Bericht vom 28. Alpenrosencup in Westendorf 26.-27.05.2018

Zusammenfassung Alpenrosencup Westendorf von Maximilian Odrei:

Samstag:
Aufgrund der vielversprechenden Wetteraussichten begaben sich insgesamt 69 PilotInnen nach Westendorf, um am Alpenrosencup bzw. der Tiroler Landesmeisterschaft teilzunehmen. Bereits am frühen Morgen ließ der wolkenlose Himmel und die Windstille darauf schließen, dass uns ein “Hammertag” und somit auch ein langer Task erwarten würde. Nach Auffahrt mit der Alpenrosenbahn auf den Nachsöllberg war die Aufgabe von 110 Kilometern bald in allen Geräten eingegeben und wir machten uns, ausgerüstet mit Wasserballast, Trinkblasen und sonstigen Vorkehrungen, die ein langer Flug erfordert, mit einem kurzen Marsch auf in Richtung Startplatz. Der erste Wendepunkt befand sich Richtung Norden im Kaisergebirge, danach ging es Richtung Osten, über die Steinplatte nach Lofer, dann wieder südlich des Startplatzes Richtung Wildkogel, von wo der Endanflug zur ESS westlich von Westendorf und zum Zielzylinder am offiziellen Landeplatz anzusetzen war. Für den Start um 12:15 konnten sich alle gut unter der Basis positionieren. 33 Piloten erreichten das Ziel, viele sind der großen Talquerung im Bereich Going und der etwas schwer zu erreichenden ESS zum Opfer gefallen und mussten landen.

Sieger des 1. Tasks: Stephan Gruber mit einer Zeit von 3 Stunden und 5 Minuten, 3 Sekunden vor Daniel Tyrkas im Ziel. 3. Platz: Alexander Schalber


Sonntag:
Zuerst noch sonnig, verdunkelten die immer dichter werdenden Cirren mit unserer Ankunft am Startplatz bereits den ganzen Himmel, im Süden baute eine Gewitterzelle auf. Nach dem Öffnen des Startfensters um 11:30 entschieden sich nur 5 der 69 Teilnehmer, weiterzukämpfen und schafften es, den Startzylinder um 12:30 zu aktivieren. Mehr als die Minimumdistanz erreichte nur Simon Arnold, der sich den Sieg des 2. Tasks mit 2 Punkten, also einem Punkt Vorsprung auf die 68 Zweitplatzierten sicherte.

Kommentar von Andi Steiner: “Wenn nix geht, geht nix.”

Ergebnisse:
https://www.livetrack24.com/events/WE2018/results

Bericht vom Alpen Cup in Slowenien 17.-20.05.2018

Samstag, 19.05. Siegerehrung

Der Veranstalter entschied den Sonntag auf Grund des prognostizierten Bora mit 50km/h in 1500m vorzeitig zu cancellen. So konnte auch gleich die Siegerehrung stattfinden – mit großen Erfolg für uns Österreicher 🙂 Gratulation Euch allen!

Overall:

  1. Joachim Oberhauser (ITA)
  2. Helmut Eichholzer (AUT)
  3. Jonas Böttcher (GER)

Ergebnisliste Overall

 

 

Damen:

  1. Yvonne Dathe (GER)
  2. Ewa Korneluk (GER)
  3. Eli Egger (AUT)

Ergebnisliste Damen

 

 

 

 

Sport: (bis EN-C)

  1. Michael Miserok (GER)
  2. Timotej Majdič (SLO)
  3. Gerald Gold (AUT)

Ergebnisliste Sport

 

 

Am Abend gab es noch Polenta, Pivo und Slibowitz, manch einer feierte sogar bis in die frühen Morgenstunden 😉 Somit war der 5e Alpen Cup ein Bewerb mit nur leider einem geflogenen Task, aber vielen genialen Leuten, neuen Freundschaften und jede Menge Spaß! Wir freuen uns jedenfalls wieder einmal bei einem Bewerb in Slowenien teilzunehmen, beim nächsten Mal aber bitte mit Hammerwetter 😉


Samstag, 19.05. 41,9km cancelled vor Start wegen Regen

Am Samstag starteten wir voller Hoffnung früh morgens auf den Kobala, bis wir alle oben waren dauerte es jedoch ca. bis 11 Uhr. Der geplante Task sollte uns vom Kobala Richtung Nova Gorica, Lijak und das Flachland führen um direkt zur Landewiese vom Lijak ins Goal zu fliegen. Beim Briefing schien das Wetter noch durchzuhalten, darum machten wir uns alle startbereit. Während die ersten schon in der Luft waren fing es jedoch wieder leicht zu nieseln an. Das Safety Komitee beschloss anschließend gleich den Task zu cancellen – sehr schade, am Lijak sah es zu dem Zeitpunkt perfekt fliegbar aus – tja wieder zu spät dran. Viele machten jedoch trotzdem noch einen kleinen Flug nach Tolmin mit ein wenig Talwindsoaren am lokalen Hügel. Fotos vom Adrenalin Paragliding Team.


Freitag, 18.05. 51,9km cancelled vor Start wegen Regen

Schon am Vortag entschied sich der Veranstalter es wieder am Lijak zu versuchen. Die Prognosen schauten vielversprechend aus. Ausgeschrieben wurden gute 50km quer durch das Flachland bzw. der vorgelagerten Ridge nahe dem Meer. Leider machte uns an dem Tag wieder der Regen einen Strich durch die Rechnung, so hieß es schon sehr bald “Window Closed”. Leider änderte sich nichts und wir mussten allesamt wieder ins Tal runterfahren. Kurz nachdem die letzten vom Berg runterkamen riss jedoch der Himmel wieder auf und der Veranstalter entschied sich uns wieder zum Startplatz zu kutschieren, eine etwas merkwürdige Entscheidung. Naja – wie sich am Startplatz herausstellte war dieses Wetterfenster auch wieder zu kurz und wir standen schon wieder im Regen. Das Taskboard wurde gleich mal zum Regenschirm umfunktioniert, zum Glück hatten einige in weiser Voraussicht schon das Landebier mitgenommen.. Abends gingen viele in die lokale Pizzeria um danach zum Camp Gabrje bei Tolmin zu fahren – schließlich werden wir morgen unser Glück am Kobala versuchen.


Donnerstag, 17.05. 41,5km gestoppt wegen Regen

Die Wetterprognosen veranlassten den Veranstalter dazu den ersten Bewerbstag rund um den Startberg Lijak zu veranstalten. Viele Piloten reisten deshalb am Vortag ins Zielgelände vom Lijak. Bereits in der Nacht zum Donnerstag gingen starke Regenschauer nieder, die bis in den späten Vormittag anhielten. Der Veranstalter ließ sich nicht davon abhalten das geplante Programm durchzuführen. Am Startplatz warteten wir dann, bis sich die hohe Schichtbewölkung verzog, bis es dann endlich immer sonniger wurde. Eine Aufgabe von etwas über 40 km stand auf dem Tagesprogramm. Perfekt. In der Früh glaubte niemand an einen Flug – der Veranstalter hatte Recht. Gleich nach dem Start wurden die Piloten mit starken Steigwerten an die Basis katapultiert. Die Startboje war im Flachland gesetzt. Zwei Optionen standen zu Verfügung: 1. Warten im Flachland bei schwachen Bedingungen, 2. Warten an der Ridge und dann zur Boje rausgleiten. Im Nachhinein wäre die zweite Option besser gewesen, da die Arbeitshöhe an der Ridge wesentlich höher und zuverlässiger gewesen wäre. Fast alle Piloten entschieden sich für die 1. Option was so manchem Piloten bei den ersten Kilometern zum Verhängnis wurde – Landung. Mit einem “Low-Safe” konnte sich der Spitzenpulk retten. Wer an dieser Stelle den Anschluss fand, konnte dann dem weiteren Streckenverlauf im Flachland folgen. So Mancher musste damit kämpfen nicht in die Wolken gezogen zu werden. Als dann die Ersten im Ziel waren, hat es zu regnen begonnen – “Task stopped”. Fazit: Österreicher – Vorne dabei!

Kommentare der österreichischen Spitzenpiloten:

Heli – “Ich bin nicht besonders gut geflogen, die Anderen waren jedoch schlechter”
Steff G. – “Suche Masöse-Haarfarbe egal”
Armin – “Oasch”
Christian – “Schirm ist nass”
Christoph – “Kein Kommentar”
Andi – “Seitensprung mit Folgen” (finanziell)
Rudi – “schöner Flug”
Michael – “fly High”
Herbert – “Nie wieder ohne AntiG”

Ergebnisliste Task 1 Overall
Ergebnisliste Task 1 Damen
Ergebnisliste Task 1 Sport

Die nächsten Tage erwarten wir etwas besseres Wetter. Fotos vom Adrenalin Paragliding Team.

 

Bericht vom 1. Radsberg Open 12-13.05.2018

Radsberg Open Big Air 2018 (Bericht von Maximilian Odrei)

Trotz einer Wetterlage, die seit Tagen die Flugbedingungen quasi unvorsehbar machte, entschieden sich 60 Piloten dazu, sich nach Kärnten zu den geplanten 2 Tasks am Radsberg zu begeben.
Der Bewerb war zugleich der 1. Teil der Kärntner Landesmeisterschaft.

Task 1:
Nachdem die Sonne die Feuchtigkeit der letzten Tage aufgetrocknet hatte und die Wolkenbasis im Laufe des Vormittags immer weiter stieg, entschied sich das Komitee für einen 48 km Task entlang des Sattnitzberges, vom Startplatz aus in Richtung Westen. Die Bedingungen waren ab dem Startfenster um 11:45 bereits so gut, dass es problemlos möglich war, mit dem Hausbart aufzudrehen und sich eine gute Position direkt an der Basis für den Rennstart zu erarbeiten. Somit löste der Großteil des Starterfeldes den Startzylinder pünktlich um 12:30 aus und machte sich zügig in Richtung des 1. Wendepunktes auf. Mit einer guten Arbeitshöhe von ca. 1800 Metern ging es dann wieder zurück Richtung Osten. Der durch den Kaltluftausfluss einer Gewitterzelle am Hochobir aufkommende Gegenwind zwang viele Piloten im Bereich des 2. Wendepunktes, bei dem in die Mitte des Tals geflogen werden musste, dazu, zu landen. Nur 6 Piloten gelang es, die ESS zu erreichen, bevor der Veranstalter wegen des näher rückenden Gewitters das Rennen stoppte. Bis zu diesem Zeitpunkt ein spannender und anspruchsvoller Task bei sehr schönen thermischen Bedingungen.
Kurze Zeit später erreichte uns, wieder am Startplatz angelangt, ein heftiger Schauer mit Hagelschlag – bei der Feuchte keine guten Voraussetzungen für den nächsten Tag…
Die Sieger des 1. Tasks:
Bojan Gaberšek (SLO) & Thomas Brandlehner mit je 915 Punkten

Task 2:
Der zweite Tag, nach Vorhersagen noch besser als der 1. Tag erwartet, begann mit dichtem Nebel am Startplatz, der erst um 10 Uhr von der Sonne aufgelöst wurde. Die Basis schien noch tiefer, sodass der Startbeginn mehrmals nach hinten verlegt werden musste, bis sich die ersten Gewittertürme wieder aufbauten. Der ausgeschriebene Task wurde kürzer angesetzt als am Vortag und ab 13 Uhr tummelten sich die 60 Teilnehmer auf engstem Raum vor der Felswand, der einzigen Möglichkeit, die Höhe bis zur SSS zu halten. Trotz der niedrigen Höhe gelang es den besten Piloten, den ersten Turnpoint nach dem Auslösen des Startzylinders zu erreichen, sehr viele schafften es das ganze Rennen über nicht, den Radsberg zu verlassen. Leider baute sich in den Karawanken wieder ein Gewitter Gewitter auf, sodass auch dieser Durchgang um 14:40 gestoppt werden musste. In Anbetracht des kleinen fliegbaren Zeitfensters muss dem Veranstalter und der Rennorganisation ein Lob ausgesprochen werden, alles in Allem war es eine gelungene Veranstaltung.
Sieger des 2. Tasks:
Stephan Gruber

Overall:
1. Stephan Gruber
2. Bojan Gaberšek
3. Alexander Schalber

https://www.livetrack24.com/events/RBO2018/results

Staatsmeisterschaft 2018 – Schöckl Pokal, Task 2 & Fazit

Der Himmel über dem Schöckl empfing die Piloten heute in eine dicke Abschrimung gehüllt: Schwache thermische Bedingungen bei südwestlichen Winden machten bereits den Start zum Lotteriespiel. Als die Cirren kurz etwas mehr Sonnenlicht preisgaben wurde schleunigst das Startfenster geöffnet und bis zum Start um 13:30 Uhr konnten die früh Gestarteten in den sonnenbefeuerten Thermiken gut Höhe machen.
Nicht ganz so viel Glück mit dem Cirrentiming hatten die etwas später Gestarteten: In der schwächeren Thermik fanden diese den Anschluss in größere Höhen nicht mehr und hatten verfrüht den Kampf mit der Schwerkraft aufzunehmen.

Der Spitzenpulk kam für diese Bedingungen relativ zügig voran, hatte aber nach der 2. Wende die Höhenreserven aufgebraucht. Nach der Raab-Klamm konnten gegen den die Hügel überspülenden Wind nur die allerwenigsten wieder in Aufwinde einfädeln. Die Hälfte des Führungspulks stand somit bereits vor Task-Halbzeit.
Einige Piloten – allen voran der Tasksieger vom 1. Durchgang Jost Napret – fanden jedoch eine gute Linie und konnten weiter Richtung dritter Wende hanteln, bis sich die Sonne wieder zeigte. Wer sich bis dahin in der Luft halten konnte, wurde wieder mit zuverlässigeren Aufwinden belohnt und konnte den Rest der 43,2km-Aufgabe wieder eher im Rennmodus in Angriff nehmen.
Letztendlich erreichten 10 Piloten das Ziel. Eine Klasse für sich begründete einmal mehr der Slowene Jost Napret, der gleich 27(!) Minuten vor dem Zweitplatzierten Tilen Ceglar (ebenfalls Slowene) im Ziel war.

Google Photos Task 2

Hier das Video zum 2. Task:


DIE SIEGER:

Aus österreichischer Sicht besonders erfreulich ist das Abschneiden des erst 23-jährigen Michael Sommerauer, der sich mit zwei souveränen Zielankünften nun Staatsmeister nennen darf. Ein neuer Stern am österr. Liga-Himmel!

Alle Resultate auf der Event-Seite livetrack24.

Hier die Siegerpodien:
Newcomer:

Serienklasse:

Steir. Landesmeister:

Staatsmeister:

Schöckl-Cup Gesamtsieger:

…und außer Konkurrenz: unsere Damen

Weitere Fotos von der Siegerehrung findert Ihr hier:

Google Photos Tag 4 Siegerehrung

Staatsmeisterschaft 2018 – Schöckl Pokal, Tag 2

Die Prognosen für Tag 2 der Österr. Staatsmeisterschaften am Schöckl verhießen nochmals etwas Windzunahme gegenüber dem Vortag, sodass uns die Veranstalter des PGC Steiermark zum etwas windgeschützteren Gelderkogel chauffierten. Nördlich des Passailer Beckens gäbe es etwas windgeschütztere Bedingungen, als direkt am vorgelagerten exponierten Schöckl.
Die Tasksetter schrieben eine Aufgabe am nördlichen Rand des Passailer Beckens aus, der auch bei stärkeren Windgeschwindigkeiten schaffbar sein müsste.
Der erste Winddummy wurde hoffnungsvoll nach Mittag rausgeschickt, sank jedoch ohne merklichen Heber Richtung Landeplatz – zur Windstärke dazu kam noch eine spürbare Seitenwind-Komponente…

Also hieß es Warten und mal Einkehrschwung in den am Fuße der Wiese gelegenen Bauerngasthof. Dem nächsten Briefing ging mangels zusätzlicher Winddummies eine reine Beurteilung am Boden voraus und so rang sich der Veranstalter schweren Herzens eine Absage des Tasks ab.

Einige Piloten nutzten den nun etwas mehr von vorne kommenden Wind um noch etwas zusätzliche Airtime in dem für viele neuen Gebiet zu sammeln.
Diese konnten ein sichtlich gutes Zeitfenster nutzen und gut Höhe machen.

Michael Sommerauer gelang bei diesen Bedingungen sogar das Kunststück, bis direkt zum Landeplatz am Schöckl retour zu fliegen – gegen den Wind sicherlich ein taktischer und fliegerischer Husarenritt, den Michi mit sympathischem Grinsen quittierte. Den erst 23jährigen Steirer gilt es auf alle Fälle ganz oben auf der Rechnung zu haben, bewies er doch schon mit seinem 7. Platz in Task eins, dass er im hochkarätig besetzten internationalen Starterfeld das Zeug hat, ganz vorne mitzumischen.
Den jungen Ennstaler, der über die Acro-Fliegerei zum Bewerbsfliegen kam, gilt es ganz klar im Auge zu behalten! Jetzt schon ein vielversprechender Kandidat für den Titel “Rookie of the Year”.

Den Abend rundete ein Vortrag zum in der Comp-Szene meist genutzten Flugcomputer Naviter Oudie ab. Gehalten von keinem geringeren als dem Tasksieger des ersten Durchgangs selbst: Jost Napret.

Die Prognosen für Montag geben wenig Hoffnung auf einen fliegbaren Tag. Dafür schaut der Dienstag nach heutigem Stand wieder vielversprechend aus…

Fotos von Tag 2 gibt es hier:

Google Photos Tag 2

Lex Robé/österr. Gleitschirm-Liga