Kaiserwinkel Austrian Open 2020

Am Sonntag flogen die Teilnehmer der Kaiserwinkl Austrian Open erneut eine wunderschöne Aufgabe von 55km Länge. Ausgehend vom Unterberg in Kössen ging es weiter zum Zahmen Kaiser. Mit einer wunderschönen Thermik Wolke oben drüber, konnte sich Somi (Michael Sommerauer) einen kleinen Vorsprung herausarbeiten, bevor es über den Walchsee auf die andere Talseite ging. Etwas zögerlich ging es auch dort wieder nach oben, und um nicht all zu viel Zeit zu verlieren auch gleich etwas tiefer zurück an den Unterberg. All jene die etwas mehr Höhe mitnehmen konnten, gelang es dort, auf Grathöhe in den Thermikbart einzusteigen – die tiefere Fraktion durfte sich auf der Südseite mal wieder durchs Lee quälen. Allen voran schoss Somi von der Basis weiter in Richtung Steinplatte, an der die nächste Wende zu absolvieren war. Hier wiederholte sich das Lee-Geplänkel für die Tieferen erneut, alle die über Grad am Fellhorn einsteigen konnten, durften allerdings die Wolkenautobahn zur Steinplatte und retour genießen. Die letzten Kilometer ins Ziel wurden für einige dann doch noch mal etwas spannend, denn mit bayrischem Gegenwind war die Gleitzahl ins Ziel oft ziemlich im Keller. Aber wo es hinunter geht, geht es auch irgendwo wieder nach oben: Bei der End-Of-Speed Section sowie über dem Landeplatz konnte man dem Steigen fast nicht mehr ausweichen. Gratuliere an Somi für den Tasksieg!
Insgesamt konnten bei den Kaiserwinkl Open also 3 Tasks geflogen werden und so sicherte sich Aaron Durogati vor Stefan Brandlehner und Alexander Schalber den Sieg. Die Damenwertung ging an Eli Egger, gefolgt von Ewa Korneluk und Ramona Eckert. Die Serienklasse gewann Stefan Brandlehner.
Die österreichischen Staatsmeistertitel gingen bei den Herren an

1. Alexander Schalber
2. Christoph Eder
3. Stefan Brandlehner

bei den Damen an

1. Elisabeth Egger
2. Sissi Eisl
3. Emilia Górska

Herzliche Gratulation den Gewinnern und ein großes Danke an den PDC Kaiserwinkl für den tollen Bewerb!

(Text: Eli / Bilder: Lex/Emilia)


Nach einem etwas schwierigen Start (ein 25km Task wo leider nur wenige das Goal erreichten und ein gestoppter Task gestern) konnte die Kaiserwinkel Open und gleichzeitig österreichische Staatsmeisterschaft heute endlich mit einem 80km Task aufwarten. Obwohl zu Beginn Unsicherheit bestand, wie lang das Wetter halten würde, ging es um knapp vor 12 in die Luft. Bis 13Uhr kuschelten sich dann die 100 Teilnehmer im Startpulk zusammen (leider auch etwas zu knapp – aber alles soweit glimpflich ausgegangen). Vom Unterberg ging es danach Richtung Süden zur ersten Wende. Schon gleich nach dem Start wurde es für ein Teil des Feldes zum ersten mal richtig spannend – denn Wind, Schatten und wenig Höhe sind eine schlechte Kombination. Der Rest des Feldes konnte gut aufdrehen und allen voran zog Aaron Durogati am Wilden Kaiser vorbei. Mit etwas Verzögerung schlossen immer mehr Piloten auf und nach der Wende bei Westendorf gab es mehr oder weniger zwei Optionen um den nächsten Radius zu nehmen. Entweder die direkte Linie vorbei am Kitzbühler Horn über die Weidringer Buckel, oder mit etwas Umweg zurück zum Wilden Kaiser und im Lee auf der Südseite bis zur Steinplatte. Beide Varianten hatten ihre Tücken – denn der Anschluss an den Weidringer Buckeln war mehr als herausfordernd und die Lee-Runde eine Non-Stop Waschmaschine.
Zeitlich war bei den Routen nur wenig Unterschied und so traf man sich beim westlichen Wendepunkt am Zahmen Kaiser wieder. Dort (oder an der nächsten Rippe) hieß es noch einmal Höhe tanken damit man den Endanflug antreten konnte.
Im Großen und Ganzen ein anspruchsvoller Task der viele Möglichkeiten bot, aber auch leider seine Opfer forderte. Nach 3:01 erreichte Aaron Durogati als erste das Ziel, 1:12h später auch der letzte der 23 Piloten die es heute ins Goal schafften.

Text: Eli / Fotos: Somi

TopSpot Radsberg 6.-7.6.2020

Vergangenes Wochenende trafen sich 40 motivierte Ligapiloten in Kärnten, um die Saison mit dem ersten Bewerb (in ganz Europa) zu eröffnen. Auf Grund der durchwachsenen Wettervorhersage entschied man sich, es am Radsberg zu versuchen. Samstag Vormittag versammelte man sich also am Startplatz und wartete erst einmal ab, bis man nicht mehr zur Basis hinunter fliegen musste. Ausgeschrieben stand eine 42km Aufgabe und so starteten wir gegen eins und versuchten ein paar Höhenmeter gut zu machen. In einem Gemisch aus Thermikblasen und dynamischen Hangaufwind kuschelten wir dann vor dem Startplatz herum bis man endlich genug Höhe hatte, um die Start-Speed-Section im Tal auszulösen. Mit knapp 70m über dem Talboden kam man dann zurück an die Soaringkante des Radsbergs und kämpfte sich wieder nach oben. Eine kleine Gruppe versuchte sich auch an dem Hügel direkt am Drauufer, aber auch dieser lies zu Beginn keine befriedigende Abflughöhe zu. Knapp 45 Minuten später (noch immer über dem Startplatz) war dann endlich zumindest ein wenig Luft unter den Füßen und wir machten uns auf den Weg Richtung Westen. Zuerst über das Plateau dann an die Ridge, die zur Drau hin ab fällt. An dieser ging es noch ein klein wenig im Geradeausflug weiter – dann entschied man sich gemeinsam, doch lieber die Landeplätze am anderen Drauufer auszuprobieren. 8.3km in ca. 1h – ein gutes Überlebenstraining 😉
Die glorreiche Flugleistung konnte die Stimmung aber nicht trüben, denn nach der coronabedingt langen Wettkampfpause gab es so einiges zu erzählen. Und wem der DJ am Startplatz doch zu laut war, der übersiedelte früher (oder später) ins Wohnmobil.
Sonntag Morgen lachte uns bereits die Sonne ins Gesicht, und um das kleine Wetterfenster noch zu nutzen starteten wir schon gegen 11 zur gleichen Aufgabe wie am Vortag. Mit mehr Thermik war für diejenigen, die recht früh abhoben, das Höhe machen vor dem Start wesentlich einfacher als am Samstag. All jene, die sich nicht sofort in die Luft schwangen hatten dann aber mit Rückenwind am Startplatz zu kämpfen (ein erstes Anzeichen für den doch nicht so schwachen Wind). Ungewohnt hoch (knapp 1300m Abflughöhe) konnte die erste Gruppe dann die Start-Speed-Section absolvieren. Zurück über dem Startberg (an dem noch immer ein paar versuchten in die Luft zu kommen) konnte man noch einmal Höhe tanken und den Versuch nach Westen zu fliegen wagen. Nach 1.5km zwang uns der Gegenwind aber dann doch schon auf den Boden.
Trotzdem mal wieder schön, gemeinsam in der Luft zu sein – das bessere Wetter kommt beim nächsten mal 😉

Text: Eli / Fotos: David

WM 2019 Macedonia

Zusammenfassung

Um einen würdigen Weltmeister zu finden waren die Bedingungen hier in Mazedonien perfekt. Jeder einzelne Durchgang wurde vom Taskkomitee und vom Veranstalter perfekt durchgeplant, um dementsprechende Aufgaben zu stellen. Das Wetter spielte jeden Tag mit, somit wurden 10 von 10 möglichen Task geflogen und dementsprechend gewertet. Erwähnenswert ist, dass Eli den 7. Rang in der Damenwertung erflog. Sie zeigte regelmäßig bei den einzelnen Durchgängen mit Topplatzierungen auf. In nächster Zeit dürfen wir sicher gute Ergebnisse von ihr erwarten! Heli hätte nach 9 Durchgängen noch die Chance auf den Vizeweltmeister gehabt. Leider verfolgte ihn aber am letzten Tag das Pech. Bereits am Beginn des Races war er einer der Tiefsten und konnte leider nicht zur Spitze aufschließen. Obwohl nicht alles nach Wunsch gelaufen ist, war Krushevo auf jeden Fall eine Reise wert. Jeder würde sich freuen, hier wieder an einem Bewerb teilnehmen zu dürfen. Die Wettkampfarena um Krushevo hat sich wieder einmal als bestes Wettkampfgelände Europas erwiesen.

Gratulation an die Sieger, den bei uns bestens bekannten Joachim Oberhauser und an die Französin Meryl Delferriere.

http://pgworlds2019.mk/live/results/

Task 10

Der letzte Durchgang war wieder ein typischer mazedonischer Flugtag. Hohe Basis, gute Wolkenthermik – einer Flugroute von ca. 90 km
von Nord nach Süd bis knapp an die griechische Grenze stand nichts mehr im Weg. Alex, Rudi, Eli und Heli durften heute über die Ziellinie
ins Goal einfliegen.

Task 9

Auch bei Task 9 begrüßte uns heute am Startplatz wieder eine mehr oder weniger geschlossene Wolkendecke. Bis zum Briefing besserten sich die Bedingungen aber deutlich und so setzte uns das Taskkomitee erneut eine Aufgabe über 90km. Zuerst ein paar Kilometer nach Nordosten und danach im Zickzack zwischen zwei großen Radien hin und her nach Süden. Kurz vor dem Start um 13:45Uhr sank der gesamte Pulk ein wenig ab, nur Heli und ein paar andere konnten 30 Sekunden vor dem Start noch einen Bart finden und sich so mit mehr Höhe als die anderen auf den Weg machen. Etwas nördlicher als die optimale Linie war schnell auch der zweite Zylinder abgehakt und es ging retour zum Startplatz. Eli wählte eine etwas andere Linie und kam so hinter dem Hauptpulk auf den kleinen Hügeln vor dem Startplatz an. Gemeinsam mit Rudi und Simon machten sie dort Höhe und zogen mit einer guten Linie am Hauptpulk vorbei.
Mit einem Schlenker Richtung Süden konnte Rudi auch die nächste Wende hervorragend nehmen und war so all jenen, die tief in den Graben an den Hügeln fliegen mussten, voraus. Simon kam zwar unendlich tief aus dem Graben retour, fand aber im Flachland schnell einen Bart und war auch schon wieder bei der vermeindlich führenden Gruppe dabei. Ein letzter Ausflug nach Westen und dann mit einer gut tragenden Linie ins Ziel. Heli, Alex und Eli kamen erst mit der nächsten Truppe an, im Glauben nur ein paar Minuten hinter den ersten zu sein. Aber dem war nicht so. Mit 13 Minuten Vorsprung war nämlich Marco Busetta schon vor Rudi, Simon und Co. ins Ziel geflogen. 1000 Punkte somit für ihn und ein Punktechaos für den Rest des Feldes.
Dies spiegelt sich auch im Gesamtergebnis wieder, das heute noch einmal so richtig durchgewürfelt wurde.
Mit nur 17 Punkten Rückstand auf den 2. Platz ist bei Heli morgen noch alles möglich. Also Daumendrücken!
Alex liegt momentan auf Rang 30, Simon auf 52, Eli auf 84 und Rudi auf 86.

(Text: Eli, Fotos: Rudi/Heli)

Task 8

Als wir heute um kurz nach 10 am Startplatz eintrudelten sah es noch wenig vielversprechend aus. Ganz guter Wind und die Basis nur knappe 100m über dem Startplatz. Als die ersten Freiflieger starteten konnten sie sich zwar schon halten aber die große Motivation brach noch nicht aus. Als auch noch Pal nach einem missglückten Toplandeversuch mit der Rettung ins Spital gebracht wurde (laut CT sollten keine gröberen Verletzungen vorhanden sein und er ist wieder auf den Beinen – wenn auch noch unter Schmerzen) verzögerte sich alles noch einmal ein wenig.
In der Zwischenzeit tüfftelte das Taskkomitee uns einen 65km Task aus. Dieser schickte uns zuerst zwischen die beiden Hügel im Flachland und von dort aus konnte man sich die Himmelsrichtung aussuchen, denn man musste nun einen 10km Exit-Radius absolvieren und zum selben Punkt retour kommen bevor es 20km weiter zum Goal im Süden ging.
Bei noch tiefer Basis starteten wir, die Bedingungen wurden aber von Minute zu Minute besser. Als um 14:00Uhr die Start-Speed-Section öffnete fanden sich sogar schon die ein oder anderen Sonnenflecken. Mehr oder weniger in gerader Linie ging es also zwischen die beiden Hügel, wo sich just als wir da waren eine Thermikwolke direkt im 400m Zylinder bildete. Der Großteil des Feldes entschied sich dann dazu, Richtung Westen an die Hügel zu fliegen, um den 10km Exit zu erledigen. Nur einige wenige Piloten riskierten eine andere Linie. An den Hügeln ging es erst zäh nach oben, hatte man aber mal Höhe gemacht, war der Zylinder einfach zu erledigen und es ging schon wieder retour.
Von der letzten Wende ging es dann mit Rücken/Seitenwind nach Süden weiter. Heli und Alex konnten mit der direkten Linie noch am Führungspulk (der einen kleinen Schlenker einbaute) vorbeiziehen. Somit platzierten sie sich heute hervorragend auf Platz 5 (Heli) und 11 (Alex). Den Tasksieg verbucht heute Ferdi Vogel aus Deutschland. In der Nationenwertung also Platz 3 für uns. (Simon 62., Rudi 92., Eli 135. mit einer Aussenlandung) Für die verbleibenden zwei Tage ist nochmals Flugwetter prognostiziert, mit guten Ergebnissen ist noch einiges drinen 😉

(Text: Eli/Heli, Fotos: Heli)

Task 7

Task 7 führte uns einmal von des Westseite Pelagoniens auf die Ostseite und wieder retour. Zu Beginn erwies sich der Tag als eher zäh und so teilte sich das Feld in 3 Teile auf die jeweils versuchten mit möglichst über 2000m ins Rennen zu starten. Als um 13:15Uhr die Zeit zu laufen begann hatten aber wieder alle das gleiche Ziel und so traf man sich schon in der nächsten Thermik wieder. Mit 4-5m/s riss es dann wieder nach oben und so dauerte es nicht lang bis man schon wieder weiter zog. Als die erste Wende genommen wurde hatte sich das Feld schon gut in die Länge gezogen und mehrere kleinere Gruppen zogen mit unterschiedlichen Linien über Prilep hinweg.
Am zweiten Wendepunkt ging es dann mehr oder weniger überall nach oben was dazu führte, dass der Führungspulk auf knapp 3000m übers Flache hinaus startete. Rudi, Simon und Eli konnten auf diesem Weg mit einer Wahnsinnslinie sehr viel Zeit gut machen und nahmen den letzten Wendepunkt etwas weiter südlich als der Großteil. Der Endanflug gestaltete sich wie gewohnt trickreich – Heli schaffte es sich 50m über Grund noch einmal auszugraben, Eli erreichte mit nur 3m Höhe die Ziellinie. Eli hatte somit das gesamte Glück aufgebraucht und Rudi der dicht hinter ihr die End-Of-Speed-Section querte landete leider 200m vor der Linie. Mit etwas mehr Sicherheitshöhe trafen dann auch Alex und Simon im Goal ein.
Spitzenleistung heute von Heli (11.), Eli (23./3. Dame), Simon (58.), Alex (63.) und Rudi (125.). In der Nationenwertung schafften wir es heute auch auf den 6. Platz.
Der morgige Tag wird mit Erholungsprogramm verbracht – nach 7 Tasks ist eine Pause auch langsam nötig.
 
(Text: Eli, Fotos: Heli)

Task 6

Beim Briefing informierte man uns heute über den Ostwind bzw. in tieferen Schichten Südost mit 10-15km/h. Entlang der Hügel sollte einer 130km langen Aufgabe also nichts im Wege stehen. Entweder Soaren oder Thermikfinden, eines wird schon dabei sein. Vom Start weg konnte Eli entlang der optimierten Route vorausfliegen, während der Hauptpulk einen Zickzackkurs durch die Berge wählte. Ein weiterer kleinerer Pulk beschloss gleich zu Beginn sich etwas mehr westlich zu halten. Vor Bitola stellte sich allerdings akute Stabilität mit Gegenwind ein welche die risikobereiteren Piloten schnell einmal auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Vom vorhergesagten Ostwind war wenig zu spüren, vielmehr wehte ein Südwest aus den Hügeln heraus.
Heli und Alex konnten die erste schwierige Phase gut meistern und zogen weiter Richtung Süden. Währendessen konnte der westlichere Minipulk ohne viel Verzögerung nach Süden über das Flachland vorausfliegen. In jeder Thermik verlor der Hauptpulk den einen oder anderen Piloten der etwas zu tief kam und als der Pulk das zweite Mal über Bitola flog waren nur mehr an die 40 Piloten mit auf der Strecke.
Zu dem Zeitpunkt wurde langsam auch klar, dass die schwächer werdende Thermik das eine Problem war, das zweite aber auch die Task-Deadline um 18:00 Uhr. Mittlerweile knapp 15km hinter dem Minipulk kämpfte sich das Hauptfeld nach Norden retour. Immer schwächer werdende Bärte stoppten dann auch die letzten Piloten kurz vor Taskdeadline in der Höhe von Krusevo.
Auch unser Heli kam als bester Österreicher bis kurz vor Krusevo retour (100km). Bis ins Goal schaffte es heute leider niemand. Die Tagesbestweite waren 119km von Petra Slivova.
Gratulation besonders an Petra, die mit ihrer Flachlandroute heute den Tasksieg verzeichnen durfte.

(Text: Eli, Fotos: Eli/Heli/Andi)

Task 5

Wie gewohnt wälzte sich eine einzige große Traube von Piloten in – für Paragleiter extrem schneller Geschwindigkeit  (ca. 65km/h) – durch die mazedonische Flachlandthermik. Insgesamt galt es 99km zu erledige. Wie auch schon in den letzten Tagen gelang es dem Feld dicht gedrängt das Goal zu erreichen. Trotz bemühen seitens des Taskkomitees gelang es nicht die Piloten in mehrere Pulks aufzusplitten. Egal ob große oder kleine Radien, mit oder gegen den Wind bis jetzt wurde noch kein Mittel gefunden um 100 Piloten in einem Pulk zu vermeiden. Schwarmintelligenz siegt im Flachland eben doch wieder (Quantität vor Qualität). Zwei der Fische waren auch unser Heli und Alex. Simon war eher in der Gegend der Schwanzflosse zu finden, Eli und Rudi nutzen das Kielwasser.

Heli probierte mit eigenen Linien sich ein wenig vom Feld abzusetzen, musste aber feststellen dass seine guten Ideen vom Schwarm gerne aufgegriffen wurden, die schlechten Entscheidungen aber an ihm allein hängen blieben.

Dieses Problem hatten weder Rudi noch Eli – denn ihre Entscheidungen mussten sie sowieso allein treffen.

Die ersten 40 Piloten erreichten innerhalb einer Minute die End-Of-Speed-Section. Und auch der große Großteil der anderen Piloten schaffte es ins Ziel (128 Piloten im Ziel).

Fazit des Tages: Je schwieriger es die Tasksetter machen, umso mehr Piloten erreichen das Ziel.

 

(Text: Eli/Heli, Fotos: Heli)

Task 4

Heute stand ein langer Task von 114km am Taskboard. Wie gewohnt war das Österreichische Nationalteam bestens vorberreitet und ausgeschlafen am Startplatz. Der erste Schenkel ging über die Berge Richtung Süden mit Basis 2700m um 13 Uhr. Nach der ersten Wende in den Bergen führte der Task direkt nach Osten ins Flachland zu einem örtlichen Kohlekraftwerk (laut Simon roch die Luft im Schornsteinbart metallisch, Rudi behauptete es könnte keine Filteranlage vorhanden sein). Von diesem Wendepunkt ging es wieder nach Norden mit 10-15km/h Gegenwind zur dritten Boje. Dort angekommen glaubte man, dass ein 28km Endanflug mit dem Rückenwind locker möglich wäre – wie jedoch so oft hier musste man aber beherzt Höhe tanken um die “Saufpassagen” mit 1:4 Gleitzahl im Flachland zu überleben, welches allen Österreichern aber sehr gut gelang.
www.pgworlds2019.mk/live/results

(Text: David, Fotos: Eli)

Task 3

Bedeckter Himmel begrüßte uns heute morgen beim Aufstehen. Aber bereits recht schnell lichteten sich die Cirren und die ersten Cumuli zeigten Thermik an. Da der Wetterbericht für den späteren Nachmittag schwache bis gar keine Thermik vorhersagte, beschloss das Task-Komitee uns heute bereits um 13:00Uhr auf die 83km lange Reise zu schicken.
Bei perfekten Startbedingungen waren Alex und Eli gleich in der Luft und flogen Richtung Norden voraus, wo sie sich für den Start positionierten. Je früher man dort eintraf umso besser, denn es ging anfangs nur sehr zäh nach oben. Die anderen konnten aber in letzter Minute doch noch Höhe machen und so ging es pünktlich im Vollgas los.
Obwohl es zu Beginn so zaghaft ging entschloss sich der Pulk direkt nach dem ersten Wendepunkt ins Flache hinaus zu fliegen. Aufgeteilt in zwei Pulks konnte so auch gleich der Anschluss gefunden werden und es ging die nächsten 25km direkt nach Süden. Nach dem “Antennenhügel” entschloss sich 99% des Feldes dazu, einen Linksbogen zu fliegen. Dies gab Eli die Möglichkeit nach einem ungewollten Höhenverlust doch wieder einigermaßen aufzuschließen da sie die direkte Linie wählte.
Von der Boje im Süden ging es dann mit 10-15km/h Gegenwind zur End-Of-Speed. Also optimale Voraussetzungen für einen 20km langen Endanflug ohne Kreis 😉 Tiefer und tiefer ging es auf die letzten Meter zur End-Of-Speed. Honorin Hamard konnte sich wieder einmal nach vorne “batzn” und fand dann 50m über Grund auch noch den rettenden Bart um das Goal doch noch zu erreichen. Auch der Rest des Feldes kam noch einmal ordentlich ins Schwitzen – dennoch schafften es erneut fast alle ins Goal. So auch wieder alle Österreicher.
Mittlerweile hat es sich als de facto Standard herausgestellt, dass man den Sicherheitsradius ums Goal an dem die Zeitnehmung stattfinden, im Vollgas ohne viel Reserve ansteuert. Also ein Pokerspiel – denn wer nachdem die Uhr stoppt keine Thermik mehr findet um ins Goal zu fliegen, hat auch nichts von den Zeitpunkten.
Mal sehen ob es die nächsten Tage für die Tiefflieger auch so glücklich läuft – heute hat es leider bereits zwei der Top Franzosen an der Zeitnehmung gefressen (Wirtz, Casaux). So wies aussieht ist der neue Flugstil “Gas Gas Gas” und Absaufen gibt es so gut wie auch nicht mehr.
Eli konnte ihren 2. Platz in der Damengesamtwertung heute halten und auch für die Jungs sieht es Overall ganz gut aus:
Heli 16.
Simon 32.
Alex 35.
Rudi 71.
Ergebnisse unter http://pgworlds2019.mk/live/results/

(Text: Eli, Foto: Eli)

Ein Link zum stöbern….mit vielen Videos und Beiträgen anderer Nationen.

https://m.facebook.com/worldspg2019/

 Task 2

89 km Durchgang

Bereits beim Teamleaderbriefing prognostizierte der Veranstalter schwierige Startverhältnisse. Das Startprozedere war heute ein ziemliches Chaos: Seitenwind, Rückenwind und gar kein Wind verhinderte viele Piloten daran, sicher zu starten. Die Warteschlange am “Gate” wurde immer länger und länger. Alex, Eli und Heli waren rechtzeitig vor dem Startgate und konnten bei einer kurzen Aufwindphase zügig starten. Simon und Rudi wurden von unserem Teamleader Richi auf den höher gelegenen, eher westlich ausgerichteten Startplatz kutschiert, wo perfekte Startbedingungen herrschten – zumindest bei Rudi und Simon. Kurze Zeit später herrschten wieder wechselnde Windverhältnisse.

Heli, Rudi und Simon und Eli waren den ganzen Durchgang im Spitzenfeld vertreten. Leider musste unser Helmut, der etwas zu risikofreudig in den Endanflug ging, nochmals Höhe tanken, während Rudi und Simon über ihn drüber ins Ziel flogen. Alex verlor schon ziemlich am Anfang des Rennens den Anschluss und flog laut eigenen Angaben von einer schlechten Thermik in die Nächste. Jedenfalls haben wir hier noch viele schöne Tage, um gut zu punkten. Wir sind immer noch vom heutigen Flug fasziniert, denn eine Wolkenbasis von über 3500 m ist hier in Mazedonien recht beindruckend. 2500m über dem Flachland zu fliegen ist einfach nur geil!

Simon 14.

Rudi 32.

Helei 46.

Eli 52.

Alex 53.

Simon Arnold nach der Landung

 

 Task 1

Um 13:30Uhr öffnete heute die SSS für die 81km lange Dreiecks-Aufgabe. Der erste Schenkel führte uns nach Norden entlang der Hügelketten. Bereits vor dem Start konnten wir auf über 2500m aufdrehen – wenn auch nur weiter innerhalb der Berge. Rolle auf Rolle ging es also bis in die nächste Thermik die uns wieder mit bis zu 5m/s nach oben schoss. Im Pulk hieß es dabei schon gut aufzupassen um nicht in eine Kollision verwickelt zu werden. Nach der nördlichen Wende bewegte sich der Pulk – ca. 100 Piloten – hinaus ins Flachland. Aufteilen – Vollgas – Warten bis jemand eine Thermik findet – alle darauf zu – Eindrehen. Dieses Spiel ging mehr oder weniger bis ins Ziel immer gleich weiter. Wer die ESS besonders motiviert erreichte musste allerdings noch einmal umdrehen. Denn wer nicht noch mal Höhe machen konnte lief Gefahr zu kurz zu landen. So erging es heute aber beinahe niemandem. Insgesamt erreichten heute 138 Piloten das Goal – darunter alle Österreicher (Heli 22., Alex 39., Simon 66., Eli 89. und Rudi 114.) wobei das Feld mehr als dicht gedrängt ist (bis zum 108. Platz über 900 Punkte für den Task). Die ersten 50 Piloten waren innerhalb der ersten Minute im Goal, die ersten 80 innerhalb von 3 Minuten.
 
Detail am Rande: Leider darf der Triple Seven Hochleister Gambit nicht an der WM teilnehmen. Genauere Infos dazu von der Triple Seven Seite findet ihr unter
https://www.facebook.com/TripleSevenParagliders/?__tn__=%2Cd%2CP-R&eid=ARBUvwvO-wMpERBuGPNOTIELx-8nAJR_JWmr35Jm48tj1VDkQ050roHvRC52UFrIKckzDF00p2IR3nzJ
 
(Text: Eli, Fotos: Eli/Eva (=Eli Mama)

Tag 1

Ab heute geht´s richtig los-drückt dem Team Österreich fest die Daumen! Das Livetracking kann ab dem frühen Nachmittag verfolgt werden.

http://www.pgworlds2019.mk/

Trainingstask

Mit dem ersten Trainingstask startete unser Nationalteam heute in die Weltmeisterschaft. 62km Task, mit der Option auf Ridgefliegen oder auch reines Flachland standen am Programm. Bereits am Start konnte man sich entscheiden, ob man die Linie weiter im flachen oder doch lieber an der Hügelkette wählte. Alex, Heli, Eli und David (er begleitete uns ebenfalls) zogen im Flachland voraus, Simon, Rudi und Andi wählten die Route entlang der Hügel. Vor der zweiten Wende holten die Hügelflieger dann langsam auf die Flachlandpiloten auf und gemeinsam mit 100 anderen ging es nach Nordosten in Richtung Prilep. Von Stadt zu Stadt hangelten wir uns in der Thermik weiter (je höher desto schneller). Trotz super Steigwerten musste am letzten Schenkel auch noch mal zwischengedreht werden da zwischen den Bärten starkes Sinken auf uns wartete.
Heli erreichte als erster Österreicher bereits als 10. die ESS, dicht gefolgt von Simon (14. ESS) und Alex (19. ESS). Eli folgte 14 Minuten später ebenfalls. Rudi war im Endanflug leider etwas zu risikofreudig.
So kann es weitergehen 😉
Wer uns verfolgen möchte findet unter
 
 
sowohl Livetrack und Ergebnisse als auch Fotos/Videos und Kommentare zu den einzelnen Tasks.
 
(Text: Eli, Fotos: Heli/Andi)

Nationalteam Österreich WM 2019

Alexander Schalber

Pilot seit 1988
Nationalteameinberufungen: 19
Schirm: Ozone Enzo 3
Sponsoren: Flugschule Salzburg


Heli Eichholzer

Pilot seit 1995
Nationalteameinberufungen: 14
Schirm: Ozone Enzo 3
Sponsoren: Kuchler Blockhaus, Summermobil, Kamintechnik Ziller, Dynafit


Rudi Niedermühlbichler

Pilot seit 1998
Nationalteameinberufungen: 1
Schirm: Ozone Zeno
Sponsoren: Flywear


Simon Arnold

Pilot seit 2009
Nationalteameinberufungen: 3
Schirm: Flow Spectra
Sponsoren: Flywear


Elisabeth Egger

Pilot seit 2011
Nationalteameinberufungen: 2
Schirm: UP Guru


Richard Edlinger (Teamchef)

Pilot seit 1991
Nationalteameinberufungen: 8
Schirm: Ozone Zeolite
Sponsoren: paraclinic.at


 

Bericht vom Alpe Adria Cup

Tag1

Am 1. Bewerbstag wurde der Startplatz EmbergerAlm ausgewählt, da der Nordwind einen problemlosen Start auf der Alexanderhütte eventuell verhindert hätte. So entschloss sich der 1.DGFC für eine sichere Bank und lud alle Piloten in die Taxis. um 11:15h waren alle Piloten auf der Startwiese oberhalb vom Fichtenheim und es wurde ein schöner 81km Task auf die Anschlagtafel gemalen. Von Greifenburg aus bis zu den “Stromleitungen” danach wieder Richtung Osten zum Weißensee Nord, in Verlängerung zum Mirnock und retour nach Seeboden.
Um 12:00h wurde schon gestartet und somit füllte sich die Luft mit Ligapiloten und vielen Freifliegern. Leider passierte dann ein Unfall beim Startversuch eines Ligapiloten, die Ersthelfer und ein Arzt versorgten den unglücklichen Piloten und verständigten einen Hubschrauber zur Bergung der verletzten Person. Auf Grund des starken Flugverkehrs konnte der Hubschrauberpilot nicht zur Landung ansetzen, leider gibt es viele Piloten die eine Unfallstelle nicht zufliegbar räumen. Der Start des Task hatte sich damit so weit verschoben das die 75% der Bewerbspiloten, welche noch am Boden standen nicht vor der SSS Time in die Luft kamen, somit blieb dem Veranstalter nichts anderes übrig, den Durchgang abzubrechen. Per Funk wurde versucht die bereits gestarteten Piloten zum Landen zu animieren um einen 2.Task am selben Tag zu starten. Es kam aber nicht mehr dazu. Nach einem weiteren Zwischenfall mit einem Freifliegerpilot mit Helibergung kam es letztendlich zum Start, viele Piloten flogen darauf direkt nach Seeboden um miteinander das erlebte vom Tag beim gemütlichen zusammensitzen zu verdauen.
Wir hoffen heute auf einen unfallfreien und SUPER TASK auf der Alexanderhütte und rasche Genesung der verletzten Piloten. Bericht: Thomas Stranner

Am 2. Tag fuhren die Teilnehmer auf die wunderschöne Alexanderhütte welche sich in mitten der Millstätter Nockbergen befindet. Bereits um 10:30h waren alle Bewerbspiloten bei der bewirtschafteten Alm und genossen die Hausmannskost der Familie Glabischnig.
Die Tasksetter hatten viel Zeit um einen 50km Durchgang zu planen. Gestartet wurde um 12:20 das Rennen begann um 13:15.
Den 1. Wendepunkt musste man entlang der Nordseite des Millstättersee´s bis nach Döbriach anfliegen, von dort aus ins westlich gelegene Hochgebirge der Reißeckgruppe und dann zurück zum Landepunkt in Seeboden, ich glaube diese Panorama Runde ist für jeden Pilot ein Highlight.
Bereits um 14:41 kamen die ersten Piloten ins Ziel.

  

Kategorie “Damen”
1. Sarah Amon
2. Marion Smole
3. Edith Riedler

Kategegorie “Overall”
1. Christoph Eder
2. Daniel Tyrkas
3. Jan Jares

Kategorie “Serienklasse”
1. Jan Jares
2. Maximillian Odrei
3. Ferdinand Vogel

Kategorie “Sportklasse”
1. Ferdinand Vogel
2. Richard Edlinger
3. Bernhard Plasser

Kategorie “EN-B” sponsorded by #NOVA
1. Ferdinand Vogel
2. Bernhard Plasser
3. Andreas Wurzer

Kategorie “Kärntner Landesmeister”
1. Maximillian Odrei
2. Peter Holzer
3. Christian Wallner ( Uhle )

Die Ergebnissliste findet Ihr auf
https://www.livetrack24.com/tasks/4505/results

Gratulation an die Gewinner und Gewinnerinnen für die tolle Leistung beim #AlpeAdriaCup 2019 und danke an alle teilnehmende Piloten und deren Begleitung für die grandiose Stimmung.
Ebenso ein großes Lob und Dank an die Helfer und Organisatoren rund um den 1.DGFC Millstättersee, auf diesen Bewerb könnt Ihr stolz sein !

Wir würden uns freuen Euch nächstes Jahr bei uns willkommen zu heißen beim #AlpeAdriaCup 2020
by Thomas Stranner