzliches DANKE hierfür an die Organisation. Ein besonderes Highlight war die Unterbringung beinaher aller Piloten im selben Hotel, was dazu führte, dass auch Nationen übergreifend Freundschaften gepflegt wurden und die insgesamte Stimmung super positiv war.
Ein kleiner Wehmutstropfen: unser jahrelanger Teamchef Richi hat seine Pension beantragt. Seit 16 Jahren unterstützt er das Nationalteam und bei Großereignissen, egal ob in der Materialvorbereitung indem er immer das Beste aus unseren Schirmen herausholte (www.paraclinic.at) oder auch vor Ort, wo er der Ruhepol ist wenn es einmal hektisch wird. Sein Engagement fürs Team übersteigt die gesetzten Erwartungen um ein Vielfaches und wir wissen jetzt schon, dass es nicht einfach werden wird, in seine Fußstapfen zu treten.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass wir mit unserem Engagement in der Newcomer-Klasse am richtigen Weg sind um in Zukunft auch bei den Männern wieder ganz vorne mitmischen zu können. Mit Eli haben wir bereits eine Top-Pilotin die hart dafür arbeitet vorne mit dabei zu sein. Denn mit Fokus, Zielstrebigkeit und Spaß kann man sich selbst weiterentwickeln, besser werden und sich Stück für Stück im Ranking nach oben arbeiten. Jetzt gilt es, auch bei den Männern, Junioren und im Team die Lücke aufs Podium zu schließen.

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05.08. FR / Task 6 / 83km / SSS 14:20 / mehrere Startmöglichkeiten, danach vollgas an der Basis

Und ein letztes Mal quälten wir heute Richi’s Camper hinauf zum Weststartplatz. Bummerl überall und Seitenwind wie gewohnt, tippten wir den Task in die Geräte und schauten dass wir mehr oder weniger schnell in die Luft kamen. Heli, David und meine Wenigkeit gingen es gleich einmal an und checkten die einzelnen Optionen für den Start aus. Tami, Andi und Somi mussten bei Kack-Bedingungen am Start leider Recht lange warten, und beim anschließenden Gedrängel kostete es Tami ein paar Leinen. Somit konnte er den Task heute leider nicht mitfliegen.
Wir anderen schraubten uns nach oben und zogen in 3 unterschiedlichen Pulks nach Norden zur ersten Wende. Mit Auslassen der Thermik 5 Minuten vor dem Start soffen Heli und ich noch mal einige hundert Meter nach unten und waren gleich einmal am unteren Ende des Pulks angesiedelt. Nichts desto trotz Gasten wir von einem 5m Bart zum nächsten. Am Weg zurück über den Startplatz bog der Führungspulk etwas rechts ab, was uns die Möglichkeit bot abzukürzen. Gas, gas, gas zwischendurch Nervösitäts-Klimmzüge auf den B und wieder weiter im Steigen dahin. Wer dreht fliegt die halbe Zeit in die falsche Richtung, deshalb lieber nur geradeaus!
Mit eigener Linie schlossen wir gut auf und gingen bei 15km Restdistanz mit einer 12er Gleitzahl in den Endanflug.
Innerhalb der ersten 7 Minuten konnten Heli 15. Somi 35. Andi 55. und Eli 58. ins Goal fliegen. David fehlten heute leider 6km.
Und das beste: mit der Aufholjagd schaffte ich es, mich noch einmal zurück aufs Podium zu kämpfen!
Unglaublicher Tag heute…😍😍😍

Somit ist die EM 2022 in den Geschichtsbüchern und wir sind sehr Stolz bei diesen Bedingungen den 8. Platz als Team Österreich, Platz 3 Damen Europameisterschaft mit Eli und Platz 16 Overall Euro mit Helmut Eichholzer in Beschlag zu nehmen.
Alles in allem eine Tolle Veranstaltung mit einer Organisation die man gesehen haben muss. Wetter war Anfangs eher durchwachsen und Windig aber die letzten 3 Tasks haben uns mit wahnsinns Rennbedingungen und teils 47km/h Schnitt im Rennen positiv gestimmt. Alles in allem waren wir ein Tolles Team und danke nochmals an den wichtigsten Mann im Team: Richard Edlinger unser Teamleader der die eine oder andere Macke von uns ertragen musste 🤣🥰. Danke Richi😘!

Jetzt geht’s ab an den Pool wo heute für die Piloten ein DJ organisiert ist. Nach diesen anstrengen Tagen haben wir uns ein bisschen Party verdient.

🥉Bericht von Eli 🥉

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04.08. DO / Task 5 / 101km / SSS 14:00 / Heee ab in den Süüüden, der Sonne hinterhinter! 🌞

100km mit kurzem ZickZack in der Mitte, brettleben nach Süden überd Berg am Rande vom Kosovo vorbei. Start gelang heute allen super, auch wenn bei so manchem ein Low-Safe von 380m dabei war. Oben raus gings aber super, so konnten wir uns allesamt optimal positionieren. 14:00 Racestart – Heeeeeee ab in den Süüüden, der Sonne hinterher wir hooms ins gebn der Sonne hinterher 🌞 Leichter Rückenwind mit ca. 15kmh. Erste Wende gelang gut, Somi und ich riskierten direkt ins Flache ohne aufzudrehen um eventuell für die anderen im Team zu markieren. Aus dem wurde aber nichts. Also wurden wir vom gesamten Pulk überholt, da diese im besseren Steigen nahe den Hügeln ca 500hm Vorsprung machten. Heute hatten wir zum Glück nicht allzuviel Nordwind. So konnten wir die nächste Wende im Westen (kurzer Zickzack) recht einfach nehmen. Der Führungspulk krachte aber davon. Der zweite Pulkte korkte aber einen massiven 7er aus. Einmal winkte mein Schirm mal ordentlich. 60% Klapper in der Thermik. War eigentlich früh genug dran zum Stützen, aber beim Anschlag, mehr ging nicht. Stützte natürlich sofort die offene Seite, damits mich nicht rausschoss. Schirm öffnete sich von Selbst, also weiterkorken. 2200hm in einem Bart, so konnten wir wieder halbwegs auf den Führungspulk aufschließen. Weiter Gleiter bis zu den höheren Bergen, wieder super Thermik aber eben ums Eitzerl hintennach. Führungspulk inklusive Heli, Eli und Andi entschied sich für die weiter westlichere Linie, während wir weiter östlich flogen. Der letzte Bart in den hohen Bergen war entscheidend. Die ersten hatten noch weniger Steigen und flogen gleich weiter etwas östlich in der Hoffnung direkt ins Ziel zu kommen. Wir erfassten die optimale Thermikphase ca. 3min später, machten mit ~4m/s genug Höhe für GZ 11.5 ins Goal. Direkte Linie, Vollgas. Gleitzahl sank auf 9.3 und es ging über die Stadt mit optimalem Gleiten. Führungspulk musste doch nochmal aufdrehen, so konnten wir innerhalb von 10min 100 Piloten überholen. Ab und zu darf man doch auch mal Glück haben 😅 Somit konnte ich nach Marco Novak als zweiter ins Ziel fliegen, mit Leadingpoints geht sich heute der 8.Platz aus für David. Hot da Ochs unds Bier gestern koifn. 🐂🍺 Heli 2min danach 35er, Andi 4min 67er, Eli 75. Der Führungspulk bestand heute wie gesagt aus ungefähr 100 Piloten, völlig krank. Wer den Mut hatte von den letzten Thermiken über der Stadt früher in den Endanflug zu gehen machte viele Plätze gut. Man sollte aber immer auf die Punkte schauen wie knapp es hier hergeht. Resümee: Top Task mit nicht allzu heftigen Windbedingungen. Nichtsdestotrotz der 5e Task mit Spitzengeschwindigkeit 90-100kmh, Thermikspitzen 7m/s, 5.5m/s integriert. Morgen another one. Österreich bleibt auf Rang 8. Heli 21er Euro, Eli 6e Damen Euro 🔥🔥🔥
Schöne Grüße nachhause,
David

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03.08. MI / Task 4 / 82km / SSS 13:45 / Linienwahl war gefragt / Abends Ochs am Spieß 🐂🤤

Schon am Morgen war klar dass uns die Überreginale Windrichtung zum Start auf SP D03 zwingen würde. D03 ist ein Superflacher SP bei dem man nur 300hm zum Aufdrehen hat. Am Training Day waren wir dort und ich bin nach 4 Minuten am LP gewesen, somit war ich schon bei der Auffahrt höchst Nervös.
Oben angekommen war schnell ein Zick Zack Task mit 82 km Oneway ausgeschrieben. Der Wind am SP war teils gut teils seitlich was den Start mit 133 Teilnehmer etwas verzögerte. 50 Min vor Racestart war ich dann draussen und hatte deutlich zu tun dass ich rechtzeitig auf die Basis kam. Nach Rennstart Fächerte sich das Feld ziemlich auf und einige wurden mit tollen Linien belohnt, andere standen fast ab. Ich hatte Glück und konnte nach 2 Bärten zum grossen Führungspulk aufschliessen und sogar die meiste Zeit mit den Top 40 mitfliegen. Es gab aber noch 3 Ausreisser nach vorne wo Somi auch dabei war. Er hatte leider Linienpech und wir überflogen ihn 15 KM vor ESS. Der vorletzte Bart wollte mich nicht mehr vernünftig hoch lassen und so verlor ich Boden. Das Gleiten hier ist absolut unberechenbar somit flog ich mit Glide to Goal 8.3 weg und ärgerte mich im Ziel über die 500 hm die ich zuviel hatte. Bester Österreicher Heli 24. Steiner 52. Somi 64. Eli 103. David 109.
Herbert kam ein bisschen zu kurz.

Gratulation an den Gewinner Tim Bollinger
Österreich aktuell in der Teamwertung auf Rang 8 aber noch 2 Tage um Luft gutzumachen.
Bericht Obmann

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02.08. DI / Task 3 / 73 km / SSS 15:30 / Vom Winde verweht… (aber wider Erwarten doch taskbar)

Gestern Abend gab’s noch eine Pilotenparty mit Stil, guter Musik, noch besserem Essen und jede Menge Kravatten und Hemden. Die Wetteraussichten für den heutigen Tag waren mal wieder etwas durchwachsen, darum aßen wir brav alles auf und hofften auf Besserung heute Morgen.
Der prognostizierte 30km/h Nordwind führte uns heute zu einem neuen Startplatz südlich von Nis. Starke 300m Höhendifferenz, flach, Stromleitung und Seitenwind – einfach perfekt.
Nach einigem hin und her, ob es überhaupt einen Task gibt, wuchteten wir uns dann doch alle in die Luft. Der starke Wind machte aber zumindest ein Absaufen direkt am Start quasi unmöglich. Durch die stärker werdende Thermik konnten wir uns doch mit mehrmaligem Vorfliegen gut positionieren und waren pünktlich um 15:30 Uhr an der SSS. Endlich mit Rückenwind ging es über mehrere konzentrische Zylinder im Zick-Zack Modus gegen Süden. In der Höhe hielt sich der Wind in Grenzen (nur 25kmh), am Boden ging es bei den landenden Piloten aber im Rückwärtsgang zwischen den Brombeerstauden nach unten (ca. 45km/h). Von uns Österreichern konnte sich Heli gut positionieren, zog mit dem Führungspulk gut mit und konnte den Task heute als 13. beenden (knapp eine Minuter hinter dem Sieger L. Goutagny). Eli erwischte es 15km, Tami, Somi und David leider schon 20km vor dem Goal. Andi wurde einige Zeit lang von Richi gesucht, konnte aber schlussendlich doch entlang des Tasks aufgesammelt werden.
Für die nächsten Tage ist endlich mal weniger Wind prognostiziert, wir hoffen auf ein paar gute Tasks.
Momentan stehen wir in der Mannschaftswertung auf Platz 8, Eli liegt bei den Damen am 2. Zwischenrang hinter Meryl, und Heli als bester Österreicher momentan auf Platz 14, gefolgt von Tami auf Platz 76, Somi 80, David 99 und Andi 110.

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01.08. MO / Task cancelled vor Start wegen viel zu viel Wind / Pilotsparty entschädigt

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31.07. SO / Task cancelled wegen zu viel Wind

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30.07. SA / Task 3 / 77 km / SSS 13:15 / stopped 3min nach Racestart wegen Gewittern

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29.07. FR / Task 2 / 88 km / SSS 13:30 / in den Bergen super, im Flachen durch Nord selektiv

Auch heute gondelten wir wieder eine Stunde hinauf zum Startplatz (mal schauen wie lang uns Richis Camper noch nach oben bringt, oder ob die Straße am Ende doch noch jedes Auto besiegt…)

Nach ein zwei Safety Anpassungen stand der Task auch schnell fest: 88km zuerst gegen den Wind nach Osten, von dort retour hinauf nach Norden und zum Abschluss hinunter an den Rand von Niš.

Mit viel Zeit und Platz vor dem Öffnen der SSS cruisten wir an den Wolkenfetzen entlang (zwischendurch ein paar Alibi-Spiralmanöver) und ließen uns in den 5m Bärten durchschütteln. Pünktlich um 13:30 Uhr ging es dann mit Voll- bzw. Mimidreiviertelgas in meinem Fall an der Ridge entlang zur ersten Wende. Unter einer perfekten Wolkenstraße schossen wir regelrecht durch die Luft.

Nach dem Talsprung auf die Südseite hinüber teilte sich die Gruppe am Weg nach Norden in mehrere Pulks auf: direkt zurück an die Ridge von davor, oder doch etwas näher schräg retour Richtung Startplatz. Welche Route auch immer, entscheidend war es, vor dem Sprung ins Flache alles was geht an Höhe mitzubringen.

Die erwartete Thermik über Sverjig blieb aber leider aus und so mussten wir plötzlich gegen Nordwind ums oben bleiben kämpfen. Immer näher kämpften wir uns an den Canyon heran hinter dem die nächste Wende zu nehmen war. Mit viel Geduld mussten wir auf genügend Höhe warten um gegen den Wind vorzufliegen. Endlich die Wende genommen kurbelten wir entspannt Nullschieber denn zumindest kam man so über die Schlucht retour und näher ans Goal. @the_high_fly_guy Somi konnte mit guter Höhe Zeit gutmachen und war mit der zweiten Gruppe mit am Weg ins Goal während @helmuteichholzer und ich noch mühsam Meter nach oben machten.

Schlussendlich ging es mit einer 10er Gleitzahl in den Endanflug der dank Rückenwind auch im Goal endete 💪

@der_andi8791 Andi, @flow_paragliders Tami und @davidlankmayer David mussten sich leider dem Nordwind geschlagen geben.

@austrianparaglidingleague

@flugschuleaufwind

@niviukparagliders

#paraglidinggirls#parapente#paragliding#competition#europg2022#competitionflying#compflying#paragleiten#wettkampffliegen

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28.07. DO / Task cancelled wegen möglichen Gewittern (die leider erst spät abends kamen)

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27.07. MI / Task 1 / 72,7km / SSS 14:15 / mit dem Wind nach Süden, im Flachen Geduld!

Auf Grund der Prognose mit einigem Nordwind entschieden sich die Veranstalter für den Nordweststartplatz D02. Da auf diesem Startplatz nur 2 Piloten gleichzeitig auslegen können, waren allesamt sehr früh startbereit um zeitig rauszukommen. Die Startbedingungen waren aber optimal, so konnten alle 132 Piloten mit genug Zeitreserve rauskommen.
In der Luft konnten wir in verschiedenen Thermiken gut Höhe machen. Maximale Höhe zu dem Zeitpunkt an die 2000m. Je näher die SSS zeitlich heranrückte, desto dichter und agressiver wurde gekurbelt. Bei 132 topmotivierten Piloten etwas anstrengend. Es gab mehrere Momente auf Tuchfühlung.
Den Start konnte allesamt nahezu mit der gleichen Höhe nehmen. Die erste Wende war Richtung Westen nördlich von Niš. Beinahe im Gleiter nahmen wir diese und rauschten direkt weiter zur Ridge südlich von Niš. All zu viel Höhe blieb da nicht mehr übrig. Die Poolbar beim Hotel sah schon sehr verlockend aus, aber wir sind ja nicht zum Spaß hier. Also aufdrehen bei ca 25kmh NW Wind und weiter nach Südwesten. Ein paar gute Thermiken und die nächste Wende war genommen. Um den Ausläufer dieser Bergkette blies der Wind dann aber richtig massiv. Weiter unten mit 40kmh und mehr. Dementsprechend rodelte man in Konturenflug mit über 80 im Trimm runter auf die andere Talseite. Eisbobfahren is a Lärcherlschas dagegen. Schon wieder nahezu keine Höhenreserve, dafür im Luv und richtig satte Thermiken. Der zweite Pulk übernahm an dieser Stelle die Führung, da sie höher flogen und nicht so sehr vom vorigen Lee runtergespült wurden. Die nächste Wende Richtung Südosten war dank Rückenwind schnell genommen, dafür mussten wir danach wieder gegen den Wind zur letzten Wende zurückstechen. Ab diesem Zeitpunkt trennte sich das Feld komplett. Die höheren nahmen eine westliche Route, während die niedrigeren den Talsprung niemals geschafft hätten und somit auf der Ostseite des Tals blieben. Eigentlich wären es nur mehr 30km mit Rückenwind ins Goal gewesen, was kann da schon schief gehen!? Wieder erwarten wurden die Thermiken aber nun deutlich schwächer. Again wat für Genießer. Manchmal sah man am Gerät, dass man in den schwachen Bärten sogar rückwärts flog. Die Devise war absolut alles auszudrehen, schließlich wurde man mit dem Wind e richtung Ziel versetzt. Heli, Tami und Eli schafften es ca. 10 Minuten hinter den ersten ins Goal, die letzten Bärte waren halt leider entscheidend. Entweder man erwischte einen stärkeren mit 3m/s oder man musste in beinahe 0 Schiebern ausharren und verlor wertvolle Zeit. David gelang dies leider nicht mehr und landete in der Ess vorm Goal. Andi und Somi erwischte es etwas früher im Flachland. Resümee für den Tag:
Windige Gschicht, stoake Bärt, mochmoi auch von tief unten raus, zum Schluss Geduld in Nudelsuppe. Morgen und Übermorgen schauts nach weniger Wind aus, eventuell auch nach einer Landung in Niš. Der Rückweg ist bei diesen One-Way Tasks doch recht zeitaufwändig. Jetz grad am Heimweg, Tracker abgeben, duschen, schnell Essen und ab in die Heier.. Schöne Grüße an alle und danke für all die motivierenden Worte! Seeya

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26.07. DI / Trainingstask

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25.07. MO / Anmeldung, Testflüge, Eröffnungsparade

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23.-24.07. SA-SO / Anreise, Check-In im Hotel Tami, Headquarter

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Allgemeine Infos

Niš ist mit ca. 260.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Serbiens. Die Landschaft zeichnet sich mit einer Mischung aus Flachland, hügeligen Gebieten, sowie auch Berge mit max. 1800m aus. Die Region ist sehr trocken mit nur ~550mm Niederschlag im Jahr. Die nächsten 2 Wochen werden wohl so wie es aussieht extrem heiß werden. 2008 wurde hier schon mal eine Europameisterschaft ausgetragen, damals erreichte Thomas Brandlehner auf einem Swing Stratus WRC den 6. Platz. 2009 und 2017 fand auch ein Weltcup in der Region statt. Die offizielle Seite für den Wettkampf, sowie Ergebnisse und weitere Links findet ihr unter: https://civlcomps.org/event/ECHSerbia

Wir werden so gut wie möglich auf allen Kanälen kommunizieren. Prinzipiell gibt es dafür:

Großen Dank unserem nationalen Dachverband, dem Österreichischen Aeroclub:

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Das Nationalteam im Überblick

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Alpe Adria Cup

Alpe Adria Cup Task 2
Für den Sonntag wussten wir schon im Vorhinein, dass uns bei der guten Prognose mit super Thermik und wenig Wind wohl ein größerer Task aufgebrummt wird. Um 10 am Gipfel des Goldeck angekommen hatte die Wolkenbasis schon rund 500m mehr als am Vortag um die gleiche Uhrzeit 🙂 Die Tasksetter setzten dementsprechend eine Strecke mit 87km vom Goldeck Richtung Westen zwei Berge nach der Emberger, zurück bissl nördlich vom Weißensee, ab nach Norden mitten übers Tal nach Seeboden, rein ins Mölltal ein wenig nach den Druckleitungen vom Maltakraftwerk und wieder zurück nach Spittal ins Goal 🤙
Gestartet sind wir heute von einem Berg ein paar Hundert Meter weiter im Osten damit wir zeitlich früher unterwegs sind als am Weststartplatz. Heut sind beinahe alle recht gut hochgekommen, eher mussten wir auf die Wolken aufpassen ⛅ So gelang der Start für fast alle mit der gleichen Höhe.
Der erste Schenkel war eigentlich gleich zu fliegen wie am Vortag. Der Unterschied war, dass die Bärte recht mächtig und turbulent waren. Bei der Emberger hats die Flugschüler so herumgworfen, dass wir schon von Weitem sehen konnten, dass da etwas nicht so koscher ist 🌬️ Massiver Ostwind zerfetzte die starken Thermiken und wir ritten rodeomäßig in Richtung Himmel. Einen Berg nach der Emberger hatten wir sogar einen Leebart mit 8,2m/s. Dementsprechend peitschten uns die Sicheln her 🔥 An der Basis wars dann aber endlich etwas gechillter. Naja außer beim Tami, der hat die erste Boje recht tief als Erster genommen ritt aber leider schon kurz danach wieder ins Rodeostadion bei der Emberger 🐃
So überholten wir ihn ein paar Stockwerke höher und flogen wieder die gleiche Strecke mit Vollgas knapp an der Basis zurück.
Die nächste Wende war nun kurz vom Weißensee zu nehmen. Dafür brauchten wir maximale Höhe um über die Ridge auf die Südseite zu kommen. Dort erwischte ich einen super Bart, während Alex, Thomas und Christoph einen leicht schwächeren ausdrehten. Ab da musste ich alleine spuren, was mich teils schon etwas forderte 🧐 Kurz überlegte ich wie ich wohl die nächste Wende bei Seeboden alleine schaffen soll. Ich erinnerte mich an ein Zitat von einem Slowenen – wenn du nicht weißt was du tun sollst flieg einfach die optimale Linie mit Vollgas 🤷🏼‍♂️ Tja irgendwie is der Spruch goa ned moi so bled. Die lange Talquerung hab ich zwar ned mit Fullspeed gnommen, aber dafür durchgehend mit einer 10er Gleitzahl.
Drüben angekommen sah ich schon die Meute mit Mach 10 daherrauschen 🚀 Tjo nachdem ich so lange geführt hatte wollt ichs auch nicht mehr hergeben – also hob i hoit im Maverick-Style durch die Danger Zone im Mölltal prügelt. Do hots de Hittn scho mächtig herbogen. Mit guten Steigwerten aber ordentlich turbulent gings also zur letzten Wende dort bei den Druckleitungen vom Stausee. Zurück zeigte es mir eine 9er Gleitzahl ins Goal an, völlig gegen den Wind, also sehr optimistisch. Aber der führende Newcomer, da David Hasko is durch den kürzeren Task vor mir gflogen und hat markiert 🫵🤙 – so hab ich mich dann auch traut nicht mehr zu kurbeln und schnurstracks das Ziel anzuvisieren. Der Südostwind war im Tal wesentlich schwächer als beim Berg, so gelang der Endanflug bei mir recht gemütlich.
Heute schafften es 16 ins Ziel 🏁 Alles in Allem ein cooler Task, aber bei wirklich sportlichen Bedingungen – “Wat für Genießer”. Bin sehr happy über mein Tasksieg heute, durch den gestrigen dritten Platz is dann überhaupt mei erster Gesamtsieg worden 😊 Vielen Dank für die Gratulationen, motiviert mich sehr für die kommenden zwei Wochen bei der EM in Serbien 🤟 Großen Dank den Veranstaltern und den Tasksettern für diesen superlässigen Bewerb!
Taskbericht David

Gesamtergebnisse:
Newcomer: 1.David Hasko, 2.Mathe Szomjak, 3.Roland Machart
Sportklasse: 1.Tobias Ramsbacher, 2.Klaus Uhlir, 3.Rok Lorger
Serienklasse: 1.Thomas Brandlehner, 2.Rudolf Niedermühlbichler, 3.Bernhard Fuschlberger
Overallklasse: 1.David Lankmayer, 2.Alexander Schalber, 3.Christoph Eder


Alpe Adria Cup Task 1

Wir haben uns für den AlpeAdriaCup um 9Uhr bei der Talstation Goldeck getroffen. Sie haben uns die Schirme gleich abgenommen und mit Busse auf den Gipfel gefahren, denn wir mussten noch ca. 300 Höhenmeter von der Gondel bis zum Gipfel gehen. Für die führende Gruppe war das kein Problem, aber viele kamen ohne Atem beim Gasthaus an (und einige mit dem Bus). Nach dem Briefing haben Sie den Task einmal gekürzt und zweimal verschoben. Am Ende waren ein 53km und ein 45km Task für die Newcomer ausgeschrieben mit SSS open um 14:30. Die Basis war beim Rauffahren ca. 300m über Talboden, bis zum Start haben wir aber schon teilweise auf 2400m aufdrehen können. Die erste Wende hat uns nach Greifenburg geführt. Einige mit guter Höhe haben es geschafft nach dem Start direkter zu fliegen und damit viel Vorsprung zu schaffen. Nach der Drautalquerung sind die Steigwerte deutlich besser worden, bis zu 4 m/s integriert war keine Seltenheit. Die Wende war für die Serien- sowie Ovarallclass beim SP Greifenburg und für die Newcomer ein Ridge vorher. Deswegen waren Matthias und ich plötzlich vorne, es hat aber nicht lange gedauert, bis die CCC Schirme uns überholt haben. Sobald wir wieder die Querung zum Goldeck gemacht haben, war Geduld gefragt. Die, die es etwas höher über den Grat schafften, haben nur ins Vollgas steigen müssen und die letzte Wende über Spital an der Drau machen und in die ESS etwas weiter nördlich. Gelandet sind wir am offiziellen Landeplatz von Goldeck. Den ersten Platz unter die Newcomer habe ich mir holen können, zweiter ist Roland Machart und Dritter ist Gerhard Neuhold geworden. Beim großen Task waren die ersten drei Stefan Brandlehner, Alexander Schalber und David Lankmayer. Die Bedingungen waren doch deutlich besser als erwartet, weswegen es doch überdurchschnittlich viele ins Ziel geschafft haben.

Lg. David Hasko

Alpenrosencup / Staatsmeisterschaft


Alpenrosencup und Österreichische Staatsmeisterschaft 2022

Wiedereinmal warteten die Piloten gespannt auf die Entscheidung der Veranstalter: wird die Staatsmeisterschaft stattfinden, oder macht uns das Wetter erneut einen Strich durch die Rechnung? Als dann endlich die Nachricht kam “Donnerstag gecancelt, Freitag startet der Bewerb” blieben dennoch viele skeptisch, ob man tatsächlich zwei Tasks für die Staatsmeisterschaft fliegen kann.

Regen bis Freitag Vormittag, und dennoch blieben wir optimistisch: am späten Nachmittag werden wir fliegen. Und genau so war es auch. 48km Task führte uns zwischen Westendorf und Kitzbühel hin und her. Geduld war mal wieder der entscheidende Faktor, denn so manch einer musste sich wieder tief ausgraben und zurück nach oben kämpfen. Auch am vermeindlich “gute” Samstag wurden wieder alle Gänge benötigt, vom langsamen Überlebensmodus bis hin zum Vollgas wenn man es doch mal wieder unter die Wolke geschafft hat. Der zweite Task war von der Streckenführung wieder ähnlich, allerdings die ganze Runde zwei mal (also 68km). Erneut zeigte sich das Lee hinter dem Hartkaiser als unfreundlich und es wurden all jene belohnt, die hoch genug auf die Nordseite wechseln konnten. Die niedrigere Fraktion rodelte im Lee zuerst retour ins Tal um dort wieder Höhe zu tanken und den 2. Anlauf zur Wende zu wagen. Im Großen und Ganzen zwei anspruchsvolle Tage mit wechselnden, aber sehr lehrreichen Bedingungen. Im Endklassement konnte sich Daniel Tyrkas vor Helmut Eichholzer und Alexander Schalber duchsetzen, bei den Damen konnte Eli Egger vor Ramona Eckert und Yvonne Dathe den Sieg nach Österreich holen.

Österreichische Staatsmeister 2022 somit Heli Eichholzer und Eli Egger – Gratulation!

#paragleiten#staatsmeisterschaft#staats#parapente#mountains#paragliding#competition#compflying

Bericht Eli


Alpenrosencup Austrian Open 2022 Task 2

https://www.livetrack24.com/tasks/4828/results

https://www.livetrack24.com/events/ARC2022/results


Alpenrosencup Austrian Open 2022 Task 1

Nach reiflicher Überlegung bezüglich der Wetterlage haben wir den Donnerstag cancellen müssen.

Am Freitag ging es natürlich mit reichlich Motivation für alle los. Beziehungsweise für die alt versierten Piloten mit genug Erfahrung und Weisheit für die halbwegse Restfeichtn einfach mal um 3 am Nachmittag. Der geplante Task wurde super angepasst für den restlichen Tag mit knapp 50km. Jo da Himi hod scho moi nid so bled ausgschaud. “De Basis woa hoit netta um a Futhadl üwan Startplotz”, Zitat einer Person, die nicht genannt werden will. Aber wie in den letzten Jahren konnte auch bei diesen Bedinungen ein wie sich später herausgestellt hat perfekter Task gesetzt werden. Die erste Wende im Süden konnten wir mit dem ordentlichen Rückenwind recht bald nehmen. Aber der Nord war schon recht mächtig. Aus dem Grund mussten wir mit Vollgas was der Schirm hergibt gegen den Wind zurückstechen. War ned so easy. Die nächste Wende war mitten über dem Tal kurz vor der Hohen Salve, ab da konnten wir mit dem Wind richtig schnell nach Kitzbühel schießen. Die Gruppe trennte sich in zwei Hälften. Die eine flog mitten über das Tal, die andere eher im Luv nahe dem Hahnenkamm. Die östliche Wende war kurz nach Kitzbühel. Der Führungspulk nahm die direkte zurück und erwischte die vollkommen unerwartete perfekte Linie in einer Konvergenz und konnte den größten Teil im Geradeausflug zurück nach Westendorf nehmen. Viele mussten aber die Talseite wechseln und nudelten in einer Suppe herum. Schlussendlich kamen 24 ins Ziel, allesamt über die nördliche Route, genau diejenigen die schnell genug für die Konvergenz waren. Summa Summarum ein echt genialer Task für diese Bedingungen, wir waren alle sehr euphorisch für einen Task mit einem Racestart um 16:00, der sich schlussendlich als richtig geiler Task erwies (!)

https://www.livetrack24.com/tasks/4794/results

Bericht David

PWC Clopotiva Rumänien

02.07. Tag 7 / Task 5 / 50,9km / SSS 12:15

Am Vorabend des letzten Tages gab es das übliche “Pilots Dinner” wo vom Veranstalter eine kleine Party mit Essen und Getränken organisiert wird. Da für den heutigen Tag von in der Früh an Überentwicklung und starke Bewölkung angesagt war wurden alle Kühlschränke vom Bier befreit, wär ja schade wenn etwas übergeblieben wäre 😉

Der letzte Wettkampftag bricht an und jeder der schon fähig ist auf seinem Handy nur einen Bildschirm zu erkennen liest dass heute bereits um 9 Uhr, also eine Stunde früher als sonst, die Busse auf den Startplatz fahren. Ein Blick aus dem Fenster zeigt einen sehr bedeckten Himmel und Anzeichen von Überentwicklungen in den Bergen. Nach einer kurzen Besprechung der Tasksetter geht es danach wirklich auf den Startplatz. Zu unserer Überraschung klart der Himmel immer weiter auf und wer nicht schon sowieso die Sonnenbrille auf hat fängt an diese zu suchen.

Das Taskkomittee einigt sich auf eine kurze 50km Aufgabe im Flachen wo die Gewitterwahrscheinlichkeit am geringsten ist. Um ca halb 12 starten die ersten Piloten und haben es ersichtlich schwer Thermik zu finden. Nach und nach heben alle Teilnehmer ab, der Pulk kommt aber nur ein paar Meter über den Startplatz. 12:15 Uhr, der Task beginnt. Mit wenig Höhe wird im Survival Modus das Flachland “ertastet”. Teilnehmer der letzten Weltmeisterschaft haben mit Flashbacks zu kämpfen…. Eine unerwartete Inversion auf ca 1200m dämpft jedes Steigen. Darüber hinaus ziehen hohe Cirruswolken auf und verdecken die Sonne. Stück für Stück kämpft sich das Feld Richtung ersten Wegpunkt. Kurz danach heisst es aber für den Grossteil Landeplatz suchen; In der stehenden Luft ist es kaum mehr möglich brauchbares Steigen zu finden. Nur 2 Piloten schaffen es bis kurz vors Goal nach über 3h, keiner von ihnen kann jedoch die Goalline überfliegen.

Nachdem wieder alle mit dem Rückholer im HQ angekommen sind heisst es packen und es geht auf die Heimreise. Auch hier bleibt der Tag konstant zäh; Team Aut 1 (David, Johannes & Somi) wird von Team Aut 2 (Armin & Andi), die mit 40min Rückstand aufgebrochen sind, an der ungarischen Grenze nach 2h warten überhohlt. “Wie beim Fliegen – es kommt auf die Richtige Linie an!” -Zitat Armin Eder.

Bericht Somi

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Fotos Goran Siegerehrung

Fotos Iulia Jurca Siegerehrung

Fotos von allen Tasks von Andu Ivan auf Facebook

Videos von alles Tasks PWCA (Philippe Broers)

Video Siegerehrung Philippe Broers


01.07. Tag 6 / Task 5 / 59km / SSS 12:45 / gestoppt um 12:38 vor SSS wegen Überentwicklung

Heute wussten wir schon vor der Auffahrt dass die Chance auf ein frühzeitiges Gewitter recht hoch ist. Dennoch war das Österreichische Team natürlich in alter frische und voll motiviert schon um 8 gemeinsam zum Frühstück und hat natürlich den gestrigen Tag samt Fehlerquellen und den heutigen Tag mit Wetter und Taktik besprochen. Bereits in den Bussen zur Auffahrt (Beinfreiheit RyanAir) haben wir in den Bergen um halb 11 sehr hohe Wolkentürme gesehen.

Naja wir haben uns gesagt wir sind ja eh schon hier und was würden wir sonst machen. Die Ausrüstung war sehr schnell von jedem von uns konfiguriert und Startbereit, aber in Balkan Style dauerte es mal wieder mal länger bis der Task gesetzt und das Briefing gemacht wurde.

Nach langem warten war dann ein 59km Task ins Flache gesetzt und das Startfenster in der Luft wäre um 13 Uhr geöffnet worden. Um 12:20 stand ich am SP mit 0 Wind und ein paar Fehlstarter blockierten mir leider den Weg. Nach einigen Minuten abwarten hörte ich schon auf meinem Funkgerät dass einige Piloten Level 2 meldeten. Das tat meiner motivation auf ein geiles Ergebnis natürlich keinen Abbruch und ich startete. Leider haben dann immer mehr Piloten 15 min vor Racestart Level 2 gemeldet. 10 min vor Racestart war eine Gewitterzelle in Richtung 1. WP die sogar Beleuchtet 😅 war und somit wurde das Race vom Meet Director gecancelt.

Tja leider Heute keine Aufholjagd in den Overall Plätzen möglich. Schade nach dem abgebrochenem gestrigen Task der die Overall Wertung ziemlich ungünstig für uns verändert hat.

Morgen sehen die Chancen für einen Task auch sehr Bescheiden aus, aber lassen wir uns mal Überraschen. Team Österreich geht Heute erst mal zur Pilots Party und hofft für Morgen auf gnädige Wettergötter um noch Luft gut machen zu können.

Bericht vom Obmann. Lg

Video Philippe Broers


30.06. Tag 5 / Task 4 / 87,7km / SSS 14:00 / gestoppt um 15:58 wegen Überentwicklung

Bei strahlendem Sonnenschein werden wie jeden Tag pünktlich um 10:00 Uhr die Packsäcke auf den Pritschenwagen verladen und verschnürt. Die Piloten kommen in den Genuss der gratis Sauna mit „Massagefunktion“; aka die Auffahrt mit Kleinbussen. Auf der vom Regen ausgewaschenen Schotter/ Sandstrasse geht es auf den grosszügigen Startplatz. Die in die Jahre gekommenen Busse sind am kurz vorm überhitzen, so auch die Passagiere in den hinteren Reihen; defekten Fenstern und der nicht vorhandenen Klimaanlage sei Dank.

Am Startplatz angekommen wird der ca 111 Km lange Task übers Flachland publiziert. Oder doch 93 Km im Zickzack…? Nach ewigem hin und her einigt sich das Taskkomittee endlich auf einen verkürzten 88 Km Task nach Eisenmarkt im Norden und zurück zum Startplatz. Der Task wurde verkürzt weil jetzt schon sehr hohe Wolken zu sehen waren und somit die Gewitterwahrscheinlichkeit am Nachmittag recht hoch ist. Um 13:00 Uhr fängt das übliche Startchaos so mancher Teilnehmer an und wartende Piloten amüsieren sich bei dem Anblick.

14:00 Uhr Race Start. Schnurstracks gehts Richtung erster Wende direkt übers Flache nach Norden. Piloten die beim Start hoch genug waren können direkt an der Hügelkette auf der anderen Seite des Plateaus thermischen Anschluss finden, alle anderen müssen ein paar Kreise im Flachen machen, holen aber schnell wieder auf. Unter der Wolke schreit das Vario mit ca 6-7m/s und die Luftraumgrenze auf 3050m kommt sehr schnell näher. Nach dem nördlichen Wendepunkt teilt sich das Feld in 2 Gruppen: Die Führungsgruppe nimmt die direkte Linie zum nächsten Turnpoint, ein Teil der Verfolger steuern Richtung Hügelkette weiter weg vom Kurs. Mittlerweile sind die umliegenden Wolken schon zu grossen Türmen gewachsen und Ausbreitungen in der Höhe verdecken im nördlichen Bereich der Route die Sonne. Damit fällt es den nachfliegenden Piloten immer schwerer mitzuhalten und so manchen wird der Schatten zum Verhängnis. An der Spitze hat die Verfolgergruppe in der Hügelkette einen starken Bart bis zur Basis gefunden und überfliegt den bisher führenden Pulk. Der Vorletzte Wegpunkt führt uns etwas weiter Richtung Osten. Mit einer kleinen Gewitterzelle im nördlichen Flachland und Regen in den südlichen Bergen ergibt sich eine perfekte Konvergenzlinie zum nächsten Zylinder. Lauter Donner regt beim Fliegen jedoch zum Nachdenken an und so langsam merken alle Piloten dass der Task schon gestoppt wurde (die Entscheidung wurde natürlich früh genug per Funkgerät verständigt). Somi holte sich 100% der Leadingpoints. Am offiziellen Landeplatz wehen 35+km/h Böen und nicht jeder kann seinen Schirm noch im Trockenen packen. Dank Richi wird die Ausrüstung unserer österreichischen Piloten nicht zwangsgewaschen. Ein Teil konnte auch in der nähe des HQ landen wo weder Regen noch Wind ein Problem war.

Die nächste Tagesaufgabe steht bevor: Abendessen! Auf Empfehlung von fraglicher Quelle wird eine Pizzeria angesteuert. Nach ca 20 min Fahrt durch die Wildnis erreichen wir in einem 50 Seelendorf die Pizzeria, wo sogar Alex der Skeptische von der erstklassigen Bedienung überrascht wurde. David war von der perfekten Pizza begeistert und Tom vom gratis Moonshine 😁

Bericht Somi

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Ayvri Replay Task 4

Fotos Iulia Jurca

Video Thunderstruck Philippe Broers


29.06. Tag 4 / Task 3 / 67,1km / SSS 14:15

Nach dem gestrigen spannenden Task, insbesondere die zwei Berg-WP, wurde heute eine 67km Flachland-Aufgabe ausgeschrieben.

Die Zeiten wurden auf Grund der niedrigen Steigwert verschoben. Um 12:30 war es soweit und ich startete, wie gewohnt, als Erster. Der riesen Radius des Start-Zylinder sollte dazu führen, dass der Pulk sich verteilte. Die Idee war gut, am Ende warteten alle 110 Teilnehmer unter der Wolke bei ca. 2.400 Hm. C’est la vie!

Erst ging es Richtung Norden, die erste Thermik wurde erst nach ca. 20km kurz vor der Wende gedreht. Endlich ging es nach der Wende weiter, gegen den Westwind zur zweite Wende. Der Führungspulk konnte sich dabei etwas absetzen. Es ging mit dem gleichen Tempo (also “vite vite”) nach Südost über das Flache zum dritten Wendepunkt. Bereits auf dem Weg zur Wende ging es in den Endeanflug und es lief relativ unspektakulär bis zum Ziel.

Erster Österreicher ist Stefan auf Platz 9, knapp eine Minute hinter dem Ersten. Knapp 40s später kam ich ins Ziel, verfolgt von Somi, Thomas, Alex Andreas, Armin und David. Johannes konnte den Task mit einem Ersatzschirm mitfliegen, kam jedoch mit dem Meru leider nicht mehr ins Ziel.

Morgen soll das Wetter mit weniger Wind, noch besser werden. Übermorgen ebenso. Vermutlich werden wohl 100er Task ausgeschrieben, wir werden sehen.

Heute war wieder das gesamte Team gemeinsam Essen. Kulinarisch ist es hier eher fleischlastig, aber wir haben natürlich wieder passende Lokalität gefunden. Alex lässt ausrichten, dass die Bewirtung heute wirklich gut war, er war von seinem veganem Burger absolut begeistert.

Votre serviteur,

Jérémie

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Fotos Iulia Jurca

Video Philippe Broers


28.06. Tag 3 / Task 2 / 86,4km / SSS 13:30

Jo samma hoit moi 23 Minutn vor Racestart endlich zan Starten kema und hom Voule ums Überleben kämpft. Auf 850m hab ich mal 6l Wasserballast ablassen. Da Herr Präsident wollt schon n Feitl aussafonga und an Hax obschneiden. Irgendwie homma doch mit unendlicher Masn a Bachtl dawuschn und san genau zan Start Richtung Westen min Blasius zur SSS gwoschn wordn. Na jetz ernst.

Führungspulk hatte etwa 300 Meter mehr und konnte dadurch in den hohen Bergen fliegen. Im Flachen mussten wir im zweiten Pulk anfangs noch recht mühsam suchen, fanden aber dann doch recht starke Bärte um schließlich bei der ersten Wende im Westen zum Führungspulk aufzuschließen. Nun wurde es richtig zach. Ca 25kmh Gegenwind und ständig um die Nord-Süd Ridges herumstechen um ins LUV zu kommen. Keine leichte Aufgabe, irgendwo war immer ein leichter Hauch Angstschweiss dahinter, da es absolut nirgends Landeplätze gab.. Führungspulk flog übers Flache, ich entschied mich bei den Bergen zu bleiben und bin dadurch recht gut zur zweiten Wende direkt bei Clopotiva gekommen. Recht tief, aber zu dem Zeitpunkt sogar als Erster. Zurück zum Startberg, gut Höhe gemacht, der große Pulk jedoch mit direkter Linie vorbei an mir. Tief nachgeflogen gut aufgedreht. Nun kam der sehr heftige Part. Ab in die hohen Berge. Aber als versierte Alpenflieger gings bei allen Österreichern mit Vollgas die Ridge entlang bis zur Wende mit guter Linie und starkem Steigen. Diese Wende passte noch halbwegs sofern man hoch genug über der Ridge war. Weiter unten wurde es extrem turbulent. So erwischte es viele Piloten und sie mussten in äußert ungünstigen Bedingungen Höhe machen. Der Führungspulk konnte oben dahinschwimmen und dadurch recht einfach die nächste Wende wieder direkt im Norden im Flachen nehmen. Ab da nur mehr Vollgas und hoch weiterschwimmen, zumindest für die Ersten. So konnte ich sehr gut Meter machen und aufn Südtiroler aufschließen. Mitn Uboot schwimmt der hoit noch besser dahin. Naja jedenfalls hatten wir das große Glück hier hoch zu bleiben um die letzte Wende, die eigentlich sehr beschissen gesetzt wurde hoch zu nehmen. Regen war nur an halben Kilometer entfernt, es gab schon einige Level 2 Meldungen. Wir machten die letzte Wende an der Basis auf ich glaub um die 2300m. Nun die Frage gleich in den Endanflug oder doch mit Umweg über die Berge. Es waren glaub ich 15km Endanflug. Joachim flog los, also dachte ich mir jetzt musst. Vollgas was der Schirm hergibt. Leider war ich durch das geringe Gewicht etwas langsamer, so rasten einige an mir vorbei. Aber völlig egal. Gestern als Vorletzter bei meinem ersten Pwc Task völlig sinnbefreit abgestanden und heute nun mein bester Task. Der Endanflug gelang gut, obwohl wir eigentlich auch einiges an Masn kob hom. Zwei von uns schafften das Goal nach 15km Gleiter mit nur 20m bei fast 30kmh Seitenwind. Es war viel Glück dabei. Damit 6er im Ziel, durch den zähen Start mit Leadingpoints 10er Platz für mich, David. Zweiter Österreicher Jeremie als 19er, Alex 29, Andi 30er, Stefan 41, Somi 59. Rest bei dem zachen Task leider abgestanden. Die nächsten Tage gehts laut Taskkomitee wieder mehr ins Flachland nachdem es heute doch sehr viele kritische Meinungen zu dem Task gab. Landeplätze sollten halt doch vorhanden sein… Schöne Grüße aus Rumänien!

Bericht David

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Ayvri Replay Task 2

Fotos Iulia Jurca

Video Philippe Broers


27.06. Tag 2 / Task 1 / 72,6km / SSS 13:45

Mit 9 voll motivierten Österreichern sind wir teils am Freitag per Auto sowie teils Samstag per Flugzeug in Draculas Heimat nach Transylvanien gestartet.

Der erste Task wurde leider auf Grund von Überentwicklung schon am morgen gecancelled, somit blieb uns ein Tag um zu Entspannen oder teils auch Rumänien zu Erkunden.

Heute Montag waren wir natürlich alle absolut Top vorbereitet, ausgeschlafen und heiß auf den ersten Task. Nach der Auffahrt, die in teils spartanischen Fahrzeugen erfolgte, wurde eine Aufgabe von 72,6 km ausgeschrieben. Die Wetterbedingungen waren sehr gut prognostiziert und das Team Österreich diskutierte ob es in den Flats oder am Hang das bessere Steigen zu erwarten hat. Nach einem eher zähen Start ging es die Ridge entlang zur östlichen Wende. Das Feld blieb bis dahin eng beisammen und teilte sich an der Wende in mehrere Pulks. Der nördliche Pulk über das Flache konnte nach anfänglich besserem Steigen den Vorsprung nicht zur nächsten Wende verteidigen. In den Flats war es wichtig nicht tief zu kommen und die beste Spur zu wählen. Alex und Tom waren im mittleren Pulk und konnten die nördliche Wende zusammen mit dem Spitzenpulk nehmen. Danach wurde das Feld nervös und teilte sich auf viele Thermiken auf. Somi, Armin und Jeremie konnten hier wieder aufschließen. Der Endanflug ins Flache gegen den Wind war ein Pokerspiel und mutiges losfliegen wurde belohnt. Am Ende waren Alex, Tom, Somi, Armin, Jeremie und Stefan im Ziel. Mit 2-3 Minuten Rückstand reichte aber nur für das Ende des ersten Drittels im Ranking.

David, Andi und Johannes sind leider gegroundet und mussten sich bei 32°C Fussmarsch in die Zivilation zurückkämpfen und hatten danach ziemlich interessante Gespräche mit Einheimischen wo keiner von uns ein Wort verstand. Man muss aber schon anmerken, dass trotz sprachlicher Barrieren die Lokals immerzu freundlich sind.

Das Wetter für die nächsten Tage gut aus und wir freuen uns auf schöne Durchgänge.

Bericht Tom

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Ayvri Replay Task 1

Fotos Iulia Jurca

Video Philippe Broers


26.06. Tag 1 / Task 1 cancelled wegen Überentwicklung, Ersatzprogramm Sightseeing

Video Philippe Broers


25.06. Trainingstag

Pyhrn Priel Cup

26.06. Task 2

Heute öffnete das Startfenster um 11:30 Uhr auf beiden Startplätzen. Der Nordstartplatz war anfangs die bessere Option, weil hier leichter Startwind vorhanden war. So konnten sich einige Piloten einen kleinen Zeitvorteil erfliegen und die erste Thermik unter wenig Gesellschaft ausdrehen.

Der Weststartplatz nahm wenig später den Betrieb auf und die Thermik über dem Startplatz füllte sich. Kurz vor dem Luftstart um 12:45 verlagerte sich der Pulk zum Exit Zylinder. So mussten einige Piloten, die zur Startzeit außerhalb des Zylinders waren, noch eine kurze Extrarunde drehen.

Die erste Wende am Ostrawitz war schnell geschafft und das Feld bewegte sich zügig weiter in Richtung kleinen Priel. Nach ausreichendem Höhengewinn folgte eine lange Querung über den Tamberg bis zum Rosskopf. Den Kamm entlang ging es bei guter Thermik weiter nach Norden bis zum Gamskogel.

Nach dem nördlichsten Wendepunkt flog eine Große Führungsgruppe in enger Formation weiter nach Südosten zum Natterriegel. Über dem großen Pyhrgas wurde nochmals Höhe getankt, um den Pyhrnpass zu überfliegen und am Kamm wieder in Richtung Startplatz zu fliegen.

Der Wendepunkt lag am Talschluss. Hier kämpfte der Großteil des Starterfeldes gegen eine lange Abschattung. Viele Piloten konnten hier nicht mehr Grathöhe erreichen und landeten vor Erreichen des letzten Wendepunktes, der hinter dem Startberg im hohen Gelände lag, direkt am Landeplatz.

Einige wenige Piloten konnten den Wendepunkt am Talschluss früh genug nehmen, um vor der Abschattung weiterzufliegen. Andere waren durch bessere Linienwahl hoch genug, um wieder einen Anschluss zu finden. Nach dieser Schlüsselstelle war das Ziel mit reichlich Höhenüberschuss und ohne klassischen langen Final Glide nach 108km zu erreichen.

Herzliche Gratulation an die Tagessieger:

1. Jonas Horacek

2. Markus Tranninger

3. Alexander Robe

Herzliche Gratulation auch an die Gesamtsieger des Wettbewerbes:

Overall:

1. Markus Tranninger

2. Peter Kozisek

3. Alexander Robe

Oberösterreichische Landesmeisterschaft:

1. Thomas Tranninger

2. Markus Smeykal

3. Karl Seiringer

Damen:

1. Marion Smole

2. Monika Filipova

3. Elisabeth Eisl

Serienklasse:

1. Bernhard Fuschlberger

2. Michael Pingert

3. Juan Carlos Kraihammer

Sportklasse:

1. Marion Smole

2. Gerald Gold

3. Krystof Klimpar

Bericht Hias


25.06. Task 1

Heute herrschte unter den Piloten in der Früh relativ wenig Optimismus. Die Restfeuchtigkeit der Unwetter der vergangenen Nacht war noch nicht verzogen und im gesamten Tal hingen dicke Wolken.

Bis um 15:15 besserte sich die Lage wenig, aber dann stellte sich sehr schnell Sonnenschein ein. Das Startfenster wurde um 15:30 geöffnet und die Start-Speed-Section wurde auf 16:15 angesetzt. Von dort waren 41,7km zu bewältigen. Anfangs zögerten viele Piloten und warteten ab, ob es überhaupt möglich war, die Höhe zu halten. Als die ersten paar Teilnehmer den Startplatz überhöhen konnten stieg die Motivation zum schnellen Start jedoch sehr stark.

Bei tiefer Basis formte sich ein Pulk über dem Startplatz und verließ pünktlich diese Position zum Startzylinder, 2km nördlich im Tal. Nach zwei Zickzackflügen an der Westkante des Startbergs wurde das Tal in Richtung Großer Priel gequert. Im Starterfeld war eine eindeutige Linie über den Öttlberg zu erkennen. Durch die tiefe Basis mussten wir nicht bis zum Gipfel des Prieles, sondern erreichten die Wende bereits einen Kilometer vorher.

Hier spaltete sich das Feld in mehrere Gruppen. Ein Teil flog direkt zum nächsten Wendepunkt am Ostrawitz, eine zweite Gruppe nahm die Thermik in den höheren Bergen am Priel mit, und eine weitere Gruppe flog zurück zum Öttlberg, um Höhe zu Tanken.

Da es nach dem Wendepunkt am Ostrawitz talauswärts zum Tamberg ging, trafen sich alle drei Gruppen wieder am Öttlberg und keine davon hatte einen nennenswerten Zeitvorsprung vorzuweisen.

Der Sprung zum Tamberg war die Schlüsselstelle des Tasks, wo Piloten mit Ortskenntnissen auftrumpfen konnten. Die Entscheidung mancher, hier im Tiefen Flug einen Vorsprung auszubauen erwies sich als Fehler, weil der Tamberg tief unten nicht das erhoffte Steigen lieferte. So konnten Piloten, die vor der Querung mehr Höhe mitgenommen haben, ohne Höhe tanken zu müssen, das Ziel erreichen, während zu ambitionierte Piloten am Tamberg lange kämpften oder sogar außenlanden mussten.

Nach dem Wendepunkt am Grat des Tamberg ging es in den Final Glide zurück nach

Hinterstoder.

Herzliche Gratulation an die Tagessieger:

1. Thomas Brandlehner

2. Christoph Eder

3. Thomas Tranninger

Bericht Hias