Bericht Kaiser Trophy 2020

Heute hatte das Taskkomittee keine ganz leichte Aufgabe: mit mehr prognostiziertem Westwind und bereits um 11Uhr Lentis am Horizont blieb als möglicher Taskbereich nur der Süden übrig – denn wer will da schon an den Felsen des Wilden Kaisers entlangbrettern. So setzten sie uns einen 65km Nord-Süd-Nord-Süd-Nord zickzack Kurs. Bereits im Startbart war klar – “also sche is des net” (Martin Petz). Trotzdem kämpfte man sich nach oben um dann über Ellmau hinaus am Fuße des Wilden Kaisers die erste nördliche Wende zu absolvieren. Mit Seitenwind und großflächigen Sinkbereichen nicht gerade die einfachste Aufgabe. Knapp zwei drittel der Piloten schafften es leider danach nicht wieder zurück in die Thermik und so sammelte sich der Großteil des Feldes recht früh schon am Landeplatz. Von dort konnten dann die verbliebenen 20 Piloten am Livetrack verfolgt werden. Zurück über den Hartkaiser ging es zuerst nach Westendorf und weiter am Grat enlang nach Süden. Mit einigen Baustellen schafften es die verbliebenen 16 Piloten hinauf nach Norden. Von dort hieß´es noch einmal zurück an den Hahnenkamm bevor man zum letzten mal über Ellmau zur End-Of-Speed Section flog. Mit einem unglaublichen Vorsprung erreichte Jurij Vidic (Slo) vor Simon Arnold (ebenfalls weitere 10 Minuten vor dem 3. Platzierten) als erster das Ziel. Das Landebier hatten sie sich mit diesem Flug definitiv verdient
Die Gesamtwertung der Kaiser Trophy 2020 ging an Jurij Vidic(Slo) vor Simon Arnold und Primoz Susa (Slo). Die Serienklasse ging an Sebastian Schmied (De), Sport an Dominik Asteiner und die Damenwertung gewann Eli Egger.
Text: Eli / Foto(von Samstag): Lex
 
 
Heute Samstag startete die Kaiser Trophy 2020 mit einem spannendem 74km Task ins Wochenende. Vom Startplatz Hartkaiser in Ellmau führte es die 83 Piloten am Wilden Kaiser entlang über Wörgl, nach Süden zum Hahnenkamm und retour zurück nach Norden. Zu Beginn sammelte sich das Starterfeld gemeinsam an der Basis um dann glorreich ca. 5 Minuten vor Race-Start das letzte Steigen zu verlassen. So ging es ungewollt tief an die erste Talquerung. Angeführt vom Lokalmatador Simon Arnold ging es aber gleich weiter (mit nur wenig Höhe) zur ersten Wende. Diese absolviert war die Motivation zum Höhe tanken dann doch groß genug und so drehte man gemeinsam in 4-5m/s Bärten am Ostende des Kaisers auf. Auf Kammhöhe ging es im Geradeausflug über den Hinersteiner See bis nach Wörgl. Bei der Streke nach Wörgl hinaus und zurück an die Hohe Salve war gutes Gleiten von Vorteil – denn die Westhänge der Salve gingen zu Beginn nur etwas zögerlich. Mit etwas Geduld war aber auch diese Herausforderung gut meisterbar und schon flog man weiter über Westendorf hinweg zum Turnpoint Nummer 3. Der herausfordernste Schenkel stand aber erst bevor. Gegen den Nordwind kämpfte man sich zurück, entweder (wer hoch genug war) über den Rauhen Kopf, oder die tiefere Fraktion über die Senke westlich davon. Mit viel Zittern, möglichst aerodynamisch im Gurtzeug versteckt, kämpften sich die Piloten dann noch zur End-Of-Speed Section durch. Kenntnis des Fluggebiets machte sich heute definitiv bezahlt: So konnte Simon Arnold mit einer Minute Vorsprung nach 3h47min59sec als erster die Speedsection absolvieren. In Summe erreichten 47 Piloten das Ziel – Gratulation an alle!
Text: Eli / Foto: Emilia
 
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