Bericht Petzen Open

Leute, ihr habst was versäumt !!Es kamen leider nur 21 Piloten zu den Petzen Open und die abwesenden werden es bereuen :)Gemütlich um 11:00 war die Auffahrt mit der Gondelbahn, im Tal ca. 20°, am Berg deutlich kälter, der Gradient stimmt also.Beim Briefing wurde eine 64km Aufgabe bekanntgegeben, Startboje im Osten, Hochobir, dann ins Flache mit Kömmel, St. Michael, Schattberg und Ziel. Schon gleich nach Window open konnte der Frühstarter Alex Schalber an der Basis auf ca. 2800m gesichtet werden. Die Thermik pulsierte deutlich, was einigen beim Window open um 13:00 Probleme bereitete. Unterweg richtung Obir konnte man den angesagten NW Wind spüren, durch die gute Thermik war aber die Querung über Eisenkappel kein Problem.Zurück an der Petzen wurde möglichst viel Höhe getankt, wobei es darauf zu achten galt, die Höhenbeschränkung von 9500ft (2895m) nicht zu überschreiten – frühzeitiges verlassen der Thermik war also angesagt. Dies war aber sowieso vorteilhaft, denn unnötige Höhe zu tanken kostet Zeit.Am schnellsten im Goal war Grieshofer Georg mit einem Schnitt von 34,3km/h. Sein Vorsprung von 23 Sekunden auf den vom Weltcup kommenden Denis Soverini reichte aber nicht, denn unterwegs war er nicht immer an der Spitze.Wie immer konnte Brandlehner Stefan trotz des Nachteils durch den D-Klasse Schirms ganz vorne mitmischen, er wurde 6 Minuten vor Schalber Alex Dritter.Wir gratulieren den Siegern und allen Piloten, die sich die Zeit für den Bewerb genommen haben.Vielen DankDie Petzenflieger (klein aber fein)

1. Pyhrn Priel Cup

Nach 6 Jahren konnte letztes Wochenende endlich wieder einmal im schönen Oberösterreich ein Liga-Wettbewerb ausgetragen werden. Der HPGC Garstnertal veranstaltete den 1. und wohl nicht letzten Pyhrn Priel Cup in Hinterstoder. Das super Flugwetter und die perfekte Organisation trugen wohl dazu dabei, dass jeder Pilot nun gerne wieder kommen will.

Samstag morgens erreichte uns die frohe Botschaft vom Technischen Delegierten Karl Seiringer. Als gewissenhafter Pilot checkte er natürlich ob am Landeplatz alles in Ordnung sei, mit gut gelaunter Miene trudelte er anschließend im Headqaurter ein, jammerte jedoch ob denn die Veranstalter wahnsinnig seien. Am Landeplatz fand er nämlich auch die Preisliste: 1€ das Seiterl – nicht gut für den Sonntag 😀

Samstag, 1.Task:

Am Startplatz angekommen, sahen wir gleich, dass wir noch einige Zeit warten werden müssen. Am Vortag zogen nämlich massive Gewitter durch, die jedoch endlich die stabile Luft austauschen konnten. Dafür war noch einiges an Restfeuchte vorhanden, die aber schnell verdampfte. Die Basis stieg minutlich weiter an und so konnte ein realistischer 52km Task ausgeschrieben werden. Am Weststartplatz fanden wir leider durch die Abschattungen Rückenwind vor, daher wanderten wir zurück zum Oststartplatz. Perfekte Startbedingungen ließen die rund 50 Piloten nun recht zügig in die Luft. Direkt über dem Startplatz ging es anfangs noch recht zäh, dafür rodelten wir dann alle kurz vor der SSS um 14:30 in die sonnenbeschienene Westseite, die durch den Osttalwind jedoch im Lee war. Dafür gings umso ordentlicher nach oben. Die meisten flogen vor Basishöhe ab um noch zeitig zu starten, kamen dafür wesentlich tiefer nach der ersten Wende im Gleitflug am gegenüberliegenden Ostrawitz an. Dieser war massiv vom Talwind überspült. So rodelten einige gegen den Talwind auf die Ostseite, andere warfen sich in die Leebärte, anderen erreichten knapp darüber die “gemütlichere” Thermik. Wer hier nicht aufdrehen konnte hatte im Talwind so gut wie verloren. Durch die Restfeuchte und ordentlichen Entwicklungen war der Talwind nämlich besonders stark. Für alle anderen hieß es Basis machen und ab zum kleinen Priel. Dieser brachte dann schon eine Basishöhe von etwa 2300m, so konnte man die 10km Querung nach NO zum Hochsengs angehen. Wer hier tief ankam spürte den Nordwind deutlich (ähnlich wie der bayrische Nord gibt es auch hier solch einen Nordwind in die Alpen ab Mittag). Zu dem Zeitpunkt standen schon großflächige Wolken mit guten Steigwerten mit teils um die 4m/s. Von hier gings aber wieder ab ins “Flachland” über das wolkenlose Windischgarsten. Dadurch hieß es aber beim Gleiten Höhe halten, irgendwie ein paar Meter im Flachland zu gewinnen und die Nordseite vom Warscheneck zu erreichen. Dort konnte man mit dem Nordwind gut Höhe machen und anschließend in den Endanflug gehen. Sehr viele unterschätzten aber den massiven Talwind nach der letzten Wende. Beinahe 40km/h Talwind ließen einige leider kurz vor dem Ziel abstehen. Ein wohl sehr lehrreicher Tag!

Tasksieger:
  1. Tilen Ceglar
  2. Christoph Eder
  3. Jonáš Horáček

Abends spielten die Österreicher bei der Fußball-EM gegen Italien. Als die Österreicher in Führung gingen brach natürlich Euphorie aus, vor Allem weil Karl seinen Wett-Gewinn in 700 Seitl am Landeplatz investiert hätte. Tja leider wurde das Tor doch nicht gewertet, weil haarscharf ein Abseits voranging. Schlussendlich haben wir in der Verlängerung leider 2:1 verloren, man kann aber definitiv sagen, dass Österreich noch nie so gut bei einer EM oder WM gespielt hat!

Sonntag, 2.Task:

Mit dem wolkenlosen Himmel frühmorgens stieg die Vorfreude auf den bevorstehenden 2.Task rund um den großen Priel. Wenig prognostizierter Wind, am späteren Nachmittag eventuell einzelne lokale Überentwicklungen, Basis deutlich höher als am Vortag. Tagesaufgabe: 67km. Gestartet am Weststartplatz ging anfangs recht zügig hoch, jedoch war es sehr phasenhaft, sodass kurz vor SSS um 12:30 wieder einige recht tief in den Task starten mussten. Die erste Wende befand sich ganz im Talende, zu dem Zeitpunkt kamen schon Cirren auf, die das Vorhaben deutlich entschleunigten. Der Führungspulk konnte noch vor dieser Wende Basis mit 3300m machen und hatte dadurch einen riesen Vorsprung gegenüber allen Piloten, die die Wende mit teils 1500m nehmen mussten. In der niedrigen Höhe war es unglaublich zäh mit den Cirren irgendwie aufzudrehen, wärend die höheren einfach davon flogen. Die meisten haben hier eine halbe Stunde verloren, andere schafften es gar nicht mehr ins Hochparterre. Die zweite Wende war beim kleinen Priel, mit ca. 2900m wurde der lange Gleitflug zur Nordseite vom Warscheneck in Angriff gekommen. Der Führungspulk hingegen flog über die nördliche Route, also wie am Vortag beim Hochsengs vorbei. Zuverlässige Thermik brachte uns schließlich alle zum großen Phyrgas wo uns 6m/s und eine bevorstehende Wolkenstraße bis zur östlichen Wende bei der Kreuzmauer erwarteten. Ab hier war jeder im Vollgas und eigentlich auch schon im Endanflug mit ca. 28 km zum Ziel. Vom Vortag geschädigt hielten viele bewusst mehr Höhe um nicht wieder im Talwind kurz vor dem Ziel abzustehen. Dadurch erreichten auch wesentlich mehr das Goal als am Vortag.

Tasksieger:
  1. Georg Grieshofer
  2. Stefan Brandlehner
  3. Zsolt Ero

 


Overallklasse:
  1. Tilen Ceglar
  2. Jonáš Horáček
  3. Christoph Eder

Serienklasse:
  1. Karl Seiringer
  2. Bernhard Fuschlberger
  3. Stefan Brandlehner

Sportklasse:
  1. Johannes Eder
  2. Friedrich Peschl
  3. Hans Peter Ullmann

Damenklasse:
  1. Nina Stocklassa

Oberösterreichische Landesmeisterschaft:
  1. Karl Seiringer
  2. Ady Perner
  3. Friedrich Peschl

Sämtliche Ranglisten unter: https://www.livetrack24.com/events/PPC2021/de

Fotos von Tips.at: https://www.tips.at/bildergalerien/kirchdorf/537998-paragleiter-pyhrn-priel-cup-2021

Bericht von Tips.at: https://www.tips.at/nachrichten/kirchdorf/sport/538076-wenn-rund-50-paragleiter-den-himmel-einnehmen

Summa Summarum ein gelungener erster Bewerb des HPGC Garstnertal. Tolles Flugwetter, eine super Organisation, viele neue nette Leute kennengelernt, wir kommen gerne wieder 😉 Danke!

Kaiser Trophy 2021

Im gelobten Land Tirol veranstalteten dieses Wochenende die Ellmauer Kaiseradler den ersten Bewerb der Liga Saison 2021, die allseits bekannte Kaiser Trophy. 52 Piloten fanden sich Samstag morgens bei astreinen Flugbedingungen am Landeplatz zusammen um endlich wieder einmal ordentlich um den Koasa zu racen – nicht zu verwechseln mit dem wüden Opel Renncorsa 😉
 
Da der Samstag für mich ein spezieller Tag war, kommentiere ich vorerst einmal den Sonntag. Mittlerweile steht seit rund einer Woche ein stabiles Hoch über Österreich. Die Prognosen für den Sonntag waren sehr unterschiedlich, Simon zeigte sich aber beim Briefing im Tal schon optimistisch und bewies mit seinem lokalen Wissen, dass bei jeder erdenklichen Alptherm-Prognose ein Task im Gebiet möglich ist. Um 12:05 starteten ich (David Lankmayer) und Karl Seiringer als die letzen zwei Piloten zum angeschrieben 37km Zickzack-Task rund um die Heimat des Bergdoktors. Genau rechtzeitig denn mit anfangs sehr schwachen Steigwerten benötigten wir 25 Minuten um bis zur Basis und allen anderen Piloten aufzuschließen. Schon im Startpulk trennten sich 2 Gruppen. Um die 35 Piloten versuchten ca. 10 Minuten vor SSS (12:30) noch einmal direkt über dem Startplatz maximale Höhe zu machen, während die restlichen 15 bei einem weiter westlich, jedoch weiter vom Startzylinder entfernten Bart ausharrten und schlussendlich mit 200-300m mehr Höhe in den Task starten konnten. Dies erwies sich als blankes Glück, denn der erste Wendepunkt auf der gegenüberliegenden Talseite Richtung Nordosten war durch die lange Querung die Schlüsselstelle des Tages. Die Wende lag leider direkt hinter einem kleinen Hügel im Lee durch den Ostwind. Beinahe dreiviertel des Feldes kam leider zu tief an der Stelle an und stand dadurch beim Goinger Badesee ab. Die tropischen Temperaturen mit 33 Grad brachten jedoch genauso viele leicht bekleidete Badegäste zum See, die die Stimmung unserer abgesoffenen Piloten leicht heben konnten. Für die anderen rund 20 Piloten hieß es im Tiefparterre genau zentrieren um anschließend beim wüden Corsa mit dem Schnelllift ins Obergeschoss zu kommen. Bei den steilen Felswänden wachelten die Buschen, dass sich jeder beinahe anschiss. Mit 7 Meter integriert ging es dann ab zur Basis. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass der Rest ein gemachtes Spiel ist. Meist mit dreiviertel bis vollgas ging es 2x an den imposanten Felswänden des Kaisergebirges hin und her um anschließend nach gut einer Stunde zurück nach Ellmau zu racen. Durch irgendein Wunder konnte ich so den heutigen Tasksieg erreichen. Insgesamt schafften es 16 Piloten ins Ziel.
 
Am Samstag war ich mit einigen anderen Piloten recht schnell im Ziel, blöderweise haben wir aber vergessen die restlichen Wendepunkte zwischen Start- und Zielboje anzufliegen. Dafür gelang uns aber die Führung an der Tränke. An dem Tag war schon der Startbart eine wilde Herumkratzerei für viele. 14 Piloten erreichten nach 73km das Ziel. Summa Summarum ein wirklich gelungeses Wochenende mit Bauchkrämpfen vor lauter viel Lachen. Jeder genoss die Freiheiten wie aus alten Zeiten mit einiges an Bier und Spritzwein, natürlich immer mit der momentan nötigen Disziplin mit Abstandhalten und eben auch Sperrstunde. Großes Danke an die Ellmauer Kaiseradler für die tolle Organisation und die gewaltige Gastfreundschaft. Gratulation allen Podestlern zu der Leistung an beiden Tagen ins Ziel zu kommen!
Overallklasse
  1. Pavel Iker
  2. Lars Budack
  3. Peter Keller

Serienklasse
  1. Lars Budack
  2. Herbert Holaus
  3. Werner Brunner

Sportklasse
  1. Johannes Eder
  2. Christian Schebitz
  3. Jerome Mertens

Damenklasse
  1. Ramona Eckert
  2. Nicole Schlägel
  3. Melanie Tcaciuc

Tiroler Landesmeisterschaft
  1. Herbert Holaus
  2. Werner Brunner
  3. Simon Arnold

Sämtliche Ergebnisse unter https://www.livetrack24.com/events/KT2021/de

Fotos: https://www.dropbox.com/sh/f9nvn1fif1u104x/AACkjsLkvFz4dAiEe3racXlca?dl=0

 

2nd Freedom Open – Task 5

Der letzte Wettkampftag startete vielverprechend mit blauem Himmel und vereinzelten Cumuli die Thermik versprachen. Daher gab uns das Taskkomitee eine knapp 100km Aufgabe auf. Mit Racestart um 13:00 und Taskende um 18:30Uhr eine ganz passable Runde zuerst nach Ost, dann West zum Stol und ins Ziel am Camp Gabrije. Bereits am ersten Schenkel des Dreiecks wurde aber klar – ganz so einfach wird es doch nicht. Viel Schatten, Regenschauer am Horizont und immer mehr Wind sorgten dafür, dass nach und nach das Pilotenfeld kleiner wurde. Somi und Eli konnten sich gut mitkämpfen und waren mit dem Führungspulk mit unterwegs (ausenommen Clement Latour der allein unendlich weit voraus war). An der zweiten Wende über dem Plateau Richtung Lijak hinunter zerriss 20-30km/h Wind die Thermik und wer die Wende erreicht hat, flüchtete möglichst schnell retour nach Norden zum Kobala. Da aber auch dieser im Schatten lag dauerte es doch einige Zeit bis man sich wieder nach oben gekämpft hatte und weiter zum Stol aufbrechen konnte. Und schön langsam machte sich das Schlangenlinien-Fliegen bemerkbar – denn bis man am Stol ankam war es kurz vor 18Uhr und die Thermik bereits am einschlafen. Mit den letzten Aufwinden schafften es Somi und Eli bis knapp über 20km zum Ziel und damit in die Top 15 des Taskergebnisses.
In Summe kämpfte sich Somi damit Overall in der Gesamtwertung auf Platz 10, Eli auf Platz 31 sowie aufs Podest (2. Platz) bei den Damen.
Gratulation an Emil Červeňan (1.), Philipp Haag (2.), Jonas Böttcher und Matthijs Derks (3.) sowie Constance Mettetal (1.), Eli Egger (2.) and Adel Honti (3.)!
(Text Eli / Bilder Emi)

2nd Freedom Open – Task 4


Auch gestern begann der Tag wieder mit jeder Menge Wolken und dem einen oder anderen Regenschauer. Nichts desto trotz starteten wir um ca. 14:00Uhr für eine 45km Aufgabe. Zu Beginn sammelte sich das Starterfeld an der Basis – zum ersten Mal über 2000m in dieser Woche – und pünktlich 5 Minuten vor Racestart ließ auch die Thermik nach. Die Route führte zuerst Richtung Kobarid von dort zurück nach Tolmin und das ganze zwei Mal hintereinander. Bereits nach der ersten Querung war Thermik suchen angesagt – wer zu motiviert in den Schatten flog, bereute das früher oder später denn für die nächsten 10km verabschiedete sich die Sonne mal wieder. Somi wählte die Sightseeingtour am Krn entlang und konnte so extra Höhe mitnehmen die ihm einen längeren Flug ermöglichte. Kurz bevor die ersten Piloten das Ziel erreichten musste das Rennen aber wegen Regen doch noch gestoppt werden.
Heute sollte es (endlich) bessere Bedingungen geben 🙂

Text und Bilder Eli