Bericht Alpe Adria Cup 2018

Siegerehrung

Gesamtergebnisse

Kärntner Landesmeisterschaft Gesamt

Overall

1. Christoph Eder
2. Thomas Weingartner
3. Georg Grieshofer

 

Serienklasse

1. Thomas Weingartner
2. Georg Grieshofer
3. Antun Lovrec

 

Damen

1. Elisabeth Egger
2. Lara Leban
3. Sara Lovrec

 

Kärntner LM Herren

1. Peter Holzer
2. Gottfried Kaschnig
3. Markus Grübler

 

Kärntner LM Damen

1. Marion Smole
2. Edith Riedler
3. Katharina Lindner

 

Newcomer

1. Maximilian Odrei
2. Peter Fradl
3. Horst Orasch

 

B-Klasse

1. Gunther Socher
2. Miha Vovk
3. Marius Wigge

 


Sonntag, Task 2

Für den zweiten Task mussten wir windbedingt wieder auf den oberen Startplatz der Emberger Alm ausweichen. 80 Pilotinnen und Piloten, inklusive unserer Heimkehrer vom PWC aus Gemona beobachteten sehr genau das Steigen der zunächst tiefen Basis und den aus Norden kommenden Höhenwind, der uns an den Vortag erinnerte. Kurz nach der Öffnung des Startfensters um 12:00 begaben sich die ersten in die Luft und da sich diese sehr rasch unter der Basis positionieren konnten, war das gesamte Starterfeld beim Race-Start in einer guten Ausgangslage. Der Task führte uns zuerst Richtung Westen nach Dellach, dann Richtung Osten zum Stagor. Hier trennte sich aufgrund großflächiger Abschattungen die Spreu vom Weizen und der Führungspulk baute seinen Vorsprung uneinholbar aus, während andere zum Landen gezwungen wurden. Der weitere Verlauf der Strecke führte wieder zurück zur Emberger Alm und anschließend quer über das Drautal zur Brücke am Weissensee. Nur die Top Piloten schafften es gegen den starken Talwind zu diesem letzten Wendepunkt und zurück zum Landeplatz Greifenburg. Durch den ähnlich starken NW-Wind wie am Vortag waren die Flugbedingungen den ganzen Tag über eher sportlich und sogar noch etwas anspruchsvoller als beim 1. Task.


Samstag, Task 1

Heute waren wir im schönen Kärnten beim Alpe Adria Cup zu Gast. Das schlechte Wetter der letzten Tage legte sich und wir hatten absolutes Kaiserwetter. Leider sagte der Wetterbericht auf 3000m strammen Nordwest voraus, was uns aber nicht an der Auffahrt auf die Emberger Alpe hinderte.
Nicht lange und alle 86 Piloten waren auf den Startplatz geshuttlet. Kurz darauf stand auch schon der Task mit 70,5 km war am Taskboard. Als wir dann in der Luft die ersten thermiken zentrierten bestätigte sich die Windprognose auch schon und wir hatten sehr Sportliche bedingungen. Der Task führte uns von der Emberger Alm zum Anna Schutzhaus weiter zum Stagor zum Reisskofel und ins Ziel nach Seeboden. Doch schon der erste Turnpoint machte einigen Piloten durch stark wechselnde Windverhältnisse zu schaffen. Nichtsdestotrotz flogen 28 Piloten ins Ziel obwohl der Task samt Bedingungen sehr selektiv war. Der Tasksieger von Heute ist unser wilder Youngster Georg Grieshofer vor Christoph Eder und Herbert Wiesenhofer auf dem 3. Platz.

Ergebnisse Task 1

 

Video von Markus Grübler:

PWC Gemona 2018

Vom 23.-30. Juni findet in Gemona der PWC Italien statt. Österreich wird mit 7 Piloten vertreten sein, in diesem Blog wird jeden Tag von ihren Erlebnissen berichtet!

Auf folgenden Seiten findet Ihr viele Infos, Fotos, Videos, Ergebnisse usw.:
PWCA Website mit Live-Kommentaren
Ergebnisse
Youtube Channels: PWCA
Facebook Seiten: Paragleiten in Österreich | PWCA | Volo Libero Friuli | Tim Rochas
Vimeo Channels: Lex Robe | Philippe Broers


4. Durchgang Samstag 30.06.

Nach den 3 Rasttagen frohlockte der Samstag die bestens ausgeruhten Gemüter endlich wieder mit anständigem Flugwetter – und wie! Bei leichtem SSW-Wind herrschten an der Grenze zwischen Berg- und Flachland optimale Bedingungen für ein schnelles Rennen. 95km galt es zur Hälfte entlang der Berge, sowie im Flachland zu absolvieren. Eigentlich Top-Bedingungen für unseren Simon, der jedoch an diesem Rennen aufgrund privater Verpflichtungen nicht teilnehmen konnte. So lag es an den verbliebenen Österreichern Alex, Armin, Chris, Heli, Tom und Lex die Ehre der Österreicher hoch zu halten.
Diesmal war es besonders wichtig, gleich von Beginn an ganz vorne zu sein, denn die ersten 25km wurde kein einziges Mal gekurbelt! Nur Vollgas von Start bis zur Talquerung über den Tagliamento. Wer das Beschleunigerbegrenzungsband nicht permanent auf Überdehnung hielt, wurde sofort nach hinten durchgereicht – und bekam somit weniger Leading Points, ohne Chance diese wieder aufzuholen. Dieser Flugstil forderte bereits die ersten prominenten Punkteopfer. Ein Spiel, das unsere slowenischen Nachbarn auf “ihrer” Ridge perfekt beherrschten. So zeigte allen voran Tilen Ceglar auf seinem 777 RFC, was Effizienz bedeutet, dicht gefolgt von seinem Landsmann Primoz Susa und natürlich den üblichen Verdächtigen wie z.B. Honorin Hamard, Luc Armant & Steph Morgenthaler.
Erst vor der Querung über den Tagliamento wurde der Grat bekurbelt und etwas überhöht, bevor es südwestlich von Gemona eine ebenfalls thermisch hochaktive Ridge entlang zum westlichsten Wendepunkt ging.
Lex hatte bis dorthin wieder halbwegs Anschluss gefunden, flog zwar lang ohne zu kurbeln, nahm dadurch aber leider einen Umweg in Kauf, sodass er sich beim Retourfliegenen erst wieder im Hauptpulk befand.
Bis zur Retourquerung über den Tagliamento hatte sich auch Armin wieder gut vorgearbeitet. So konnten wir alle ungefähr zur selben Zeit mit ähnlicher Höhe den Abstecher raus ins Flache wagen. Einzig Heli bevorzugte mit Jost Napret die Linie über die Berge, die letztendlich aber die langsamere war. Verleitet durch den fehlenden – weil offensichtlich bereits im Wochenende befindlichen – Fabriksbart traute er den noch stabil anmutenden Bedingungen im Flachland nicht. Aber nach dem ersten noch schwächeren Bart weiter östlich der Fabrik begannen die Bärte mit 2-4m/s integriert zu ziehen – ausreichend stark für die direkte Linie.
Im Flachen wurden trotz guter Höhen teils beachtliche Umwege in Kauf genommen, um nur ja entlang von tragenden Linien zu bleiben und keinesfalls in blauen Löchern Richtung Boden zu fallen.
Der Endanflug selbst wurde nur von Tom & Armin super getimt: Beide haben darauf vertraut, den EndOfSpeed-Sektor mit geringer Höhe zu nehmen, um dann nochmal aufzudrehen und sicher ins Ziel zu fliegen. Die Rechnung ging auf und so konnte Tom als schnellster Österreicher den Task beenden. Aufgrund höherer Leading Points war Lex mit Platz 36 jedoch bester Österreicher.

Ein GRANDIOSER Abschlusstask des hochkarätigsten Weltcup-Bewerbs des Jahres!

ERGEBNISSE

Fotos von Lex: LINK

Fotos vom PWC: LINK

Video von Volo Libero Friuli:

 


4-6 Tag, also Mittwoch bis Freitag wegen starkem Nordwind bzw. Regen cancelled

Videos von Philippe:


3. Durchgang Dienstag 26.06.

Eine leichte Nordlage hat den Veranstalter dazu veranlasst, den Startplatz Meduno zu wählen. Oben angekommen, wurden wir von der österreichischen Prominenz begrüßt – unser Staatsmeister Michael Sommerauer kam nach Meduno, um mit uns den Durchgang zu fliegen. Über 100 km waren heute zu absolvieren. Mit hoher Basis im Flachland sowie an den Hügeln war ein schnelles Vorankommen so manchen am Anfang möglich. So mancher von uns hatte heute die falsche Taktik gewählt. Simons Taktik, schnell und tief zu fliegen, wurde ihm wieder einmal zum Verhängnis – er musste frühzeitig landen gehen. Trotzdem war es wieder einmal ein Genuss, in diesem schönen Gebiet mit unseren Rennmaschinen herumzuheizen.

ERGEBNISSE

Fotos von Lex: LINK

Fotos vom PWC: LINK

Videos von Philippe:
Teil 1 mit charmantem Interviewpartner ab 3:10 Min 😉

Teil 2:

Video von Volo Libero Friuli:

 


2. Durchgang Montag 25.06.

Da es heute in der früh noch etwas geregnet hatte, kutschierten uns die Busse etwas später auf den Start. Nach langem Warten am nebelverhangenem Startplatz, durften wir einen Durchgang von etwas über 50 km fliegen. Die Aufgabe war wie gestern im Flachland gesetzt. Gleich wie am ersten Tag klebte das gesamte Teilnehmerfeld vom Start weg in jeder Thermik zusammen. Kein Platz für Fehler waren erlaubt – nur wer die Aufwinde bestens zentrierte, und die beste Spur erwischte, konnte sich wieder am  Ende bei den Ersten in der Ergebnisliste finden-eigentlich alles wie immer.

Die österreichischen Piloten wären heute ganz vorne dabei gewesen, jedoch hatte jeder so seine Tücken. Alex zum Beispiel riss sich beim Start eine Bremsgalerie aus, wäre das nicht passiert, hätte er laut eigenen Angaben den Durchgang sicher gewonnen.

ERGEBNISSE

Fotos von Lex: LINK

Fotos vom PWC: LINK

Video von Philippe Broers:

Video von Volo Libero Friuli:

 


1. Durchgang Sonntag 24.06.

Morgens wurden wir nicht durch Sonnenstrahlen geweckt, sondern von den Güterzügen, die an unserem Campingplatz vorbeidonnerten. Nichts desto trotz waren wir froh, früh munter zu sein, denn die Organisation hatte bereits um 8 Uhr Früh die Auffahrt geplant, um uns recht zügig auf den Startberg zu transportieren. Von dort konnte beobachtet werden, wie sich die Wolken nach und nach lichteten und dann die Sonne hervorkam. Während die Freiflieger erste Thermiken am Hang genossen, tippten wir eine Aufgabe von etwa 60 km in unsere Fluginstrumente ein. Vorgegeben war eine Zick Zack Route im friaulischen Flachland etwas südlich von Gemona. Bereits beim Start bemerkte man die hohe Pilotenqualität, denn (fast) alle Teilnehmer zwängten sich einige Minuten vor dem Luftstart auf engstem Raum zusammen an die Wolkenuntergrenze, um sich bestens zu positionieren. Der gesamte Pulk klebte bis zum Erreichen der “End of Speed” Flügel an Flügel zusammen. Innerhalb weniger Minuten trudelte ein Spitzenpulk von 50 Leuten ein.

Leider hatten wir heute kein Livetracking für unsere Zuschauer zu Hause. Hoffentlich funktioniert es morgen.

Das österreichische Team: v.l. Christian Amon, Alexander Schalber, (Stefan Bernhard – GER), Thomas Brandlehner, Lex Robé, Heli Eichholzer, Armin Eder, Simon Arnold

ERGEBNISSE

Fotos von Lex: LINK

Fotos von PWC: LINK

Video von Lex von Task 1:

Videos von Philippe Broers:

 

Video von Volo Libero Friuli von Task 1:

 

Bericht von der Kaiser Trophy in Ellmau 16.-17.06.2018

Sonntag 17.06. Task 2

Die Wetterprognosen hatten sich von Tag zu Tag gebessert, so dass wir am Sonntag schließlich einen Durchgang von etwa 58 km rund um den Startberg “Hartkaiser” fliegen konnten. Bereits vor dem Luftstart musste mit einer großflächigen Abschattung gekämpft werden, was die Meisten in Richtung Brandstadl, einem Berg weiter, führte. Dort konnte man entlang der Ridge in einem Hangaufwind soaren, der vielen ein Obenbleiben bis zum Start ermöglichte. Ein paar Minuten vor dem Start konnte ein rettender Bart ausgegraben werden, was ein Einfliegen in den Startradius ermöglichte. Die erste Boje am Hintersteinersee wurde vom bayrischen Wind überspült, wodurch wir etwas tiefer durch das “Söllandl” weiterflogen. Der Pinzgauer Christoph Eder konnte den Anschluss gleich am Wilden Kaiser finden, was ihm schlussendlich zum heutigen Tagessieg verhalf. Im Alleinflug konnte Chris die Bojen in St. Johann, Aschau, wieder St. Johann, ESS Biedringer Platte und schließlich das Ziel in Ellmau absolvieren. Während Christoph die Radien mit einer anderen Flugroute als die restlichen Piloten abflog, konnten sich einige Piloten ganz tief aus dem Talkessel aus Scheffau ausgraben. Einmal etwas höher, war ein weiterkommen relativ einfach, da wieder genügend Sonne vorhanden war. Kurz vor dem Endanflug nach Ellmau wurde die ganze Sache für die “Endlinge” noch einmal spannend. Der letzte Zylinder am Kitzbühler Horn musste in Richtung Ellmau mit einer Gleitzahl von 1:12 ins Ziel genommen werden. Da wieder einmal eine rießige Abschattung über dem “Söllandl” stand, spekulierten manche Piloten mit keiner Thermik mehr bis ins Ziel. Einige gingen optimistisch in den Endanflug, was ihnen schließlich zum Verhängnis wurde – sie mussten zur Landung einige Kilometer vor der ESS ansetzen. Zu Zweit flogen Simon und Alex zurück zum Haag, eine Leekante an der Südseite des Kitzbühler Horns. Dort zog es uns zügig zur Wolkenuntergrenze, bis das Fluginstrument  eine Gleitzahl von etwa 1:6 ins Ziel anzeigte. Mit der Sicherheitshöhe am Ende ziemlich knapp. Mit Ach und Krach erreichten Simon und Alexander S. das Ziel.

Wieder einmal konnte bewiesen werden, dass auch bei sehr schwierigen Flugbedingungen durch so manch taktische Meisterleistung eine Zielankunft möglich war.

Vielen Dank den Kaiseradlern für die super organisierte Veranstaltung.

Ergebnis TASK 2

Ergebnis GESAMT


 

Samstag 16.06. Task 1,

86 km, Bericht vom Überflieger Luki Jagiello:

Bei sehr guter Wetterprognose trafen sich rund 70 Piloten in Ellmau, um einen spannenden Task mit 6 Wendepunkten zu bestreiten.
Am Startplatz herrschten wechselnde Winde und immer wieder Abschattungen. Wenigen Piloten gelang es direkt nach dem Start gut Höhe zu machen und sich zu Race Start perfekt zu positionieren. Die Querung zum Kaisergebirge und der thermische Anschluss war für den Führungspulk einfach – der Weiterflug zur 1. Wende zum Unterberg ging gut voran.
Die nachkommenden Piloten hatten zum Teil mit Abschattungen und dem doch gut spürbaren Nord-Ost Wind zu kämpfen.
Nach der 2. Wende im Osten musste jedoch auch der Führungspulk mit Abschattungen kämpfen.
Ein paar glücklichen Piloten gelang die Querung zurück zum Startberg in Ellmau sehr gut, der Rest der Strecke bis ins Goal konnte bei prächtigen Bedingungen absolviert werden.
Mit ein wenig Verspätung kamen dann noch etliche Piloten ins Goal. In Summe ein sehr spannender Task mit vielen lachenden Gesichtern im Ziel 🙂

1. Daniel Tyrkas
2. Armin Eder
3. Lukas Jagiello

Ergebnis TASK 1

Kommentare von Piloten:
Karl S.: Tiafa ko ma neama sei
Stef P.: Im Lee do is schee
Andi S.: I ho scho boid de Moiwürf von unten gsechn heit!

Bericht vom Kaiserwinkl Open in Kössen 09.-10.06.2018

2. Task, Sonntag 10.06.

Nach so manch feucht-fröhlichen Regenschauern in der Nacht auf Sonntag, trudelten wieder fast alle Piloten der österreichischen Paragleiter-Liga, sowie ein paar Gastflieger aus den Ländern rund um die Alpenregion im Talkessel von Kössen ein, um bei etwas besseren Bedingungen als am Vortag, einen Ligadurchgang zu fliegen.

Laut den Wetterprognosen von den Vortagen sollte am Sonntag ein genialer Flugtag werden. Am Startplatz angekommen begrüßte uns eine stramme Windbrise aus West. Alle Hoffnungen wurden uns dadurch zu nichte gemacht. Nichts desto trotz tippten wir eine Aufgabe von 60 km in unsere Navigationsgeräte ein. Unsere heutige Flugroute sollte zuerst vom Unterberg in Richtung Reit im Winkel, dann zurück über den Startberg zum Walchsee, am Zahmen Kaiser vorbei zur Vorderkaiserfeldenhütte führen. Der letzte Schenkel zog sich vom Zahmen Kaiser zurück zum auf Startplatz, dann Richtung Norden am Geigelstein vorbei, um schließlich gemütlich ins Ziel in Kössen zu gleiten.

Bereits vor dem Öffnen der Startboje verspürten die meisten Piloten etwas größere Regentropfen im Gesicht – aus den Funkgeräten konnte man Sprüche hören wie zum Beispiel- “Unseren Schirmen macht das nichts, aber das macht nicht jeder Schirm mit” oder “wenn es zu regnen beginnt müssen wir uns was überlegen….”. Zum Glück konnten viele der feuchten Luft ausweichen, in dem sie auf die andere Talseite wechselten. Auf dem Weg zur ersten Boje im Osten konnten sich die besten Piloten vom Rest mit guter Höhe absetzen. Auf der Querung zum Unterberg musste man etwas tiefer weiterfliegen, was so manchem bei sportlichen Bedingungen an der Südseite des Hügels erschwert wurde. Nach so manchem Seitenklapper erreichten viele die Wolkenuntergrenze, um schließlich zur westlichen Boje zu fliegen. Leider mussten die Vorausflieger aufgrund von mangelder Thermik landen gehen. Aus dem Hinterhalt bemerkten die “Nachflieger” das Fiasko und zogen die Handbremse. Irgendwie schaffte es eine Hand voll Piloten die westlichste Wende zu machen und schließlich ins Ziel zu fliegen – es war einer der härtesten Flüge meiner Karriere, erzählte uns lachend der heutige Tasksieger Stefan Bernhard (GER). Inoffiziell bester Österreicher war heute Alexander Robe, der einige Minuten vor dem Sieger Stefan Bernhard ins Ziel gekommen ist, jedoch zu früh in die Startboje eingeflogen war, und deshalb nicht gewertet wurde.

Erwähnenswert ist, dass in der heutigen Rangliste Franz-Josef Egger, ein junger Newcomer aus dem Zillertal den Tag als bester Österreicher abgeschlossen hat. Gratulation! Leider musste er wie sein Vorbild, an der selben Stelle zur Landung ansetzen und kam nicht mehr ins Ziel. Schade.

Ergebnis TASK 2

Ergebnis GESAMT

Overall: 1. Stefan Bernhard (2.v.l.) 2. Thomas Brandlehner (2.v.r.) 3. Alexander Schalber (nicht am Foto)

Serie: 1. Anders Markus (2.v.l.) 2. Karl Seiringer (1.v.l.) 3. Herbert Tamegger (2.v.r.)

Damen: 1. Elisabeth Egger (3.v.l.) 2. Ewa Korneluk (2.v.r.) 3. Klaudia Bulgakow (2.v.l.)

Newcomer: 1. Balthasar Wolfenstetter (2.v.l.) 2. Horst Orasch (2.v.r.) 3. Peter Fradl (nicht am Foto)

Viele, sehr geniale Fotos vom Para Delta Club Kaiserwinkl

Weitere Fotos von Lex auf Google Drive

Lässiges 360°-Video vom Para Delta Club Kaiserwinkl

 


 1. Task, Samstag 09.06.

Die tiefbasige Bewölkung nach dem frühmorgentlichen Regen machte uns alle etwas skeptisch. Nichtsdestotrotz fuhren 42 Piloten höchstmotiviert um 09:30 mit der Hochkössenbahn bis zum Gipfel des Unterberghorns. Direkt an der Basis wurden wir gebrieft: Ein Race mit 31,8km. Start of Speed Section: 12:00 Uhr. Auf dem riesigen Startplatz konnte jeder den Schirm fertig auslegen und war startbereit. Nachdem aber nahezu keine Winddummies unterwegs waren, traute sich selbst 30 Minuten vor der SSS keiner starten. 15 Minuten vor Start Open bewegte sich schließlich Somi als Erster in die Lüfte. Innerhalb weniger Minuten starteten alle Piloten und kurbelten ein wenig über Startplatzhöhe in maximal 1m/s Thermik. Das GPS schrie schon längst Time to Go! – trotzdem wagte niemand als Erster den Sprung auf die abgeschattete, gegenüberliegende Talseite. Mehr als 5min nach Start Open querten wir schließlich bei 7/8 Bewölkung auf den weniger Hundert Meter hohen Hügel nordwestlich von Kössen. Mit 0-Schiebern mogelten wir uns ein wenig weiter um dann das erste Mal richtig aufzudrehen. Ab zum ersten Wendepunkt fing es schon um 12:30 an leicht zu tröpfeln. Zum Glück war der richtige Schauer ein paar Kilometer weiter nördlich und wir konnten uns allesamt beim Regen vorbeischummeln und zum zweiten Wendepunkt direkt über Kössen weiterfliegen. Ab dem Zeitpunkt hieß es schon Höhe halten und einen Gang zurückschalten. Der Führungspulk wurde so ausgebremst und das Feld schob sich wieder zusammen. In 0,5m/s Bärten kurbelten wir mitten über dem leicht sonnenbeschienenen Tal, total abseits der Ideallinie. Mehr oder weniger war dies der letzte Bart. Bei kompletter Abschattung gleiteten wir wieder zum gleichem Wendepunkt wie am Anfang, dieses Mal aber einige Stockwerke tiefer. Die meisten standen direkt bei dem Wendepunkt ab, einige schafften es wieder zurück zur Ridge die das Tal entlang Richtung Kössen verläuft. Die letzten Kilometer zum Ziel waren sehr selektiv, schlussendlich schafften es nur 3 ins Goal. Erster wurde Thomas Brandlehner, Zweiter Alexander Schalber und Dritter Christian Schlägel.
Wir hoffen, dass es heute trocken bleibt, damit wir morgen einen Task bei richtig genialen Bedingungen fliegen können. Die Prognosen sehen jedenfalls sehr gut aus. Resümee für heute: Ein lässiger Flug – Unverhofft kommt oft!

Kommentare von Piloten:
Armin: Sch*** Schattenlotterie!
Charly: Ich habe fertig
Thomas Berger: Wos willst do sogn
Elli: Geduld
Somi: Bled glafn
Tami: Kessn is a Wohnsinn!

Ergebnis TASK 1

Bericht vom Bavarian Open in Bad Hindelang 31.05.-03.06.2018

Bavarian Open Task 1 zusammengefasst von Elisabeth Egger:

Trotz zum Teil kurzer Nächte aufgrund der langen Anreise ins Allgäu nach Bad Hindelang, versammelten sich insgesamt 79 Piloten bereits um 8:30Uhr zum Briefing an der Sportanlage. Da die Wetterprognosen für den Nachmittag übermäßig labile Verhältnisse voraussagten wurde nicht lange gewartet sondern sofort mit dem Transfer auf den Spiesser begonnen.

Nach einer, für die Liga-Piloten doch recht ungewöhnliche „Hike and Fly“-Einlage, stand bereits gegen halb elf ein 54km Task fest. Mit „Race-Start“ 12:00Uhr ging es auch gleich zügig weiter – wenn auch anfangs mit etwas selektiveren Bedingungen. Ausgehend vom Startplatz ging es Richtung Osten über die österreichische Grenze vorbei am Haldensee bis an den Hahnenkamm. Während am Start das Steigen zum Teil leider vergeblich gesucht wurde, ging es hier dafür gleich um so schneller nach oben.

Am Rückweg nach Deutschland wurden unterschiedlichste Routen gewählt – die Direkte unter der Basis dahin oder doch eher außen herum im Sonnenschein. Vor dem Nebelhorn hieß es dann noch einmal Höhe machen um die letzten Kilometer in einem Stück ins Goal zu gleiten.

Da die Bedingungen immer „besser“ bis hin zu „zu gut“ wurden wurde der Task um 14:00Uhr gestoppt. Diese zwei Stunden Rennzeit reichten aber insgesamt 45 Piloten um ins Ziel zu fliegen.

Tasksieger wurde Petr Kostrhun (CZE) gefolgt von Marc Wensauer (GER) und Ferdinand Vogel (GER). Beste Österreicher: Thomas Brandlehner (Platz 11), Stefan Brandlehner (Platz 12) und Thomas Berger (Platz 15).

Taskergebnisse

Vom DHV gibt es auch einen täglichen Bericht!

Fotos von Ferdinand Vogel: